Finnland führt den World Happiness Report 2026 zum neunten Mal in Folge an. Zugleich erreicht Costa Rica als erstes lateinamerikanisches Land in der 14-jährigen Geschichte des Berichts die Top fünf und belegt Rang vier. Auffällig ist zudem der Rückgang mehrerer englischsprachiger Länder, während in Nordamerika und Westeuropa junge Menschen deutlich geringere Zufriedenheitswerte angeben als Ältere.
Finnland erneut auf Platz eins
Finnland führt den World Happiness Report 2026 zum neunten Mal in Folge an und hält die Spitzenposition seit 2018.
Costa Rica erreicht historischen vierten Rang
Costa Rica ist als erstes lateinamerikanisches Land in der 14-jährigen Geschichte des Berichts in die Top fünf vorgestoßen.
Englischsprachige Länder verlieren an Boden
Das Vereinigte Königreich fällt auf Rang 29, die Vereinigten Staaten auf 23, Kanada auf 25 und Australien liegt auf Platz 15.
Polen verbessert sich auf Rang 31
Polen steigt in der Rangliste und wird in der polnischsprachigen Berichterstattung als Beispiel für eine bemerkenswerte Verbesserung genannt.
Junge Menschen im Westen weniger zufrieden
In Nordamerika und Westeuropa berichten junge Menschen laut Bericht deutlich niedrigere Zufriedenheitswerte als ältere Generationen.
Finnland ist im World Happiness Report 2026 zum neunten Mal in Folge als glücklichstes Land der Welt eingestuft worden. Costa Rica schrieb zugleich Geschichte und erreichte als erstes lateinamerikanisches Land einen Platz unter den fünf bestplatzierten Staaten; das Land kam auf Rang vier. Der Bericht ist eine gemeinsame Veröffentlichung von Gallup, dem Wellbeing Research Centre in Oxford sowie dem UN Sustainable Development Solutions Network. Er ordnet die Länder anhand eines Dreijahresdurchschnitts von Lebenseinschätzungen auf einer Skala von null bis zehn ein und bezieht dabei Faktoren wie Bruttoinlandsprodukt, soziale Unterstützung und Freiheit ein. Veröffentlicht wurden die Ranglisten am 19. März 2026. Sie lenkten den Blick auf aufsteigende und absteigende Länder in verschiedenen Weltregionen.
Costa Rica erstmals unter den fünf Bestplatzierten Der Aufstieg Costa Ricas auf Rang vier markiert eine Verschiebung in einem Bericht, der historisch von nordischen Staaten geprägt war. In der 14-jährigen Geschichte der Erhebung erreichte damit erstmals ein lateinamerikanisches Land die Top fünf. Der World Happiness Report wurde über lange Zeit von skandinavischen und nordischen Ländern bestimmt; Finnland, Dänemark, Island und Schweden belegten regelmäßig vordere Plätze. Dass Costa Rica nun in diese Gruppe vorstößt, spricht für eine breitere geografische Verteilung der Spitzenplätze. Der Bericht führt hohe Zufriedenheitswerte unter anderem auf enge Gemeinschaften, soziale Unterstützungsstrukturen und ein Gefühl persönlicher Freiheit zurück. Die BBC berichtete, Bewohner der bestplatzierten Länder hätten konkrete Aspekte des Alltagslebens als zentral für ihr Wohlbefinden genannt, von dem in den nordischen Ländern verbreiteten Vertrauen in Institutionen bis zum Gemeinschaftsgefühl in Costa Rica.
Der World Happiness Report erscheint seit 2012 jährlich; 2026 ist damit seine 14. Ausgabe. Finnland hält den Spitzenplatz seit 2018 und kommt nun auf eine Serie von neun Jahren. Grundlage der Rangliste ist der Gallup World Poll, in dem die Befragten ihr eigenes Leben auf einer Leiter von null bis zehn bewerten; die Ergebnisse werden über drei Jahre gemittelt, um kurzfristige Schwankungen abzufedern.
Großbritannien verliert sechs Plätze, englischsprachige Länder geben nach Das Vereinigte Königreich fiel in der Rangliste 2026 um sechs Plätze auf Rang 29 und setzte damit einen Abwärtstrend unter großen englischsprachigen Ländern fort. Die Vereinigten Staaten kamen nach den Ergebnissen des Berichts auf Rang 23, Kanada auf Rang 25 und Australien auf Rang 15. Polen entwickelte sich in die entgegengesetzte Richtung und verbesserte sich auf Platz 31; in der polnischsprachigen Berichterstattung zum Bericht wurde dies als bemerkenswerte Verbesserung beschrieben. Die BBC hob den Rückgang des Vereinigten Königreichs in ihrer Überschrift besonders hervor und wertete das Minus von sechs Plätzen als eine wesentliche Entwicklung für ein Land, das unter wohlhabenden westlichen Staaten historisch meist höher platziert war. Das Auseinanderlaufen steigender Werte in Mitteleuropa und sinkender Werte in anglophonen Ländern gehört zu den meistdiskutierten Mustern der diesjährigen Ausgabe.
Finnland: 1, Costa Rica: 4, Australien: 15, Vereinigte Staaten: 23, Kanada: 25, Vereinigtes Königreich: 29, Polen: 31
Afghanistan bleibt Schlusslicht, junge Menschen im Westen weniger zufrieden Afghanistan belegte unter allen berücksichtigten Ländern erneut den letzten Platz und blieb damit das Land mit den niedrigsten Zufriedenheitswerten weltweit. Der Bericht hebt zudem eine generationelle Dimension hervor: In Nordamerika und Westeuropa berichten junge Menschen von deutlich geringerer Zufriedenheit als ältere Generationen. Die Autoren gingen diesem Muster ausführlich nach. Der Befund verleiht der Gesamtrangliste zusätzliche Komplexität, weil aggregierte nationale Werte wachsende Unterschiede innerhalb eines Landes nach Altersgruppen verdecken können. Die Autoren des Berichts wollen die wichtigsten Ergebnisse, darunter den Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und dem Wohlbefinden, am 20. März 2026 um 16:00 UTC in einer Live-Sitzung erörtern. Die Kombination aus der finnischen Rekordserie, dem historischen Vorstoß eines lateinamerikanischen Landes und sinkenden Werten unter jüngeren Menschen in westlichen Ländern macht die Ausgabe 2026 zu einer der analytisch ergiebigeren in der Geschichte des Berichts.
Mentioned People
- John F. Helliwell — Ekonomista i redaktor założyciel World Happiness Report