Die Feierlichkeiten zum Internationalen Frauentag in Spanien wurden zu einer Plattform für konkrete politische und soziale Forderungen. Von Madrid bis Málaga forderten Tausende Teilnehmer echte Veränderungen im öffentlichen Raum, beim Zugang zu Technologie und in der finanziellen Unabhängigkeit. Schlüsselereignisse wie ein Lauf in der Hauptstadt oder Demonstrationen in Aragonien unterstreichen die Kluft zwischen den bestehenden Gesetzen und der tatsächlichen Gleichberechtigung im Alltag der Bürgerinnen.

Massenlauf in Madrid

An der 13. Auflage des Laufs Carrera por la Igualdad nahmen 2300 Personen teil, um die Idee des gleichen Status von Frauen und Männern zu fördern.

Ungleichheit bei Straßennamen

In Málaga tragen nur 7 % der Straßen Namen, die Frauen würdigen, was zum Symbol für Marginalisierung im städtischen Raum wurde.

Forderung nach digitaler Gleichstellung

Führungskräfte der PSOE in Huelva weisen darauf hin, dass ohne die Schließung der Kompetenzlücke im Netz von vollständiger Gleichberechtigung keine Rede sein kann.

Die Feierlichkeiten zum Internationalen Frauentag in ganz Spanien boten Anlass für eine breite Debatte über den Stand der Gleichberechtigung. In Madrid fand die 13. Auflage des Laufs „Carrera por la Igualdad” (Lauf für die Gleichheit) statt, an dem 2300 Läufer teilnahmen. Die Veranstaltung sollte darauf aufmerksam machen, dass von rechtlichen Erklärungen zu tatsächlichen sozialen Veränderungen übergegangen werden muss. Die Teilnehmer demonstrierten ihre Überzeugung, dass Sport ein wirksames Instrument zur Förderung demokratischer Werte und des gleichen Status aller Bürger ist.

In Málaga thematisierten lokale Strukturen der PSOE die symbolische Präsenz von Frauen im öffentlichen Raum. Aus den vorgelegten Daten geht hervor, dass nur 7 % der Straßen in dieser Stadt Namen tragen, die von Nachnamen von Frauen abgeleitet sind. Begoña Medina, Stadträtin der PSOE in Málaga, bewertete diese Situation eindeutig: „Es un claro ejemplo de que queda mucho por hacer para alcanzar una igualdad real y efectiva” (Es ist ein klares Beispiel dafür, dass noch viel zu tun bleibt, um eine echte und wirksame Gleichstellung zu erreichen.) — Begoña Medina, Stadträtin der PSOE in Málaga. Laut der Stadträtin spiegelt diese Disproportion die historische und systemische Vernachlässigung des Beitrags von Frauen zur Entwicklung der Region wider. Ähnliche Stimmen kamen aus Córdoba, wo sozialistische Aktivistinnen argumentierten, dass die Grundlage der Freiheit von Frauen ihre vollständige wirtschaftliche Unabhängigkeit sein müsse, ohne die andere Rechte nur theoretisch blieben.

Die Feierlichkeiten zum Internationalen Frauentag am 8. März sind ein jährlicher Anlass für globale Demonstrationen für Gleichberechtigung, den Kampf gegen Diskriminierung und das Gedenken an historische Errungenschaften von Frauen. In Spanien ist der Tag besonders sichtbar, oft verbunden mit Massenmärschen und Streiks.

In Huelva konzentrierte sich die Diskussion auf moderne Technologien. María Eugenia Limón, Generalsekretärin der PSOE in dieser Region, betonte, dass sich die heutigen Barrieren in die virtuelle Welt verlagert hätten. „No habrá igualdad real sin igualdad digital” (Ohne digitale Gleichheit gibt es keine echte Gleichstellung.) — María Eugenia Limón, Generalsekretärin der PSOE in Huelva – stellte sie fest und verwies auf Lücken bei den digitalen Kompetenzen sowie das Phänomen von Gewalt im Netz als Haupthemmnisse für die junge Frauengeneration. Unterdessen organisierte die Koalition CHA in Aragonien eine Reihe von Happenings auf städtischen Plätzen. Isabel Lasobras, Generalsekretärin der CHA, merkte an, dass die Rechte von Frauen trotz legislativer Fortschritte weiterhin auf Widerstand stoßen und von einigen politischen Kreisen in Frage gestellt werden.

Straßennamen in Málaga (Frauen) 7% Straßennamen in Málaga (Männer/Andere) 93%

Die Zusammenfassung der Bestrebungen nach systemischen Veränderungen war die Aussage der Regionalregierungsbeamtin Vega, die auf die Notwendigkeit täglicher Basisarbeit verwies. „La igualdad se construye cada día con el compromiso de toda la sociedad” (Gleichstellung wird jeden Tag mit dem Engagement der gesamten Gesellschaft aufgebaut.) — Vega, Beamtin der Regionalregierung. Ihre Worte spiegeln die vorherrschende Ansicht in der spanischen Debatte wider, dass der Aufbau von Gleichheit ein Prozess ist, der das Engagement nicht nur der staatlichen Verwaltung, sondern aller Gesellschaftsschichten erfordert. 2300 Teilnehmer des Laufs in Madrid sind ein Beleg für die große soziale Mobilisierung rund um diese Forderungen.

Mentioned People

  • Isabel Lasobras — Generalsekretärin der Partei CHA in Aragonien
  • Vega — Beamtin der Regionalregierung