Die US-Armee hat erstmals eine größere offizielle Bilanz ihrer Verluste im Krieg gegen Iran vorgelegt: 13 Soldaten seien getötet und nahezu 200 verletzt worden. Die Opfer verteilen sich demnach auf sieben Länder. Zugleich widersprechen sich Berichte darüber, ob Washington und Teheran seit Kriegsbeginn überhaupt direkten diplomatischen Kontakt aufgenommen haben.
US-Armee nennt erstmals höhere Verlustzahlen
Nach Angaben der US-Armee wurden im Krieg gegen Iran 13 amerikanische Soldaten getötet und nahezu 200 verletzt. Die Opfer verteilen sich auf sieben Länder, die in den Berichten nicht benannt werden.
Widersprüchliche Berichte über direkte Kontakte
Außenminister Abbas Araghchi bestreitet direkte Kontakte zu Steven Witkoff seit Kriegsbeginn. rmf24.pl meldete dagegen, Teheran und Washington hätten erstmals direkte Verbindungen hergestellt.
Teheran warnt vor „einem weiteren Vietnam“
Iran erklärte laut ANSA, eine Entsendung amerikanischer Bodentruppen würde in einen langwierigen und nicht zu gewinnenden Krieg münden.
142 Verletzte in Israel binnen eines Tages
Nach ANSA wurden in Israel innerhalb von 24 Stunden infolge iranischer Angriffe 142 Menschen verletzt.
Analyse sieht politischen Nutzen für Netanyahu
Eine Analyse des griechischen Senders SKAI hält es für möglich, dass der Krieg Benjamin Netanyahus innenpolitische Stellung stärkt.
Die US-Armee hat im andauernden Krieg gegen Iran nach eigenen Angaben 13 gefallene Soldaten und nahezu 200 Verletzte in sieben Ländern verzeichnet. Damit liegt erstmals eine größere offizielle Bilanz amerikanischer Verluste in diesem Konflikt vor, wie N-tv und Ziare.com berichteten. In den verfügbaren Berichten wurden die betroffenen Länder nicht im Einzelnen genannt.
Araghchi weist Axios-Bericht zu Gesprächen mit Witkoff entschieden zurück Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat einen Bericht von Axios zurückgewiesen, wonach Iran direkten Kontakt zum US-Sondergesandten Steven Witkoff aufgenommen habe. Araghchi erklärte, die letzte Kommunikation zwischen beiden Seiten habe vor Kriegsbeginn stattgefunden.
Das Dementi erfolgte nur Stunden, nachdem der polnische Sender rmf24.pl unter Berufung auf Medienberichte gemeldet hatte, Iran und die Vereinigten Staaten hätten seit Beginn des Konflikts erstmals direkte Kontakte hergestellt. Beide Darstellungen widersprechen sich unmittelbar. Bis Montagabend gab es für keine der beiden Versionen eine unabhängige Bestätigung.
Araghchis von ANSA zitierte Erklärung enthielt keine weiteren Angaben zur Art des Kontakts oder zum genauen Zeitpunkt der von ihm erwähnten Vorkriegskommunikation. Die widersprüchlichen Berichte verweisen auf die geringe Transparenz möglicher informeller diplomatischer Kanäle zwischen den beiden Kriegsgegnern.
US-Verluste in sieben Ländern, Teheran warnt vor einer Neuauflage Vietnams Die Mitteilung der US-Armee über 13 (soldiers killed) — amerikanische Militärtote im Krieg gegen Iran sowie nahezu 200 Verwundete ist die erste größere offizielle Aufstellung amerikanischer Verluste in diesem Krieg. Das geht aus Berichten von N-tv und Ziare.com hervor. Die Opfer verteilen sich auf sieben Länder. In den verfügbaren Berichten wurden die konkreten Orte jedoch nicht genannt.
Teheran warnte nach einem gesonderten Bericht von ANSA zudem, jede Entsendung amerikanischer Bodentruppen werde zu „einem weiteren Vietnam“ führen. Damit spielte die iranische Führung auf die Gefahr eines langwierigen und militärisch nicht zu gewinnenden Bodenkriegs an. Die Warnung richtete sich ersichtlich an Washington, nachdem über das mögliche Ausmaß eines amerikanischen Militäreinsatzes spekuliert worden war.
Zugleich beschuldigte Iran die IDF, nach israelischen Angriffen auf Treibstofflager einen „Ökozid“ begangen zu haben. Teheran stellte die Umweltschäden damit als bewussten Akt der Zerstörung dar, der aus iranischer Sicht über die Grenzen konventioneller Kriegführung hinausgeht.
142 Verletzte in Israel binnen 24 Stunden, Netanyahus Position gefestigt In Israel wurden infolge iranischer Angriffe innerhalb von 24 Stunden 142 Menschen verletzt. Das berichtete ANSA am 16. März. Die Zahl verdeutlicht die anhaltenden unmittelbaren Folgen des Konflikts für israelische Zivilisten und Militärangehörige.
Unabhängig davon kam eine vom griechischen Sender SKAI veröffentlichte Analyse zu dem Schluss, der Krieg mit Iran könnte sich letztlich als politischer Erfolg für den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu erweisen. Dessen innenpolitische Stellung sei durch den Konflikt geprägt worden. Die Analyse führte nicht im Einzelnen aus, durch welche Mechanismen Netanyahu politisch profitieren könnte. Die Deutung legt jedoch nahe, dass die Bündelung von Unterstützung in Kriegszeiten dabei eine Rolle spielt.
Bestätigte Angaben über zivile Opfer auf iranischer Seite aus demselben 24-Stunden-Zeitraum lagen nicht vor.
Der Konflikt zwischen Israel und Iran weitete sich nach Jahren von Stellvertreterauseinandersetzungen und direkten Raketenangriffen zu einem offenen Krieg aus. Beide Staaten befanden sich lange in einem Zustand nicht erklärter Feindseligkeit. Iran unterstützte bewaffnete Gruppen in der Region, während Israel Ziele mit Verbindungen zu Iran angriff. Die Vereinigten Staaten, die seit Langem eine bedeutende Militärpräsenz im Nahen Osten unterhalten, wurden nach Ausbruch umfassender Kampfhandlungen unmittelbar in den Konflikt hineingezogen. Die Formulierung „ein weiteres Vietnam“ knüpft an eine seit Langem bekannte iranische Rhetorik an, mit der vor einem direkten amerikanischen Bodeneinsatz in der Region gewarnt wird.
200 (soldiers wounded) — Verwundete des US-Militärs im Krieg gegen Iran in sieben Ländern
Getötet: 13, Verwundet: 200