Die Luftfahrtgruppe IAG, Eigentümer unter anderem von British Airways und Iberia, schloss das Jahr 2025 mit einem Rekordnettogewinn von 3,34 Milliarden Euro ab, was einem Anstieg von über 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig meldete der britische Konzern Rolls-Royce einen 40-prozentigen Gewinnsprung, angetrieben durch die Nachfrage nach Strahltriebwerken und Infrastruktur für KI-Rechenzentren. Beide Unternehmen kündigten eine Erhöhung der Dividenden und Aktienrückkaufprogramme an.

Rekordnettogewinn für IAG

Der Eigentümer von British Airways erzielte 2025 einen Gewinn von 3,34 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 22,3 Prozent im Jahresvergleich entspricht.

Rolls-Royce wächst dank KI

Die Gewinne des Konzerns stiegen um 40 Prozent, angetrieben durch die Nachfrage nach Generatoren für Rechenzentren und Strahltriebwerken.

Restrukturierung bei Iberia

Trotz finanzieller Erfolge verhandelt die Airline über freiwillige Abfindungen für Mitarbeiter, um das Unternehmensprofil zu transformieren.

Das vergangene Geschäftsjahr erwies sich als bahnbrechend für die europäischen Giganten der Luftfahrt- und Maschinenbaubranche. Die International Airlines Group (IAG), Muttergesellschaft von Fluggesellschaften wie British Airways, Iberia und Aer Lingus, meldete den höchsten operativen Gewinn ihrer Geschichte. Das Nettoergebnis von 3,342 Milliarden Euro übertraf die Erwartungen der Analysten, und der Vorstand beschloss die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von insgesamt 448 Millionen Euro. Dieser Erfolg ist das Ergebnis der ungebrochenen Nachfrage nach transatlantischen Reisen und der erfolgreichen Kostenrestrukturierung bei den einzelnen Fluggesellschaften. Besonders beeindruckende Ergebnisse verzeichneten die Fluggesellschaften Aer Lingus, deren operativer Gewinn um 38 Prozent stieg, und die spanische Iberia mit einem Anstieg von 27 Prozent. Trotz der Rekordeinnahmen hat die spanische Airline Verhandlungen mit den Gewerkschaften über freiwillige Abfindungen (ERE) aufgenommen, um die Beschäftigungsstruktur angesichts des sich wandelnden operativen Profils des Unternehmens weiter zu optimieren. Gleichzeitig plant IAG den größten Kapazitätsausbau im Jahr 2026 ausgerechnet im Segment von Iberia und der Low-Cost-Marke Level. Die COVID-19-Pandemie stürzte die Luftfahrtbranche in die größte Krise ihrer Geschichte und zwang Regierungen zu milliardenschweren Rettungspaketen, was nun zu einem Druck auf eine schnelle Rückkehr zur Rentabilität und die Rückzahlung von Verbindlichkeiten führt.Ebenso optimistische Signale kommen vom Konzern Rolls-Royce, der unter der Führung von Tufan Erginbilgic eine radikale Transformation durchlaufen hat. Das Unternehmen profitierte nicht nur von der Wartung von Flugzeugtriebwerken, sondern wurde auch zu einem unerwarteten Nutznießer der Entwicklung künstlicher Intelligenz. Seine Notstromsysteme werden weltweit massenhaft für Rechenzentren bestellt. Als Reaktion auf die hervorragenden Ergebnisse kündigte Rolls-Royce einen Aktienrückkauf im Wert von 12 Milliarden US-Dollar an und erhöhte die strategischen Ziele für das Jahr 2028. „Our transformation is gaining momentum and we are confident in sustainable growth across all our segments.” (Unsere Transformation gewinnt an Fahrt und wir sind zuversichtlich, was nachhaltiges Wachstum in allen unseren Segmenten betrifft.) — Tufan Erginbilgic, CEO von Rolls-Royce Trotz der Euphorie an den Börsen bleiben die Stabilität der Lieferketten und die steigenden Kosten für Flugzeugtreibstoff eine Herausforderung. IAG weist darauf hin, dass zwar das Passagieraufkommen in einigen Segmenten mengenmäßig zurückgegangen ist, höhere Margen und Ticketpreise jedoch Rekordbetriebsmargen ermöglichten. Investoren begrüßten die Rückkehr zu regelmäßigen Dividendenzahlungen, was das endgültige Ende der postpandemischen Unsicherheit im Luftverkehr signalisiert.

Mentioned People

  • Tufan Erginbilgic — CEO von Rolls-Royce, verantwortlich für den Restrukturierungsprozess und die Verbesserung der Unternehmensergebnisse.