Die Vorbereitungen auf die Winterspiele Mailand-Cortina 2026 treten in eine Phase politischer Spannungen und symbolischer Gesten ein. Im Zentrum der Diskussion steht die Frage der Teilnahme von Sportlern aus Russland und Belarus, was zum entschiedenen Boykott der Eröffnungsfeier der Paralympics durch die Ukraine führte. Gleichzeitig ehrt Mailand die Journalistenlegende Gianni Mura mit der Eröffnung einer Sportbibliothek zu seinen Ehren, und Bürgermeister Giuseppe Sala plant, die Olympische Fackel im prestigeträchtigen Wissenschaftsmuseum unterzubringen.

Boykott des ukrainischen Teams

Die Ukraine boykottierte die Eröffnung der Paralympics aus Protest gegen die Zulassung von Russen und Belarussen unter neutraler Flagge.

Bibliothek Gianni Mura

In Mailand wurde eine neue Einrichtung eröffnet, die das einzigartige Archiv des legendären Sportjournalisten beherbergt.

Fackel im Wissenschaftsmuseum

Die Mailänder Behörden planen, das olympische Symbol als dauerhaftes Element des technischen Kulturerbes an das Museum zu übergeben.

Der Zeitplan der diesjährigen Vorbereitungen auf die Spiele und Paralympics Mailand-Cortina 2026 wurde von der Debatte über den Status der Athleten aus den Aggressorstaaten dominiert. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) traf die umstrittene Entscheidung, Russen und Belarussen unter neutraler Flagge starten zu lassen, mit der Begründung, dass Sport nicht übermäßig politisiert werden sollte. Dies löste eine sofortige Reaktion Kiews aus; die Vertretung Ukraine kündigte den Boykott der Eröffnungsfeier der Winter-Paralympics an. Der italienische Sportminister Andrea Abodi forderte eine Waffenruhe als Bedingung für die Rückkehr der russischen Flagge in die Stadien, während einige Sportler wie Giacomo Bertagnolli das Startrecht der Rivalen trotz des andauernden Konflikts unterstützen. Parallel laufen in Mailand Arbeiten zur Bewahrung des olympischen und sportlichen Erbes. Bürgermeister Giuseppe Sala äußerte den Ehrgeiz, dass die traditionelle Olympische Flamme nach Abschluss der Wettkämpfe dauerhaft die Sammlungen des Nationalen Museums für Wissenschaft und Technologie Leonardo da Vinci bereichern soll. Die Stadt zollte auch dem verstorbenen Journalisten Gianni Mura Tribut, indem sie eine Sportbibliothek eröffnete, in der sein bisher unveröffentlichtes Archiv von Texten und Gedichten untergebracht wird. In den Sportstrukturen stabilisiert sich die Situation von Giovanni Malagò, der angekündigt hat, keine politische Karriere als Bürgermeister von Rom zu planen und sich auf die Organisation der Spiele zu konzentrieren. Die Olympischen Winterspiele kehren zwanzig Jahre nach dem Erfolg in Turin nach Italien zurück. Das Projekt Mailand-Cortina 2026 zeichnet sich durch eine dezentrale Struktur der Wettkampfstätten aus, um die bestehende Infrastruktur in den Regionen Lombardei und Venetien zu nutzen.In der Vereinswelt bezog sich Pierre Kalulu vom Juventus auf seine jüngste rote Karte, beendete Medienspekulationen über einen Transfer und erklärte seine Treue zu den Turiner Farben. Unterdessen herrscht in Kreisen deutscher Funktionäre wie Rudi Völler Pragmatismus vor – er hält Diskussionen über den Boykott ganzer Turniere für fruchtlos und appelliert, sich auf den Wettkampf zu konzentrieren. Die deutsche Paralympische Fackel hat bereits ihre Reise nach Italien angetreten, was symbolisch den Countdown zur letzten Phase der Vorbereitungen einläutet. „I russi vogliono la bandiera? Facciano tacere le armi” — Italiens Sportminister Andrea Abodi „Vorrei il braciere olimpico al Museo della Scienza” — Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala

Mentioned People

  • Giuseppe Sala — Bürgermeister von Mailand, der das olympische Erbe der Stadt plant.
  • Andrea Abodi — Italiens Sportminister, der Bedingungen an Russland stellt.
  • Giovanni Malagò — Präsident des CONI und Koordinator der olympischen Vorbereitungen.