In Polen sind am 17. März 2026 neue Vorschriften gegen zu schnelles Fahren außerhalb geschlossener Ortschaften in Kraft getreten. Noch am selben Tag registrierte die Polizei erste Verstöße. In der Woiwodschaft Podkarpackie wurden 20 Führerscheine eingezogen, zudem wurde ein 48-Jähriger im Schnellverfahren verurteilt, der trotz drei lebenslanger Fahrverbote mit mehr als 3 Promille Alkohol im Blut unterwegs war.
20 Führerscheine in Podkarpackie eingezogen
Am 17. März 2026, dem ersten Tag der neuen Regeln gegen Tempoverstöße außerhalb geschlossener Ortschaften, wurden in der Woiwodschaft Podkarpackie 20 Führerscheine eingezogen.
33 Strafpunkte bei einer Kontrolle
Ein Fahrer aus derselben Region erhielt neben einem hohen Bußgeld 33 Strafpunkte aus einer einzigen Verkehrskontrolle.
Trunkenfahrer trotz drei lebenslanger Fahrverbote verurteilt
Ein 48-Jähriger mit mehr als 3 Promille Alkohol im Blut wurde im beschleunigten Verfahren verurteilt und verlor sein Auto als Teil der Strafe.
Weitere Einsätze in Trójmiasto und Łódź
Ein Polizist außer Dienst stoppte im Raum Trójmiasto einen betrunkenen Fahrer. In der Region Łódź endete eine Verfolgungsfahrt mit einer Festnahme.
Waldbrandkampagne gestartet
Zeitgleich begann in Polen die Kampagne „Lasy pod specjalnym nadzorem“, die den Start der Phase erhöhten Waldbrandrisikos markiert.
Die polnische Verkehrspolizei hat am 17. März 2026, dem ersten Tag der neuen Vorschriften gegen überhöhte Geschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften, mehrere Verstöße registriert. In der Woiwodschaft Podkarpackie zogen die Behörden noch am selben Tag 20 Fahrerinnen und Fahrern den Führerschein ein, weil sie zu schnell unterwegs gewesen seien. Zudem verfolgten die Behörden in derselben Region einen 48-jährigen Mann strafrechtlich, der mit mehr als 3 Promille Alkohol im Blut gefahren war, obwohl gegen ihn bereits drei lebenslange Fahrverbote bestanden.
Polen stützt seine Verkehrssicherheitsdurchsetzung seit Jahren maßgeblich auf ein System von Strafpunkten und den Entzug von Fahrerlaubnissen. Trunkenheit am Steuer ist nach polnischem Recht eine Straftat, und Gerichte können als zusätzliche Sanktion die Einziehung eines Fahrzeugs anordnen. Lebenslange Fahrverbote können von Gerichten bei besonders schweren Verkehrsdelikten verhängt werden. Mehrere solche Verbote nebeneinander hindern eine Person jedoch nicht automatisch daran, tatsächlich ein Fahrzeug zu führen.
Nach Angaben der polnischen Polizei traten die neuen Regeln gegen zu schnelles Fahren außerhalb geschlossener Ortschaften am 17. März in Kraft und führten noch am selben Tag zu den ersten erfassten Verstößen. In der Woiwodschaft Podkarpackie zogen Polizeibeamte nach Angaben der dortigen Polizei 20 Führerscheine als unmittelbare Folge überhöhter Geschwindigkeit ein. Ein weiterer Fall aus derselben Region betraf einen Fahrer, gegen den neben einem hohen Bußgeld auch 33 (penalty points) — 33 Strafpunkte bei einer einzigen Verkehrskontrolle verhängt wurden, wie die Polizei in Podkarpackie mitteilte. Das Strafpunktesystem soll Wiederholungstäter aus dem Verkehr ziehen. Eine Gesamtzahl von 33 Punkten aus einem einzelnen Vorfall stellt in diesem Rahmen eine erhebliche Sanktion dar.
Drei lebenslange Fahrverbote hielten Trunkenfahrer in Podkarpacie nicht auf Der schwerwiegendste Einzelfall des Tages wurde aus der Woiwodschaft Podkarpackie gemeldet. Dort stoppte die Polizei nach Angaben der Regionalpolizei und des regionalen Mediums Nowiny einen 48-jährigen Mann, der mit mehr als 3 Promille Alkohol im Blut unterwegs war. Zum Zeitpunkt des Vorfalls bestanden gegen ihn bereits drei lebenslange Fahrverbote. Frühere Gerichtsentscheidungen hatten ihm das Recht, ein Fahrzeug zu führen, damit bereits in drei getrennten Fällen dauerhaft entzogen. Gegen den Mann wurde im beschleunigten Verfahren vorgegangen. Er erhielt noch am selben Tag ein Urteil und verlor im Rahmen der Strafe auch sein Auto, wie beide Quellen berichteten. Der Fall verdeutlicht die Grenzen gerichtlicher Sanktionen, wenn entschlossene Wiederholungstäter trotz Verbots erneut am Straßenverkehr teilnehmen.
Polizist außer Dienst stoppt Trunkenfahrer, Verfolgungsfahrt endet mit Festnahme in Łódź Im Raum Trójmiasto griff nach Angaben von trojmiasto.pl ein Polizist außerhalb des Dienstes ein, um einen betrunkenen Fahrer festzusetzen. Der Beamte handelte eigenständig, obwohl er keinen Dienst hatte, und übergab den Fall anschließend an seine Kolleginnen und Kollegen im Einsatz. Unabhängig davon wurde in der Region Łódź nach Angaben der dortigen Polizei ein Mann nach einer Verfolgungsfahrt festgenommen. Die Beamten verfolgten das Fahrzeug und nahmen den Fahrer schließlich in Gewahrsam. Weitere Einzelheiten zu den Umständen der Verfolgung wurden im vorliegenden Quellenmaterial nicht bestätigt. Die Häufung solcher Vorfälle in mehreren polnischen Regionen an einem einzigen Tag fiel mit dem Start der neuen Tempovorschriften zusammen und deutet auf eine landesweit verstärkte Kontrolle hin.
Kampagne zur Waldbrandprävention startet in ganz Polen Neben den Maßnahmen zur Verkehrssicherheit begann am 17. März nach Angaben der Gazeta Olsztynka auch eine Brandschutzkampagne mit dem Titel „Lasy pod specjalnym nadzorem“ – Wälder unter besonderer Aufsicht. Die Kampagne markiert den Beginn der Zeit mit erhöhtem Waldbrandrisiko in Polen, in der die Behörden Überwachung und Streifentätigkeit verstärken. Weitere operative Angaben zu Reichweite oder Dauer der Kampagne wurden im verfügbaren Quellenmaterial nicht bestätigt.