Der Vorstand der Polska Grupa Górnicza (PGG) hat einen umfassenden Umstrukturierungsplan für das Jahr 2026 angekündigt. Das Unternehmen beabsichtigt, die Belegschaft um etwa 5.000 Personen zu reduzieren und den Prozess zur Schließung zweier Betriebe einzuleiten: der Grube Wujek und der Grube Bielszowice. Diese Entscheidungen werden durch den drastischen Rückgang der Nachfrage nach Steinkohle und die Notwendigkeit, Verluste zu begrenzen, diktiert, die im laufenden Jahr 5 Milliarden Złoty erreichen könnten. Die Mitarbeiter können von hohen Abfindungen und Schutzprogrammen profitieren.

Schließung zweier Bergwerke

Der Prozess zur Schließung des Betriebs Wujek beginnt am 1. April, während der des Betriebs Bielszowice am 1. Juli dieses Jahres.

Abbau von 5.000 Stellen

Die Belegschaft der Polska Grupa Górnicza soll um 5.000 Personen reduziert werden, hauptsächlich durch freiwillige Austritte und soziale Schutzmaßnahmen.

Hohe Geldabfindungen

Mitarbeiter, die die Bergwerke verlassen, können mit Einmalzahlungen von bis zu 170.000 Złoty netto rechnen.

Prognostizierter milliardenschwerer Verlust

Die PGG erwartet für dieses Jahr einen operativen Verlust in Höhe von 5 Milliarden Złoty aufgrund des Preisverfalls bei Kohle.

Der Vorstand der Polska Grupa Górnicza (PGG) hat die operative Strategie für das Jahr 2026 vorgestellt, die eine tiefgreifende Umstrukturierung der Produktionsanlagen vorsieht. Das wichtigste Element des Plans ist die Einleitung des Schließungsprozesses für zwei Einheiten: den Betrieb Wujek (Teil des Bergwerks KWK Staszic-Wujek) und den Betrieb Bielszowice (Teil des Bergwerks KWK Ruda). Die erste Grube soll den Auslaufprozess bereits am 1. April 2026 beginnen, die zweite drei Monate später, also am 1. Juli. Diese Entscheidungen sind das Ergebnis eines anhaltenden Rückgangs der Nachfrage nach Energiekohle, deren Förderung in Polen im letzten Jahrzehnt auf 31 Millionen Tonnen pro Jahr nahezu halbiert wurde. Das Unternehmen prognostiziert, dass sein Nettoverlust im Jahr 2026 bei den derzeitigen Rohstoffpreisen bis zu 5 Milliarden Złoty betragen könnte. Der Abbau von 5.000 Arbeitsplätzen soll schrittweise auf der Grundlage freiwilliger Austritte und der im Bergbaugesetz vorgesehenen Schutzinstrumente erfolgen. Der Vorstandsvorsitzende der PGG betont, dass das Unternehmen keine kollektiven Zwangsentlassungen plant. Schätzungen zufolge qualifizieren sich etwa 3.600 Mitarbeiter für Bergbauurlaube oder Abfindungen. Bereits im Dezember letzten Jahres hatten 1.200 Personen ihren Wunsch zum Austritt erklärt, angezogen unter anderem von der Möglichkeit, eine einmalige Abfindung von bis zu 170.000 Złoty netto zu erhalten. Die Polska Grupa Górnicza wurde 2016 auf der Grundlage des Vermögens der bankrotten Kompania Węglowa gegründet. Seit ihrer Gründung kämpft sie mit den Herausforderungen der EU-Klimapolitik und der Notwendigkeit, von fossilen Brennstoffen wegzukommen. Die Transformation des Bergbauriesen, der derzeit etwa 35.000 Mitarbeiter beschäftigt, ist von entscheidender Bedeutung für die Stabilität der Region Schlesien. Das Unternehmen arbeitet mit 3.500 Lieferanten zusammen, was bedeutet, dass die Veränderungen bei der PGG die gesamte wirtschaftliche Umgebung beeinflussen werden. Staatliche Schutzprogramme sollen die sozialen Auswirkungen dieser Entscheidungen abmildern, und die Finanzierung der Verluste des Unternehmens wird die Bereitstellung weiterer zweckgebundener Zuschüsse aus dem Staatshaushalt erfordern. Dieser Prozess wird von den Gewerkschaften genau überwacht, die die Einhaltung der zuvor ausgehandelten Sozialvertrags für den Bergbausektor fordern. „Wir wollen erreichen, dass dieser notwendige Personalabbau aufgrund der geringeren Nachfrage nach Kohle auf eine sehr gute, das heißt sozial verantwortliche Weise durchgeführt wird.” — Vertreter des PGG-Vorstands Geplanter Personalabbau bei der PGG: Verbleibende Mitarbeiter: 30000, Ausscheidende Mitarbeiter: 5000, Davon berechtigt für Schutzmaßnahmen: 3600 170 Tsd. Zł — beträgt die maximale Einmalabfindung für einen Bergmann Zeitplan für die Schließung der Bergwerke: 1. April 2026 — Beginn der Schließung des Betriebs Wujek; 30. Juni 2026 — Geplantes Ende der Förderung in Bielszowice; 1. Juli 2026 — Formelle Schließung des Betriebs Bielszowice

Perspektywy mediów: Die Medien konzentrieren sich auf die Notwendigkeit eines gerechten Wandels und den Schutz der Arbeitnehmerrechte angesichts der unvermeidlichen Klimaveränderungen. Kommentatoren betonen die enormen Kosten der Haushaltszuschüsse und die Auswirkungen der Bergwerksschließungen auf die Energiesicherheit des Landes.