Die Gewerkschaft von Dacia hat für das Jahr 2026 den Abbau von rund 1.200 Arbeitsplätzen im rumänischen Werk Mioveni angekündigt, da das Unternehmen die Produktion neuer Modelle in andere Länder verlagert.

Die Dacia-Gewerkschaft warnte am 13. März 2026, dass im Jahr 2026 etwa 1.200 Mitarbeiter im Werk Mioveni in Rumänien entlassen werden. Dieser Personalabbau steht in direktem Zusammenhang mit einem prognostizierten Produktionsrückgang am heimischen Standort, da das Unternehmen die Fertigung neuer Modelle in Werke in der Türkei und in Slowenien verlagert. Die Ankündigung der Gewerkschaft unterstreicht einen bedeutenden strukturellen Wandel für Automobile Dacia, das weiterhin einen Eckpfeiler des rumänischen Industriesektors darstellt. Gewerkschaftsvertreter äußerten sich besorgt über die langfristigen Auswirkungen auf den lokalen Arbeitsmarkt im Kreis Argeș. Die Entlassungen sollen mit dem Produktionsstart kommender Fahrzeuggenerationen außerhalb Rumäniens zusammenfallen. Automobile Dacia wurde 1966 gegründet und betreibt seit Jahrzehnten sein wichtigstes Produktionszentrum in Mioveni. Im Jahr 1999 verkaufte die rumänische Regierung das Unternehmen an die Groupe Renault, was zu einer Phase der Modernisierung und dem weltweiten Erfolg von Modellen wie dem Logan und dem Duster führte. Das Werk Mioveni war historisch gesehen einer der größten Arbeitgeber der Region, wobei seine Produktionszahlen als wichtiger Indikator für die rumänische Wirtschaft dienten. Frühere Erweiterungen und Modelleinführungen konzentrierten sich in der Regel auf diesen Standort, bevor es zur jüngsten Verlagerung in Richtung internationaler Diversifizierung innerhalb der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz kam.

Der Hersteller nannte mehrere kritische Faktoren für die Abwanderung der Produktion aus Rumänien, darunter fiskalische Instabilität und hohe Energiekosten. Berichten von G4Media und HotNews zufolge hat auch der Mangel an angemessener Infrastruktur in Rumänien eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung gespielt, Standorte in der Türkei und in Slowenien zu bevorzugen. Diese logistischen und wirtschaftlichen Herausforderungen haben das rumänische Produktionsumfeld Berichten zufolge im Vergleich zu alternativen Standorten innerhalb des globalen Netzwerks der Renault-Gruppe weniger wettbewerbsfähig gemacht. Das Unternehmen erklärte, dass diese Anpassungen notwendig seien, um die globale Wettbewerbsfähigkeit der Marke zu erhalten und die Betriebskosten zu steuern. Folglich wird das Werk Mioveni eine geringere Rolle bei der Montage der neuesten Ergänzungen der Dacia-Produktpalette spielen.

Die Dacia-Gewerkschaft hat sich deutlich zu den Auswirkungen dieser Veränderungen für das verbleibende Personal und die lokale Wirtschaft geäußert. Während das Unternehmen Erklärungen bezüglich der strukturellen Verlagerung abgegeben hat, konzentriert sich die Gewerkschaft weiterhin auf die sozialen Kosten der 1.200 Arbeitsplatzverluste. Der Übergang zur Produktion in der Türkei und in Slowenien markiert eine Abkehr von der bisherigen Strategie, den Großteil der Fertigung der Marke Dacia innerhalb der rumänischen Grenzen zu konzentrieren. Branchenanalysten deuten darauf hin, dass dieser Schritt breitere Trends im europäischen Automobilsektor widerspiegelt, in dem Unternehmen zunehmend empfindlich auf Energiepreise und die Qualität von Verkehrsnetzen reagieren. Der genaue Zeitplan für die Entlassungen und die exakten Modelle, die im Ausland produziert werden sollen, werden festgelegt, sobald der Produktionszyklus 2026 näher rückt. „concedierea a 1.200 de angajați” (die Entlassung von 1.200 Mitarbeitern) — Dacia Union via HotNews

Es wird erwartet, dass sich die zukünftigen Produktionsvolumina in Mioveni nach der Umstrukturierung im Jahr 2026 auf einem niedrigeren Niveau stabilisieren werden. Die rumänische Regierung sah sich wiederholten Forderungen der Automobilindustrie gegenüber, die Autobahninfrastruktur zu verbessern und ein berechenbareres fiskalisches Umfeld zu schaffen, um solche Verlagerungen zu verhindern. Vorerst liegt der Fokus auf der Übergangsphase und den Unterstützungsmechanismen, die für die betroffenen Arbeitnehmer eingerichtet werden sollen. Die 1.200 Entlassungen stellen einen erheblichen Teil der Belegschaft in Mioveni dar und signalisieren ein herausforderndes Jahr für die Industrieplattform. Trotz dieser Kürzungen wird erwartet, dass Dacia seine Aktivitäten in Rumänien mit der bestehenden Modellpalette fortsetzt, auch wenn die neueste Technologie und die neuesten Designs an internationale Standorte verlagert werden. Dacia Produktionsverlagerung 2026: Hauptproduktionsstandorte (before: Mioveni, Rumänien, after: Türkei und Slowenien (für neue Modelle)); Personalstand (before: Vollbeschäftigung, after: Reduzierung um 1.200 Stellen)