Das diesjährige Super-Bowl-Finale wurde zum Schauplatz eines politischen Gefechts nach dem Auftritt des puerto-ricanischen Künstlers Bad Bunny. Die auf Spanisch dargebotene Show löste Wut bei Donald Trump aus, der sie als 'unamerikanisch' bezeichnete. Konservative MAGA-Kreise versuchten, ein Konkurrenzkonzert zu organisieren, das jedoch eine Zuschauerpleite erlebte.
Scharfer Angriff von Donald Trump
Der ehemalige Präsident nannte auf Truth Social den Auftritt von Bad Bunny einen 'Affront für Amerika' und 'den schlechtesten in der Geschichte', kritisierte die Verwendung der spanischen Sprache.
Flop des MAGA-Gegenkonzerts
Das von Donald Trump-nahen Kreisen organisierte Alternativkonzert mit Kid Rock sahen nur 6,1 Mio. Zuschauer, ein Bruchteil der Super Bowl-Zuschauerzahl.
Sportliches Ergebnis des Finals
Im Schatten des Skandals besiegte die Mannschaft der Seattle Seahawks die New England Patriots mit einem Ergebnis von 29:13 und gewann die Meisterschaft der NFL.
Der Auftritt des derzeit populärsten lateinamerikanischen Künstlers, Bad Bunny, während der Halbzeitpause des Super Bowl LX-Finals in Santa Clara, Kalifornien, wurde zum Zündstoff im amerikanischen Kulturkrieg. Die 13-minütige Show, die Puerto Rico und der lateinamerikanischen Kultur huldigte, wurde fast vollständig auf Spanisch aufgeführt, mit einer Kulisse, die karibische Landschaften zitierte. Der Künstler flocht Elemente sozialer Kritik ein, was bei liberalen Kreisen Begeisterung, bei Konservativen jedoch heftigen Widerstand auslöste. Das Super Bowl Halftime Show ist seit Jahren eine Plattform für Künstler, die politische Ansichten äußern. 2020 löste der Auftritt von Jennifer Lopez und Shakira ebenfalls eine Debatte über lateinamerikanische Identität in den USA aus, und 2016 bezog sich Beyoncé auf die Black-Lives-Matter-Bewegung. Die Reaktion des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump war unmittelbar. Auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social sparte der Politiker nicht mit Kritik und bezeichnete den Auftritt als 'absolut schrecklich'. Trump warf dem Künstler vor, seine Botschaft sei für den durchschnittlichen Amerikaner unverständlich und stelle einen 'Affront gegen die Größe Amerikas' dar. Diese Äußerung fügt sich in die breitere rhetorische Strategie des MAGA-Lagers ein, das seit Wochen zum Boykott der Veranstaltung aufgrund von 'Woke-Sein' aufgerufen hatte.<schlüsselzahl wert=
Mentioned People
- Bad Bunny — Puerto-ricanischer Künstler, Hauptstar der Halbzeitshow, von Trump kritisiert.
- Donald Trump — Ehemaliger US-Präsident, kritisierte den Auftritt scharf auf der Plattform Truth Social.
- Kid Rock — Musiker, der bei der von Trump-Anhängern organisierten Konkurrenzshow auftrat.