Die Regierung der Autonomen Gemeinschaft Madrid steht vor der schwersten internen Krise seit Beginn der Amtszeit von Isabel Díaz Ayuso. Nach der Entlassung des Bildungsministers Emilio Viciana haben Berater und Abgeordnete aus dem Umfeld von Antonio Castillo Algarra ihre Posten verlassen. Der Dramatiker, bekannt als „Rasputin“, trat von seiner Funktion als Ballettdirektor zurück, was den Niedergang der als „Los Pocholos“ bezeichneten Fraktion besiegelte. Gleichzeitig trat in Castellón der Stadtrat Cristian Ramírez zurück, der in einen Strafzettelskandal verwickelt ist.
Die Verwaltung von Isabel Díaz Ayuso erlebt einen heftigen politischen Erschütterung, der tiefe Spaltungen innerhalb der Fraktionen der Volkspartei aufgedeckt hat. Auslöser war die Abberufung von Emilio Viciana als Bildungsminister, was einen Dominoeffekt auslöste. Schlüsselfigur der Krise ist Antonio Castillo Algarra, ein umstrittener Dramatiker und inoffizieller Berater, der durch ein System persönlicher und beruflicher Verbindungen seine Vertrauensleute, ironisch als „Los Pocholos“ bezeichnet, in zahlreichen Positionen in Behörden und im regionalen Parlament platzieren konnte. Algarra, der schließlich die Leitung des Spanischen Nationalballetts der Autonomen Gemeinschaft Madrid aufgab, wurde als Figur mit fast mystischem Einfluss auf Präsidentin Ayuso angesehen, was ihm den Spitznamen „Rasputin“ einbrachte. Die Autonome Gemeinschaft Madrid genießt weitreichende Autonomie im Rahmen des dezentralisierten spanischen Systems, was die Position ihrer Präsidentin zu einer der prestigeträchtigsten im Land macht, die oft als Sprungbrett für eine landesweite politische Karriere dient. Der Sturz von Castillo Algarra zog den Rücktritt von drei Abgeordneten der Madrider Versammlung sowie von Generaldirektoren im Bildungsdepartement nach sich. Medien deuten auf ideologische Hintergründe des Konflikts hin – die Gruppe um Algarra förderte eine radikal konservative Botschaft und kritisierte den Feminismus offen als „manische Epidemie“. Parallel dazu, allerdings in einer anderen Region, kämpft die Partei mit einer Imagekatastrophe in Castellón. Der lokale Stadtrat für Mobilität, Cristian Ramírez, legte sein Mandat nieder, nachdem bekannt wurde, dass er die Zahlung von 134 Strafzetteln in gebührenpflichtigen Parkzonen möglicherweise umgangen hat. Obwohl Ramírez behauptet, Opfer einer Hetzkampagne zu sein, hat die von Gerichten wiederaufgenommene Untersuchung seinen Rücktritt erzwungen, was das Image der Partei landesweit zusätzlich belastet. <zitat autor=