Tausende Lehrer aus der Region Valencia gingen in Alicante, Castellón und der Regionalhauptstadt auf die Straße und forderten bessere Arbeitsbedingungen sowie "identitäre" Sprachrechte. Die Proteste, die hauptsächlich von Gewerkschaften des öffentlichen Sektors organisiert wurden, fanden unter dem Motto "omnibus" statt. Die regionalen Bildungsbehörden reagierten, indem sie die Forderungen an die Verhandlungstische verwiesen und eine jährliche Gehaltserhöhung von 2.500 Euro vorschlugen. Dieses Angebot wurde von den Gewerkschaften jedoch als unzureichend abgelehnt. Die Lehrer fordern reale und wirksame Verhandlungen, die alle ihre Forderungen berücksichtigen, einschließlich Fragen der Beschäftigung, Stabilität und kulturellen Identität.
Proteste in drei Städten
Massive Lehrerdemonstrationen fanden in Valencia, Alicante und Castellón statt. Die Lehrer protestieren gegen sich verschlechternde Arbeitsbedingungen und fordern die Anerkennung ihrer identitären Forderungen, die sich auf die katalanische Sprache und Kultur beziehen.
Gehalts- und Sprachforderungen
Die Protestierenden fordern vor allem eine Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen, Arbeitsplatzsicherheit und Gehaltserhöhungen. Ein Teil der Demonstranten erhebt auch "identitäre" Forderungen, die sich auf die Rechte der katalanischen Sprache und Kultur im Bildungssystem beziehen.
Ablehnung des Regierungsangebots
Das regionale Bildungsministerium (Educació) schlug den Lehrern eine jährliche Gehaltserhöhung von 2.500 Euro vor. Der Vorschlag wurde von den Gewerkschaften als unzureichend und nicht den gesamten Umfang der Forderungen abdeckend abgelehnt.
Antwort der Regionalregierung
Die Regierung Generalitat der Valencianischen Gemeinschaft erklärte, sie prüfe die Forderungen der Protestierenden, verweise aber alle Fragen an offizielle Verhandlungstische. Sie betonte ihre Bereitschaft zum Dialog im Rahmen festgelegter Verfahren.
Tausende Lehrer aus öffentlichen Schulen in der Autonomen Gemeinschaft Valencia in Spanien haben sich Protestaktionen angeschlossen und fordern eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Berücksichtigung identitärer Forderungen. Die als "omnibus" bezeichneten Proteste umfassten Demonstrationen in den drei Hauptstädten der Region: Valencia, Alicante und Castellón. Vor den Gebäuden des regionalen Bildungsministeriums versammelte Lehrer skandierten Parolen, die "reale und wirksame Verhandlungen" mit den Behörden forderten. Die Autonome Gemeinschaft Valencia (Comunidad Valenciana) ist eine der 17 autonomen Regionen Spaniens, in der die katalanische Sprache (in der lokalen Variante Valencianisch) neben Spanisch Amtssprache ist. Konflikte um den Sprachstatus in Bildung und Verwaltung haben dort eine lange Tradition, die bis in die Zeit nach dem Tod von General Franco 1975 und der Wiederherstellung der regionalen Autonomie zurückreicht. Die Forderungen der Protestierenden sind zweigleisig. Einerseits fordern die Gewerkschaften eine Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen, mehr Arbeitsplatzsicherheit und Gehaltserhöhungen. Andererseits erheben einige Demonstranten, insbesondere solche, die mit der katalanistischen Bewegung verbunden sind, "identitäre" Forderungen, die sich auf die Rechte der katalanischen Sprache und Kultur im Bildungssystem beziehen. Als Reaktion auf die Mobilisierung schlug das regionale Bildungsministerium (Educació) den Lehrern eine jährliche Gehaltserhöhung von 2.500 Euro vor. Dieses Angebot wurde jedoch von den Gewerkschaften als unzureichend abgelehnt. "Educación contempla las reivindicaciones y remite a las mesas de..." – berichtete die Agentur Europa Press unter Berufung auf die Position der Behörden, die ihre Bereitschaft erklärten, die Forderungen zu prüfen, aber ausschließlich im Rahmen offizieller Verhandlungstische. Die Regierung Generalitat Valenciana bezog sich offiziell auf die Proteste und verwies auf Verfahren des sozialen Dialogs als den richtigen Weg zur Konfliktlösung. Chronologie der Ereignisse: 27. Februar, 18:00 Uhr — Ablehnung des Gehaltsangebots; 28. Februar, 14:22 Uhr — Beginn der Demonstrationen; 28. Februar, 16:16 Uhr — Aufruf zu echten Verhandlungen; 28. Februar, 18:44 Uhr — Antwort der Regionalregierung Das Ereignis fügt sich in den weiteren Kontext von Streitigkeiten über die Finanzierung und Autonomie der Bildung in den spanischen Autonomen Gemeinschaften ein. Lehrer, ähnlich wie in anderen Teilen des Landes, beklagen sich über Arbeitsüberlastung, prekäre Beschäftigung und Unterfinanzierung des öffentlichen Sektors. Eine zusätzliche, für Valencia spezifische Dimension des Konflikts ist die Sprachfrage. Die "identitären" Forderungen spiegeln die seit Jahrzehnten anhaltenden Spannungen zwischen Befürwortern einer stärkeren Förderung der katalanischen (valencianischen) Sprache in den Schulen und denen wider, die sich für die Priorität der spanischen Sprache aussprechen. Die Proteste zeigen, dass die Unzufriedenheit unter den Lehrkräften tief ist und über rein wirtschaftliche Fragen hinausgeht, auch den symbolischen und kulturellen Bereich betrifft. Es ist noch nicht bekannt, ob die Ablehnung des Gehaltsangebots durch die Gewerkschaften zu einer Verschärfung der Proteste, beispielsweise in Form eines Streiks, führen wird oder ob die Seiten zu Verhandlungen zurückkehren.