Mit dem Einsetzen milderen Wetters in Deutschland beginnt die jährliche Frühjahrswanderung der Amphibien, vor allem der Erdkröten. Nach einer durch die Kälte bedingten Winterpause verlassen die Tiere ihre Winterquartiere und begeben sich zu Gewässern, um dort zu laichen. Diese Wanderung, die als „Krötenwanderung“ bekannt ist, stellt eine Gefahr für Tausende Tiere dar, die vielbefahrene Straßen überqueren müssen. Lokale Behörden und Freiwillige ergreifen Schutzmaßnahmen wie das Aufstellen von Barrieren und die Organisation von Umsetzaktionen.

Frühjahrswanderung der Amphibien

In Deutschland hat die jährliche Wanderung der Amphibien zu Laichgewässern begonnen. Nach einer durch niedrige Temperaturen bedingten Winterpause verlassen die Tiere, vor allem Erdkröten, ihre Winterquartiere und machen sich auf den Weg.

Gefahr auf den Straßen

Jährlich sterben Tausende Amphibien unter den Rädern von Fahrzeugen, während sie stark befahrene Verkehrswege überqueren. Die Wanderung stellt eine ernste Herausforderung für den Schutz dieser Tiere dar, insbesondere in Bundesländern wie Hessen, wo das Phänomen besonders intensiv ist.

Schutzmaßnahmen

Um die wandernden Amphibien zu schützen, errichten lokale Behörden, Naturschutzorganisationen und Freiwillige temporäre Barrieren entlang der Straßen. Die Amphibien werden dann im Rahmen von „Krötenschutz“-Aktionen sicher über die Fahrbahn getragen.

Einfluss des Wetters auf die Wanderung

Das Tempo und die Intensität der Amphibienwanderung hängen stark von den Wetterbedingungen ab. Milde, feuchte Nächte mit Temperaturen über 5 Grad Celsius begünstigen den Massenaufbruch der Tiere.

In Deutschland hat mit dem Abklingen der Fröste und dem Einsetzen milderen, frühlingshaften Wetters die entscheidende Phase der jährlichen Amphibienwanderung, der sogenannten „Krötenwanderung“, begonnen. Die Tiere, vor allem Erdkröten, verlassen ihre Winterquartiere in Wäldern und Gärten, um sich zu Laichgewässern zu begeben, wo sie sich fortpflanzen werden. Diese Massenwanderung, angetrieben vom Fortpflanzungstrieb, stellt jedoch eine tödliche Gefahr für Tausende Tiere dar, die oft stark befahrene Straßen überqueren müssen. Die Amphibienwanderung ist ein seit Jahrtausenden in vielen Regionen Europas beobachtetes Phänomen, das mit dem Lebenszyklus dieser Tiere verbunden ist. Amphibien sind als wechselwarme Tiere besonders empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen, und ihre jährliche Wanderung ist eng mit den Wetterbedingungen synchronisiert. Die moderne Straßeninfrastruktur, die sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt hat, hat die Sterblichkeit während dieser Wanderungen deutlich erhöht, was zur Entstehung lokaler Schutzinitiativen geführt hat. Als Reaktion auf diese Bedrohung organisieren in vielen Regionen, insbesondere im erwähnten Bundesland Hessen, lokale Behörden, Umweltorganisationen und zahlreiche Freiwillige Schutzaktionen. Diese bestehen aus dem Aufstellen temporärer Plastikbarrieren entlang neuralgischer Straßenabschnitte, die die Amphibien in eingegrabene Eimer leiten. Anschließend werden die Tiere im Rahmen von „Krötenschutz“-Aktionen von Freiwilligen sicher über die Fahrbahn getragen. Diese Maßnahmen werden von Organisationen wie dem NABU (Naturschutzbund Deutschland) koordiniert. Die Intensität der Wanderung hängt direkt vom Wetter ab. Feuchte Nächte, in denen die Lufttemperatur etwa 5 Grad Celsius übersteigt, bieten optimale Bedingungen für die Wanderung. Kälteperioden, wie sie zuvor vorkamen, führen zu einem Stopp, und die derzeitige Erwärmung beschleunigt die Bewegung der Tiere. Schätzungen zufolge können durch die Schutzmaßnahmen jährlich zehntausende Amphibien gerettet werden, doch viele verenden weiterhin. Die Amphibienwanderung ist nicht nur ein Naturereignis, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der lokalen Umweltbildung. Schulen und Gemeinden beteiligen sich oft an den Umsetzaktionen, was das Bewusstsein für die biologische Vielfalt und den menschlichen Einfluss auf das Ökosystem schärft. Langfristiges Ziel ist die Schaffung dauerhafter Wildtierpassagen, sogenannter „Grünbrücken“ oder Tunnel unter Straßen, die eine sichere Wanderung ermöglichen würden. In der Zwischenzeit stehen jede Frühjahr hunderte Menschen in ganz Deutschland an Straßenrändern bereit, um Erdkröten, Fröschen und Molchen zu helfen, sicher ans Ziel ihrer Reise zu gelangen.