Der deutsche Touristikkonzern TUI hat am Dienstag eine Operation zur Rückholung seiner Kunden aus der Region des Nahen Ostens eingeleitet, nachdem der bewaffnete Konflikt mit dem Iran eskaliert ist. Das erste Charterflugzeug aus Dubai ist bereits in Frankfurt am Main gelandet. Unterdessen bleiben Tausende von Kreuzfahrtpassagieren und Individualtouristen, darunter Bürger der Schweiz und Italiens, in den Emiraten gefangen, weil Reedereien wie Air France massenhaft Schiffsreisen stornieren.
Start der TUI-Operation
Das größte Reisebüro in Deutschland begann am Dienstagmorgen mit Rückholflügen für Kunden aus Dubai und Abu Dhabi.
Tausende Gefangene
Etwa 4000 Schweizer Bürger und Tausende von Kreuzfahrtpassagieren aus ganz Europa können die Golfregion nicht verlassen.
Kritik an Regierungen
In Deutschland und der Schweiz wird über die Trägheit der Außenministerien bei Evakuierungen und Reisehinweisen debattiert.
Die rasche Eskalation der Kriegshandlungen in der Region des Persischen Golfs hat zu einer Lähmung des zivilen Luftverkehrs geführt und die größten Tourismusunternehmen gezwungen, außergewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen. Der Konzern TUI startete als einer der ersten am Dienstagmorgen eine Luftbrücke und schickte Chartermaschinen, um deutsche Urlauber aus den Vereinigten Arabischen Emiraten abzuholen. Das erste Flugzeug aus Dubai ist bereits in Frankfurt angekommen, was Tausenden von Menschen, die auf die Rückkehr warten, Hoffnung gibt. Die Situation bleibt jedoch kritisch für Passagiere von Kreuzfahrtschiffen, die in den Häfen der Region festsitzen. Das Fehlen offener Luftwege macht die Logistik der Rückreisen äußerst kompliziert und die Kosten alternativer Verbindungen steigen rapide. Die politischen Auswirkungen der Krise zeichnen sich am deutlichsten in Deutschland und der Schweiz ab. Die deutsche Opposition kritisierte die Evakuierungsstrategie der Bundesregierung scharf und warf dem Auswärtigen Amt vor, zu spät Reisehinweise für Reisende herausgegeben zu haben. In der Schweiz sorgt die zurückhaltende Haltung der Behörden für Kontroversen, die sich bisher nicht dazu entschlossen haben, staatliche Rückholflüge zu organisieren, obwohl sich Tausende von Bürgern dieses Landes in der Region aufhalten, darunter bekannte Medienpersönlichkeiten wie Stefan Büsser oder Elena Miras. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten in Bern empfiehlt derzeit die Nutzung kommerzieller Flüge der Fluggesellschaft Emirates, die weiterhin auf ausgewählten Strecken operieren, obwohl ihre Kapazität begrenzt ist. Die Arabische Halbinsel ist seit der Ölkrise 1973 zu einem strategischen Punkt für die Stabilität der Weltwirtschaft geworden. Die Entwicklung riesiger Flughäfen in Dubai, Abu Dhabi und Doha hat die Region zu einem Hauptknotenpunkt gemacht, der Europa mit Asien und Australien verbindet, wodurch sich jeder lokale Konflikt blitzschnell in eine Krise der globalen Mobilität verwandelt.Rechtsexperten weisen auf die schwierige Situation der Passagiere im Hinblick auf Entschädigungsansprüche hin. Da die Flugstornierungen auf Kriegshandlungen zurückzuführen sind, berufen sich die Fluggesellschaften auf die Klausel höherer Gewalt, was die Chancen auf finanzielle Entschädigungen, die über die Rückerstattung der Ticketkosten oder die Bereitstellung von Betreuung hinausgehen, erheblich einschränkt. Die rechtliche Situation von Personen, die Pauschalreisen gebucht haben, ist günstiger, da Reisebüros verpflichtet sind, eine sichere Rückkehr ins Heimatland zu gewährleisten. Trotz des Beginns der Operation durch TUI kann der Prozess der Rückholung aller Interessierten nach Europa viele Tage dauern, angesichts der Anzahl der Menschen, die allein in Abu Dhabi und Dubai festsitzen. „Will einfach heim” — Alessa
Perspektywy mediów: Liberale und Schweizer Medien betonen die Untätigkeit der staatlichen Behörden angesichts der Dramen der Bürger und heben die Rolle privater Unternehmen bei der Rettung von Menschen hervor. Konservative Medien konzentrieren sich auf die Verantwortung der Touristen selbst, die sich trotz der Spannungen in der Region für eine Reise in die Risikozone entschieden haben.
Mentioned People
- Stefan Büsser — Schweizer Komiker und Moderator, der während der Eskalation des Konflikts in Abu Dhabi festsitzt.
- Elena Miras — Fernsehpersönlichkeit aus der Schweiz, die sich zum Zeitpunkt des Ausbruchs der Krise in der Golfregion aufhielt.