Der vorletzte Tag der Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina 2026 ging in die italienische Sportgeschichte ein. Die Vertretung der Gastgeber gewann die dreißigste Medaille und stellte damit einen Rekord für die Medaillenausbeute bei einzelnen Winterspielen auf. Den Erfolg besiegelten Simone Deromedis, der Gold im Ski Cross gewann, und Federico Tomasoni mit der Silbermedaille. Das dreißigste Siegestück, Bronze im Massenstart des Eisschnelllaufs, steuerte Andrea Giovannini bei, der seine Konkurrenten auf der letzten Runde in der Rho Fiera Halle überholte.

Historischer Medaillenrekord

Italien erreichte bei einem einzigen Winterwettbewerb die Marke von 30 Medaillen, was das beste Ergebnis in der Geschichte ihrer Teilnahmen darstellt.

Doppelsieg im Ski Cross

Simone Deromedis (Gold) und Federico Tomasoni (Silber) dominierten das Finale des Ski Cross in Livigno.

Abschied von Dorothea Wierer

Eine Ikone des Biathlons beendete ihre Sportkarriere, und belegte den fünften Platz im Massenstart in Antholz.

30. Medaille von Giovannini

Andrea Giovannini gewann Bronze im Eisschnelllauf und besiegelte damit die dreißigste Medaille für die Gastgebermannschaft.

Der vorletzte Tag der olympischen Wettkämpfe in Mailand und Cortina d’Ampezzo wurde zur Bühne beispielloser Erfolge italienischer Sportler. Das Schlüsselereignis war das Finale im Ski Cross in Livigno, wo Simone Deromedis und Federico Tomasoni jeweils die Gold- und Silbermedaille gewannen. Für Tomasoni hatte dieser Erfolg eine tiefe persönliche und emotionale Bedeutung, da er ihn seiner verstorbenen Partnerin, Matilde Lorenzi, widmete, die im Herbst 2024 unter tragischen Umständen während eines Trainings ums Leben kam. Der Vater der Sportlerin, Adolfo Lorenzi, gratulierte dem Athleten öffentlich und betonte, dass der Geist seiner Tochter ihn auf der Strecke begleitet habe. Die Tradition der Winterspiele in Italien reicht bis ins Jahr 1956 zurück, als Cortina d’Ampezzo erstmals Sportler beherbergte und zu einem der ersten Orte wurde, der Wettkämpfe live im Fernsehen übertrug. Ebenso bedeutende Entscheidungen fielen im Eisschnelllauf. Andrea Giovannini gewann Bronze im Massenstart, was offiziell die 30. Medaille für Italien wurde. Weniger Glück hatte Francesca Lollobrigida, die nach zwei früheren Goldmedaillen diesmal den vierten Platz belegte und nach dem Start zugab, einen taktischen Fehler beim Einleiten des Zielsprints gemacht zu haben. Parallel dazu verabschiedete sich im Biathlon eine Legende der Disziplin, Dorothea Wierer, von ihrer Profikarriere, die in ihrem letzten Auftritt vor heimischem Publikum in Antholz den fünften Platz belegte. „Vincere la medaglia olimpica è la massima aspirazione di ogni atleta, vincerla a casa è fantastico, il massimo.” (Eine olympische Medaille zu gewinnen ist das höchste Ziel jedes Athleten, sie zu Hause zu gewinnen ist fantastisch, das Größte.) — Simone Deromedis Die Organisatoren betonen auch den enormen Imageerfolg der Spiele. Christian Klaue vom Internationalen Olympischen Komitee informierte, dass die offiziellen Olympia-Kanäle 5,3 Milliarden Interaktionen generiert hätten, und unter Berücksichtigung der Reichweiten von Sportlern und Content-Erstellern habe sich das gesamte digitale Ergebnis den Rekordwerten von 10 Milliarden angenähert. Trotz der Freude über die Medaillenzahl ist Italien in der Gesamtwertung leicht zurückgefallen und hat den Niederlanden Platz gemacht, die die abschließenden Eislaufwettbewerbe dominierten. Dennoch macht die Ausbeute von 10 Goldmedaillen diese Spiele für die Gastgeber zu den erfolgreichsten seit Jahrzehnten. „Il destino porta la vita a vivere certe situazioni. Senza mai mollare e mai arrendersi prima o poi si arriva anche a sognare in grande.” (Das Schicksal bringt das Leben dazu, bestimmte Situationen zu erleben. Ohne jemals aufzugeben und sich niemals zu ergeben, kommt man früher oder später auch dazu, groß zu träumen.) — Federico Tomasoni

Perspektywy mediów: Italienische liberale Medien konzentrieren sich auf den Modernisierungserfolg und die Rekordreichweiten in sozialen Medien als Beweis für den Erfolg des Landes. Die konservative Presse legt Wert auf nationalen Stolz, Familientraditionen und die bewegende Geschichte der Medaillenwidmung an die verstorbene Partnerin.

Mentioned People

  • Simone Deromedis — Olympiasieger im Ski Cross
  • Federico Tomasoni — Olympiazweiter, widmete Medaille seiner verstorbenen Partnerin
  • Andrea Giovannini — Bronzemedaillengewinner im Eisschnelllauf
  • Francesca Lollobrigida — Mehrfache Olympiamedaillengewinnerin, Vierte im Massenstart
  • Dorothea Wierer — Italienische Biathletin, die ihre Karriere beendet