Der Aluminiumhersteller Alba hat am 15. März 2026 Anteil der von Alba gekürzten Aluminiumkapazität seiner Aluminiumproduktionskapazität stillgelegt. Hintergrund sind anhaltende Störungen in der Straße von Hormus, die die Rohstoffversorgung der Industrie am Golf weiter belasten. Am selben Tag wurde im emiratischen Hafen von Fujairah die Ölverladung nach einem Drohnenangriff und einem Brand vom 14. März wieder aufgenommen.

Alba reduziert Kapazität um 19 Prozent

Der bahrainische Aluminiumhersteller Alba legte am 15. März 2026 wegen anhaltender Störungen in der Straße von Hormus 19 Prozent seiner Aluminiumproduktionskapazität still.

Fujairah nimmt Ölverladung wieder auf

Der Hafen von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten nahm am 15. März den Betrieb nach einem Drohnenangriff und Brand vom Vortag wieder auf. Die Jag Laadki lief danach mit Murban-Rohöl in Richtung Indien aus.

Hindalco stoppt Produktion in Indien

Hindalco Industries stellte laut einer von Reuters zitierten Unternehmensmitteilung die Produktion extrudierter Aluminiumprodukte ein und verwies auf die Auswirkungen des Krieges mit Iran.

Konflikt belastet Lieferketten über die Region hinaus

Die Störungen bei Aluminium und Energie zeigen nach den vorliegenden Berichten, dass die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts den Golfraum überschreiten und bis nach Südasien reichen.

Weiterer Vorfall in Russlands Energiesektor

In der Region Krasnodar brach am 15. März nach russischen Behördenangaben durch herabfallende Drohnentrümmer ein Feuer in einer Ölanlage aus.

Bahrains Alba hat am 15. März 2026 19 (%) — Anteil der von Alba gekürzten Aluminiumkapazität seiner Aluminiumproduktionskapazität stillgelegt, weil die anhaltenden Störungen in der Straße von Hormus die Versorgung der Industrie am Golf mit Rohstoffen weiter einschränken. Die Produktionskürzung fiel auf denselben Tag, an dem im Hafen von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Ölverladung wieder anlief. Zuvor hatten ein Drohnenangriff und ein Brand am 14. März die Aktivitäten an dem Terminal vorübergehend unterbrochen. Auch Indiens Hindalco Industries stellte nach einer von Reuters zitierten Unternehmensmitteilung die Produktion extrudierter Aluminiumprodukte ein und verwies dabei auf die Auswirkungen des Krieges mit Iran. Die Störungen zeigen, dass sich die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts deutlich über die Region hinaus bis nach Südasien ausweiten.

Nach Reuters-Berichten eskalierte die Militärkampagne der Vereinigten Staaten und Israels gegen Iran am 28. Februar 2026. Iran ging anschließend dazu über, die Straße von Hormus weitgehend zu blockieren, einen maritimen Engpass, über den ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Gaslieferungen transportiert wird. Der Hafen von Fujairah an der Ostküste der Vereinigten Arabischen Emirate ist eine wichtige alternative Exportroute für Murban-Rohöl, das über eine Landpipeline unter Umgehung der Straße von Hormus ausgeführt wird. Alba, das 1971 den kommerziellen Betrieb aufnahm, zählt zu den größten Aluminiumhütten der Welt und ist in hohem Maß auf Energie- und Rohstofflieferungen angewiesen, die über maritime Routen der Region ankommen. Hindalco Industries ist ein indischer Hersteller von Aluminium- und Kupferprodukten, gehört zur Aditya Birla Group und ist in der Forbes Global 2000 gelistet.

Der Hafen von Fujairah nahm die Ölverladung am 15. März wieder auf, wie eine von Reuters zitierte Quelle aus der Branche sagte, nachdem ein Drohnenangriff am 14. März einen Brand ausgelöst und eine vorübergehende Unterbrechung erzwungen hatte. Ein unter indischer Flagge fahrendes Schiff, die Jag Laadki, das Murban-Rohöl geladen hatte, verließ Fujairah nach Reuters-Angaben am 15. März nach der Wiederaufnahme des Terminalbetriebs sicher in Richtung Indien. Iran hatte am Samstag nach US-Angriffen auf Anlagen auf der Insel Kharg neue Attacken auf Häfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten angedroht und die Bevölkerung nach Websuchergebnissen unter Berufung auf Reuters aufgefordert, Gebiete in der Nähe möglicher Ziele zu verlassen. Die strategische Bedeutung des Hafens für die globalen Energiemärkte ergibt sich aus seiner Rolle als zweitgrößter Bunkerhafen der Welt und als wichtigster maritimer Ausfuhrpunkt für Rohöl aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, das die nun gestörte Passage durch Hormus umgeht. Der Angriff auf Fujairah war damit ein direkter Schlag gegen eine der wenigen verbliebenen funktionierenden Exportverbindungen der Ölproduzenten am Golf.

Unabhängig davon brach am 15. März in einer Ölanlage in der russischen Region Krasnodar ein Feuer aus, das nach Angaben russischer Behörden, auf die sich Reuters berief, durch herabfallende Drohnentrümmer verursacht wurde. Der Vorfall fügt sich in eine Serie von Zwischenfällen bei der Energieinfrastruktur ein, die sich über das unmittelbare Gebiet des Iran-Konflikts hinaus ausbreiten. Albas Produktionskürzung verdeutlicht, wie schwierig es für Schmelzhütten am Golf geworden ist, Rohstoffe in Aluminiumqualität zu beschaffen, die üblicherweise durch den oder in der Nähe des Hormus-Korridors transportiert werden. Der Produktionsstopp von Hindalco in Indien zeigt, dass die Auswirkungen des Konflikts auf die Lieferketten weit über den Golf hinausreichen und große industrielle Abnehmer in Südasien treffen. Die Kombination aus geringerer Schmelzleistung am Golf und gestörter Produktionskapazität in Indien deutet auf eine Verschärfung der Lage in den globalen Aluminiumlieferketten hin, insbesondere bei extrudierten Produkten für Bau und verarbeitende Industrie. Wie lange Albas Produktionskürzung und der Stopp bei Hindalco andauern werden, blieb nach der bis zum 15. März verfügbaren Berichterstattung offen.