Am 13. März 2026 erreichte Lava des Vulkans Piton de la Fournaise die Nationalstraße RN2 auf der Insel La Réunion und unterbrach damit erstmals seit 19 Jahren die wichtige Verkehrsader.
Unterbrechung der RN2
Erstmals seit 19 Jahren hat Lava die wichtige Nationalstraße RN2 auf La Réunion blockiert.
Keine Personenschäden
Die Lava floss durch ein unbewohntes Gebiet, weshalb keine Häuser oder Personen gefährdet wurden.
Behördliche Überwachung
Das vulkanologische Observatorium überwacht den weiteren Verlauf des Lavastroms in Richtung Meer.
Die Lavaströme überquerten die Straße am Kilometerpunkt 80 im Sektor Saint-Philippe an der Südflanke des Vulkans. Lokale Behörden bestätigten, dass das geschmolzene Gestein am Freitag die Fahrbahn erreichte und damit die primäre Verbindung zwischen dem südlichen und dem östlichen Teil des französischen Übersee-Départements effektiv kappte. Dieses Ereignis stellt den ersten Fall dar, bei dem Lava seit einem größeren Ausbruch im Jahr 2007 die RN2 erreichte. Die Nationalstraße RN2 bleibt im betroffenen Bereich für den Verkehr gesperrt, während sich der Lavastrom weiter ansammelt. Der Piton de la Fournaise ist ein Schildvulkan, der 2.632 Meter über dem Meeresspiegel aufragt und als einer der aktivsten Vulkane der Welt gilt. Ähnlich wie bei der hawaiianischen Inselkette wird seine Aktivität durch einen vulkanischen Hotspot im Indischen Ozean angetrieben. Die bedeutendste jüngste Störung der Inselinfrastruktur durch den Vulkan ereignete sich im Jahr 2007, als massive Lavaströme nach dem Überqueren der Küstenstraße das Meer erreichten.
Der aktuelle Ausbruch begann am 18. Januar 2026 nach einer Phase erhöhter seismischer Aktivität, die vom Vulkanologischen Observatorium des Piton de la Fournaise überwacht wurde. Im Verlauf von fast zwei Monaten legten drei verschiedene Lavazweige etwa 7 Kilometer an den Hängen des Vulkans zurück, bevor sie die Küsteninfrastruktur erreichten. Experten stellten fest, dass der Strom durch das Grand Brûlé floss, eine steile und unbewohnte Zone, die besonders anfällig für solche vulkanischen Ereignisse ist. Obwohl die Straße eine lebenswichtige Verkehrsverbindung darstellt, ereignete sich die Blockade in einer Region, in der keine Wohngebäude oder Privatgrundstücke gefährdet waren. Das vulkanologische Observatorium verfolgt weiterhin das Vorrücken des geschmolzenen Gesteins in Richtung Ozean. 7 (kilometers) — zurückgelegte Distanz der Lavazweige bis zum Erreichen der Straße
Trotz der Beeinträchtigung des regionalen Reiseverkehrs hat das Ereignis erhebliches öffentliches Interesse geweckt, wobei sich Hunderte von Anwohnern und Touristen in der Nähe des Sicherheitsperimeters versammelten, um das Spektakel zu beobachten. Lokale Berichte deuten darauf hin, dass seit dem Herannahen der Lava an die Straße über tausend Menschen das Gebiet von Saint-Philippe besucht haben, wobei viele den Anblick als seltenes Naturphänomen beschrieben. Die Behörden haben Sicherheitszonen eingerichtet, um sicherzustellen, dass die Zuschauer einen sicheren Abstand zu den hochtemperierten Strömen und vulkanischen Gasen einhalten. Es wurden keine Verletzungen oder strukturellen Schäden an Häusern gemeldet, da der Pfad der Lava innerhalb des ausgewiesenen vulkanischen Einschlussgebiets blieb. Die Lokalregierung bewertet derzeit die langfristigen Auswirkungen auf die Logistik der Insel, da die östliche Route in zwei Teile gespalten bleibt. „C'est une opportunité unique” (Es ist eine einzigartige Gelegenheit) — Lokaler Anwohner via Franceinfo Piton de la Fournaise Ausbruch 2026: — ; — ; —