Ein russischer LNG-Tanker mit 62.000 Tonnen Flüssigerdgas ist im Mittelmeer nach einem Angriff ukrainischer See-Drohnen gesunken. Die gesamte 30-köpfige Besatzung wurde von den Streitkräften Maltas gerettet, während Moskau Kiew des internationalen Terrorismus beschuldigt.

Angriff und Untergang

Die Arctic Metagaz sank 240 km nördlich von Syrta nach einer Serie von Explosionen, die durch See-Drohnen ausgelöst wurden.

Rettung der Besatzung

30 russische Seeleute wurden von maltesischen Diensten aus einem Rettungsboot aufgenommen; ihr Zustand ist gut.

Terrorismusvorwürfe

Wladimir Putin nannte den Vorfall einen Akt der Piraterie und beschuldigte die Ukraine, die Operation von libyschem Territorium aus durchgeführt zu haben.

Ausweitung des Konflikts

Der Vorfall bedeutet eine beispiellose Verlagerung der Kriegshandlungen in den Mittelmeerraum.

Der russische LNG-Tanker Arctic Metagaz ist im Mittelmeer nach einem Angriff ukrainischer See-Drohnen gesunken, der sich etwa 240 Kilometer nördlich des libyschen Hafens Syrta ereignete. Das Schiff, das etwa 62.000 Tonnen Flüssigerdgas (LNG) geladen hatte, wurde zum Ziel eines Angriffs, der eine Serie von Explosionen und ein Feuer an Bord auslöste. Nach Agenturberichten ereignete sich der Vorfall in internationalen Gewässern, und das Schiff ging schließlich nach mehrtägigem Treiben auf See unter. Dieser Angriff stellt eine erhebliche Ausweitung des Kriegsschauplatzes auf Gewässer dar, die weit von der unmittelbaren Nachbarschaft der Ukraine und Russlands entfernt sind. Syrta war der nächstgelegene Landbezugspunkt für den Ort des Geschehens.

Alle 30 Besatzungsmitglieder, die russische Staatsbürger sind, konnten das Schiff sicher verlassen, bevor es sank. Die Rettungsaktion wurde von den Streitkräften Maltas durchgeführt, die die Seeleute in einem Rettungsboot auf offener See fanden. Der maltesische Innenminister, Byron Camilleri, bestätigte, dass alle Geretteten unversehrt und bei guter Gesundheit aufgefunden wurden. „The crew was found safe and sound in a lifeboat” (Die Besatzung wurde sicher und gesund in einem Rettungsboot aufgefunden.) — Byron Camilleri via BBC Der Seetransport von LNG ist nach 2022 zu einem Schlüsselelement der globalen Energiesicherheit geworden. Die russische Flotte von LNG-Tankern wird von westlichen Diensten im Rahmen der Sanktionen gegen den Energiesektor des Kremls systematisch überwacht. Frühere Angriffe auf russische zivile und militärische Einheiten beschränkten sich hauptsächlich auf das Schwarze Meer.

Offizielle Stellen in Moskau reagierten scharf auf den Verlust des Schiffes und warfen der ukrainischen Seite einen Akt des internationalen Terrorismus und der Seepiraterie vor. Der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) enthielt sich eines offiziellen Kommentars zu diesem Vorfall und behielt damit seine bisherige Strategie bei, Operationen in entfernten Gewässern nicht zu bestätigen. Der Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, Serhij Sternenko, veröffentlichte jedoch in sozialen Medien visuelles Material, das die beschädigte Einheit in Flammen zeigt. Ablauf des Arctic-Metagaz-Vorfalls: 3. März — Drohnenangriff; 4. März — Untergang; 5. März — Rettungsaktion; 12. März — Statusbestätigung

Dieser Vorfall weckt ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Handelsrouten im Mittelmeer, das eine Schlüsselader für die Energieversorgung Europas ist. Experten weisen auf die wachsende Bedrohung durch unbemannte Oberflächenfahrzeuge hin, die Hunderte von Meilen von ihren Basen entfernt operieren und den Transport strategischer Rohstoffe lahmlegen können. Details zum Schiff und Vorfall: 1. Schiffsname — Arctic Metagaz; 2. Ladung — 62.000 Tonnen; 3. Besatzungsstärke — 30 Personen; 4. Lage — 240 km von Syrta

Mentioned People

  • Byron Camilleri — Maltesischer Anwalt und Politiker der Labour Party, Mitglied des maltesischen Parlaments, Minister für Inneres, Sicherheit und Beschäftigung.
  • Władimir Putin — Präsident Russlands, der die Ukraine des internationalen Terrorismus beschuldigte.
  • Serhij Sternenko — Ukrainischer Blogger und Berater des ukrainischen Verteidigungsministers.