Irans Sportminister Ahmad Donyamali hat vorgeschlagen, die Gruppenspiele der iranischen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 von den USA nach Mexiko zu verlegen. Der Vorschlag stellt einen Kurswechsel dar: Donyamali hatte noch Anfang März erklärt, dass der Iran gar nicht am Turnier teilnehmen könne. Das Angebot könnte einen Kompromiss darstellen, der eine Teilnahme Irans ermöglicht, ohne das amerikanische Territorium zu betreten.
Verlegungsvorschlag nach Mexiko
Sportminister Donyamali schlägt vor, alle iranischen Gruppenspiele von Los Angeles und Seattle nach Mexiko zu verlegen.
Kurswechsel zur Teilnahme
Der Vorschlag stellt einen Kurswechsel dar: Donyamali hatte nur vier Tage zuvor erklärt, der Iran könne überhaupt nicht teilnehmen.
Politischer Hintergrund
Die Verlegung wird mit Spannungen zwischen dem Iran und den USA sowie mit dem Tod von Oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei begründet.
Auswirkungen auf Turnierplanung
Eine Genehmigung würde umfangreiche logistische und zeitliche Neuplanungen der Gruppenphase und möglicherweise der K.o.-Runden erfordern.
Diplomatische Herausforderung
Das Organisationskomitee müsste sportliche Logistik gegen geopolitische Überlegungen abwägen.
Irans Sportminister Ahmad Donyamali hat vorgeschlagen, die Gruppenspiele der iranischen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 von den USA nach Mexiko zu verlegen. Dies stellt einen Kurswechsel von seiner früheren Aussage dar, dass der Iran überhaupt nicht am Turnier teilnehmen könne. Der Vorschlag, der am 14. März 2026 von mehreren europäischen Medien berichtet wurde, könnte einen möglichen Kompromiss darstellen, der es dem Iran ermöglicht, an dem Wettbewerb teilzunehmen und gleichzeitig amerikanisches Territorium zu meiden. FIFA und das Organisationskomitee des Turniers haben den Antrag bislang nicht offiziell genehmigt. Die Initiative folgt auf eine Phase intensiver politischer und sicherheitspolitischer Spannungen zwischen dem Iran und den USA.
Der Iran ist derzeit dazu angesetzt, seine Gruppenspiele in der Gruppe G gegen Belgien, Ägypten und Neuseeland in Los Angeles und Seattle auszutragen. Donyamalis neuer Vorschlag würde alle diese Spiele nach Mexiko verlegen, einem der drei Co-Gastgeberländer der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Das Turnier soll vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in allen drei nordamerikanischen Gastgeberländern stattfinden. Eine Verlegung von Spielen würde besondere logistische und zeitliche Vorkehrungen durch die Turnierorganisatoren erfordern, wie Berichte von La Libre.be zeigen. Das Ausmaß einer solchen Änderung – die die Gruppenphase-Planung, die Stadionzuweisung und möglicherweise die Planung der K.o.-Runden betrifft – macht den Genehmigungsprozess komplex.
Der Iran hat sich für die Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert und wurde in die Gruppe G neben Belgien, Ägypten und Neuseeland eingeteilt. Das Turnier 2026 stellt eine erhebliche Erweiterung des Wettbewerbs dar, mit 48 Nationalmannschaften, die zum ersten Mal teilnehmen, im Vergleich zum bisherigen Format mit 32 Teams. Die Veranstaltung wird in drei Ländern ausgerichtet – den USA, Mexiko und Kanada – mit Spielen verteilt auf Austragungsorte in allen drei Ländern. Anfang März 2026 erklärte Donyamali öffentlich, dass sich der Iran nicht in der Position befinde, überhaupt an der Weltmeisterschaft teilzunehmen, und berief sich dabei auf den Tod des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei nach US-amerikanischen und israelischen Luftschlägen. Suchergebnisse im Internet deuten darauf hin, dass Mojtaba Khamenei, ein Sohn des verstorbenen Obersten Führers, inzwischen zu seinem Nachfolger benannt wurde.
Der Vorschlag, in Mexiko zu spielen, stellt eine bemerkenswerte Umkehr gegenüber der Position dar, die Donyamali am 11. März 2026 geäußert hatte, als er Journalisten gegenüber erklärte, dass der Iran nicht an dem Turnier teilnehmen könne. Diese frühere Aussage folgte auf die Tötung des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei, den Donyamali als Grund dafür anführte, dass das Team nicht in der Position sei, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Die neue Haltung deutet darauf hin, dass die iranischen Behörden nun Optionen erkunden, die die Teilnahme des Landes am Turnier bewahren würden, ohne dass die Mannschaft die Vereinigten Staaten betreten müsste. Nach Angaben von La Libre.be wurden die Aussagen des Ministers im Kontext politischer und sicherheitspolitischer Bedenken bezüglich des Spiels auf amerikanischem Boden gemacht. Der Vorschlag versetzt das Organisationskomitee des Turniers in eine ungewöhnliche diplomatische Position, da es sportliche Logistik gegen geopolitische Überlegungen im Zusammenhang mit einer teilnehmenden Nation abwägen müsste. Ein Zeitrahmen für eine Entscheidung durch die FIFA oder das Organisationskomitee wurde in verfügbaren Berichten nicht bestätigt.