Der Landesverband der Alternative für Deutschland (AfD) in Brandenburg kommt am 14. März 2026 in Jüterbog zu einem zweitägigen Parteitag zusammen, um einen neuen Vorstand zu wählen.

Neuwahl des Landesvorstands

Die AfD Brandenburg wählt auf ihrem Parteitag in Jüterbog eine neue Führung für die kommende Amtszeit.

Strukturreform geplant

Die Partei debattiert über die Umstellung von Mitgliederversammlungen auf ein Delegiertensystem.

Wiederwahl von René Springer

Der amtierende Landesvorsitzende René Springer stellt sich zur Wiederwahl für den Parteivorsitz.

Der Brandenburger Landesverband der Alternative für Deutschland (AfD) wird am 14. März 2026 in Jüterbog zu einem zweitägigen Landesparteitag zusammenkommen, bei dem die Neuwahl der Parteiführung im Mittelpunkt steht. Das primäre Ziel der Zusammenkunft ist die Wahl eines neuen Landesvorstands, der die Organisation durch die kommende Amtszeit führen soll. Delegierte und Mitglieder werden sich über das Wochenende vom 14. bis 15. März treffen, um ihre Stimmen abzugeben. Dieses Treffen findet statt, während die Partei weiterhin ihre Position innerhalb der regionalen politischen Landschaft Brandenburgs auslotet. Es wird erwartet, dass rund um den Veranstaltungsort in Jüterbog Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, um einen störungsfreien Ablauf der Versammlung zu gewährleisten. Die AfD Brandenburg wurde 2013 als regionaler Ableger der Bundespartei gegründet, die sich ursprünglich auf die Ablehnung der Euro-Währung konzentrierte. Im Laufe des folgenden Jahrzehnts bewegte sich der Landesverband in Richtung radikalerer Positionen, was dazu führte, dass das regionale Landesamt für Verfassungsschutz ihn im Jahr 2024 als „gesichert rechtsextrem“ einstufte. Diese Einstufung ermöglicht es den Inlandsgeheimdiensten, Überwachungsmaßnahmen gegen die Organisation einzusetzen. René Springer übernahm 2024 den Vorsitz und trat damit die Nachfolge früherer Führungskräfte in einer Phase interner Umstrukturierungen an.

Ein wesentlicher Punkt auf der Tagesordnung des Parteitags betrifft einen Änderungsvorschlag zur internen Satzung der Partei bezüglich der Organisation künftiger Versammlungen. Die Parteiführung wird einen Plan vorstellen, um von Mitgliederversammlungen auf ein Delegiertensystem für zukünftige Treffen auf Landesebene umzustellen. Derzeit erlaubt die AfD Brandenburg häufig jedem einzelnen Mitglied die Teilnahme und Stimmabgabe, eine Praxis, die mit wachsenden Mitgliederzahlen logistisch zunehmend herausfordernd geworden ist. Befürworter der Änderung argumentieren, dass kleinere, auf Delegierte ausgerichtete Treffen effizienter und in Standardräumlichkeiten leichter durchzuführen seien. Die Debatte über diese strukturelle Veränderung dürfte einen Schwerpunkt der internen Beratungen an diesem Wochenende bilden.

René Springer, der amtierende Landesvorsitzende und Mitglied des Bundestages, wird sich voraussichtlich während des Parteitags zur Wiederwahl stellen. Springer führt den Landesverband seit 2024 und fungiert zudem als Sprecher für Arbeit und Soziales der AfD-Fraktion im Bundesparlament. Seine Amtszeit war geprägt von der Einstufung der Partei als „gesichert rechtsextrem“ durch das Amt für Verfassungsschutz. Trotz der rechtlichen und nachrichtendienstlichen Prüfung, die mit dieser Bezeichnung einhergeht, unterhält die Partei eine robuste organisatorische Präsenz in Brandenburg. Die Ergebnisse der Vorstandswahl werden darüber entscheiden, ob der aktuelle Führungskurs für die kommende Legislaturperiode beibehalten wird.

Zeitplan des AfD-Landesparteitags Brandenburg: — ; — ; —