Bei einem Brand an der Migdałowa-Straße im Warschauer Stadtbezirk Ursynów sind am Samstag vier Menschen ums Leben gekommen. Nach ersten Angaben geriet am frühen Nachmittag ein Lieferwagen in Brand, das Feuer griff dann rasch auf ein Nachbargebäude über, in dem sich ein Schießstand im Umbau befand. Mindestens zwei weitere Menschen wurden medizinisch versorgt.

Vier Todesopfer bestätigt

Bei dem Brand in der Migdałowa-Straße 4 im Warschauer Stadtbezirk Ursynów kamen vier Menschen ums Leben. Die Bestätigung erfolgte durch die Polizei und die Feuerwehr.

Feuer griff von Lieferwagen auf Gebäude über

Nach bisherigen Angaben entzündete sich zunächst ein Lieferwagen. Die Flammen breiteten sich anschließend rasch auf ein Nachbargebäude mit einem Schießstand im Umbau aus.

Zwei Menschen wurden medizinisch versorgt

Mehrere Medien nannten zunächst unterschiedliche Verletztenzahlen. Später bestätigten mehrere Quellen übereinstimmend, dass zwei Menschen vor Ort medizinisch betreut wurden.

Keine Waffen im Schießstand

Die Feuerwehr erklärte, der Schießstand sei umgebaut worden. Deshalb hätten sich dort zum Zeitpunkt des Brandes keine Waffen befunden.

Ermittlungen zur Brandursache laufen

Warum der Lieferwagen in Brand geriet und weshalb sich das Feuer so schnell ausbreitete, ist bislang ungeklärt. Die zuständigen Dienste untersuchen den Fall.

Vier Menschen sind am Samstagnachmittag bei einem Brand in der Migdałowa-Straße 4 im Warschauer Stadtbezirk Ursynów ums Leben gekommen, mindestens zwei weitere wurden verletzt. Auslöser war nach bisherigen Angaben ein brennender Lieferwagen, dessen Feuer sich rasch auf ein benachbartes Gebäude ausbreitete, in dem sich ein Schießstand im Umbau befand. Die Feuerwehr erhielt den ersten Notruf laut Polsat News kurz nach 14.00 Uhr Ortszeit. Bestätigt wurde die Zahl der Todesopfer sowohl vom Sprecher der Warschauer Polizei im Gespräch mit TVP Info als auch von Hauptmann Jan Bentkowski, einem Vertreter der Warschauer Feuerwehr, gegenüber der Zeitung Fakt. Betroffen war das Gebäude der Firma Natpoll. Das Feuer breitete sich über das aus, was Feuerwehrleute als inneren Schacht des Gebäudes beschrieben — einen an vier Seiten umschlossenen Innenhof. Unter den Opfern befanden sich laut TVN24 sowohl Menschen, die sich im Gebäude aufgehalten hatten, als auch Personen, die sich im oder am Fahrzeug befanden.

Fünf Feuerwehreinheiten und ein Rettungshubschrauber im Einsatz Fünf Einheiten der Staatlichen Feuerwehr rückten zu dem Einsatz aus. Hinzu kam ein Hubschrauber des Luftrettungsdienstes, der am Einsatzort landete, wie TVN24 berichtete. Zwei Menschen wurden nach Angaben von Super Express vor Ort weiterhin medizinisch betreut, ihr Zustand war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht abschließend beurteilt. Ein von Super Express zitierter Feuerwehrmann sagte, über eine Einlieferung ins Krankenhaus sei bis dahin noch nicht entschieden worden. Zuvor hatten einzelne Medien von höheren Verletztenzahlen berichtet: In einem ersten Bericht von TVN24 war von fünf ins Krankenhaus gebrachten Personen die Rede, Warszawa Nasze Miasto schrieb von sechs Verletzten. Die konsistenteste und später von mehreren Quellen bestätigte Angabe lautete jedoch, dass nach Bestätigung der vier Todesfälle zwei Menschen aktiv medizinisch versorgt wurden. Nach Angaben von Warszawa Nasze Miasto kam bei dem Einsatz auch eine Drehleiter zum Einsatz. Die Feuerwehr brachte den Brand unter Kontrolle und erklärte ihn für gelöscht. Die Arbeiten am Ort dauerten jedoch an, weil die Einsatzkräfte die ausgebrannten Räume weiterhin gründlich durchsuchten.

Keine Waffen in dem Schießstand im Umbau gefunden Eine wesentliche Feststellung am Einsatzort betraf den Schießstand selbst. Feuerwehrleute bestätigten, dass sich dort zum Zeitpunkt des Brandes keine Waffen befanden. „Der Schießstand wurde umgebaut, daher gab es dort keine Waffen.” — unnamed firefighter via Super Express Das Feuer breitete sich im Bereich des inneren Hofs des Gebäudes aus, den ein von Super Express zitierter Feuerwehrmann als „Gebäudeschacht, also den Hof zwischen vier Wänden“ beschrieb. Kunden und Beschäftigte eines Biedronka-Supermarkts, der sich im selben Gebäude befindet, wurden während des Einsatzes evakuiert, wie Warszawa Nasze Miasto unter Berufung auf Schilderungen von Menschen vor Ort berichtete. Die Ursache des Brandes war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht geklärt. Die zuständigen Dienste untersuchten die näheren Umstände des folgenschweren Geschehens. Ein von Super Express zitierter Feuerwehrmann bestätigte zudem, dass die gründliche Durchsuchung des ausgebrannten Raums noch andauerte.

Brandort in Ursynów bleibt abgesperrt, Ermittlungen haben begonnen Ursynów ist einer von 18 Verwaltungsbezirken Warschaus und liegt am linken Ufer der Weichsel. Das Gebiet wurde 1951 in die Stadt eingemeindet und grenzt an die Bezirke Wilanów, Mokotów und Włochy sowie an die Gemeinden Piaseczno, Konstancin-Jeziorna, Raszyn und Leszno. Der Brand in der Migdałowa-Straße zählt zu den tödlichsten städtischen Bränden in Warschau in jüngerer Zeit. An einer einzigen Adresse wurden vier Todesopfer bestätigt. Über der Wohnsiedlung aufsteigende Rauchschwaden waren in Aufnahmen aus der Umgebung der Migdałowa-Straße zu sehen, wie Polsat News berichtete. Das Presseteam der Feuerwehr der Hauptstadt bestätigte die Zahl der Todesopfer gegenüber Super Express unmittelbar. Koordiniert wurde der Einsatz von Feuerwehrleuten der Stadtkommandantur der Staatlichen Feuerwehr der Hauptstadt Warschau. Der diensthabende Beamte der Pressestelle informierte im Laufe des Nachmittags mehrere Medien. Die vollständigen Umstände, unter denen der Brand des Lieferwagens entstand und weshalb sich das Feuer so schnell auf das Nachbargebäude ausbreitete, waren zum Zeitpunkt der Berichterstattung weiter Gegenstand von Ermittlungen. Eine offizielle Ursache wurde zunächst nicht bekanntgegeben.

Mentioned People

  • Jan Bentkowski — Kapitan Państwowej Straży Pożarnej w Warszawie uczestniczący w akcji ratowniczej