Die norwegische Arbeitsaufsicht hat mitgeteilt, dass in den letzten drei Jahren mindestens zwölf polnische Arbeiter in einer Zinkhütte in Odda gefährlichen Gaskonzentrationen ausgesetzt waren. Die Vorfälle ereigneten sich unter anderem während des Ausbaus des Werks von Boliden. Mehrere Arbeiter mussten ins Krankenhaus, und einer der Fälle wurde als Arbeitsunfall anerkannt. Die Kontrolleure stellten schwerwiegende Mängel in den Sicherheits- und Evakuierungsverfahren fest.

Zwölf betroffene Arbeiter

Die norwegische Zeitung „Aftenposten” enthüllte unter Berufung auf Kontrollberichte, dass mindestens 12 polnische Arbeiter in den letzten drei Jahren in der Hütte in Odda giftigen Gasen ausgesetzt waren. Einige von ihnen mussten hospitalisiert werden.

Schwerwiegende Sicherheitslücken

Die Arbeitsaufsicht wies auf Mängel in den Alarm- und Evakuierungsverfahren hin. Bei einem Unfall wurde ein polnischer Monteur nach einer ersten Evakuierung erneut auf das kontaminierte Gelände geschickt, wo gerade Schwefeldioxid freigesetzt worden war.

Vorfälle während des Ausbaus

Die meisten gefährlichen Situationen ereigneten sich während des Ausbaus des Werks des schwedischen Konzerns Boliden. Diese Phase birgt besondere Risiken, da Arbeiten oft in unmittelbarer Nähe zu aktiven Industrieanlagen durchgeführt werden.

Reaktion der Medien und Öffentlichkeit

Der Fall löste eine Reihe von Veröffentlichungen in polnischen Medien aus, die auf die Arbeitsbedingungen polnischer Bürger im Ausland hinweisen. Die Berichte der norwegischen Presse wurden breit bekannt gemacht und betonen die Verantwortung des Arbeitgebers.

Die norwegische Arbeitsaufsicht und die Zeitung „Aftenposten” haben Details einer Reihe gefährlicher Vorfälle in einer Zinkhütte in Odda aufgedeckt. In den letzten drei Jahren waren mindestens zwölf polnische Arbeiter, die beim Ausbau des zum schwedischen Konzern Boliden gehörenden Werks beschäftigt waren, schädlichen Gasen wie Schwefeldioxid ausgesetzt. Mehrere von ihnen mit schweren Symptomen wie starken Kopfschmerzen und Atemnot mussten ins Krankenhaus. Ein Fall wurde offiziell als Arbeitsunfall eingestuft.

Die Kontrollberichte der Arbeitsaufsicht weisen eindeutig auf systematische Mängel im Sicherheitsbereich hin. Es wurden schwerwiegende Defizite in den Alarm- und Evakuierungsplänen festgestellt. Besonders empörend ist der von den Medien beschriebene Fall vom April 2024. Ein polnischer Stahlbaumonteur wurde nach einer ersten Gefahr evakuiert, dann aber – höchstwahrscheinlich aufgrund fehlerhafter Kommunikation oder Entscheidungen der Vorgesetzten – wieder an den Arbeitsplatz geschickt, wo gerade Schwefeldioxid freigesetzt worden war. In der Folge wurde der Mann hospitalisiert.

Boliden ist ein schwedischer Bergbau- und Hüttenkonzern mit internationaler Tätigkeit, der an der Börse in Stockholm notiert ist. Seine Hütte in Odda ist eine der größten Zink produzierenden Anlagen in Europa. Polnische Arbeiter stellen seit Jahren einen erheblichen Teil der Arbeitskräfte auf skandinavischen Baustellen und in der Industrie, oft in als schwierig oder gefährlich geltenden Sektoren.

Der von der norwegischen Presse publik gemachte Fall stieß in polnischen Medien auf sofortige Resonanz, die die Notwendigkeit angemessener Schutzstandards für die Gesundheit und das Leben im Ausland arbeitender Bürger betonen. Diese Berichte fügen sich in eine breitere Diskussion über die Beschäftigungsbedingungen von Wanderarbeitern in Europa ein. Die Arbeitsaufsicht wird voraussichtlich konkrete Empfehlungen oder Anordnungen an die Bauleitung und die Firma Boliden richten, um die festgestellten Mängel umgehend zu beseitigen. Weitere Schritte hängen von der internen Untersuchung des Konzerns und möglichen Ansprüchen der betroffenen Arbeiter ab.