Verstärkte Kontrollen an den Landgrenzübergängen Deutschlands zu anderen EU-Staaten haben hohe finanzielle Kosten verursacht. Aus den vom Bundesministerium des Innern veröffentlichten Daten geht hervor, dass seit ihrer Einführung im Jahr 2024 bis Ende 2025 insgesamt 140 Millionen Euro für diesen Zweck ausgegeben wurden. Die Entscheidung zu den Kontrollen, die als Reaktion auf die steigende Zahl von Migranten getroffen wurde, ist umstritten und wird von der Opposition als kostspielige Symbolpolitik kritisiert.
Hohe Betriebskosten
Aus Daten des Bundesministeriums geht hervor, dass die Kosten für die verstärkten Kontrollen an allen deutschen Binnengrenzen von September 2024 bis Ende Dezember 2025 140 Millionen Euro betrugen. Diese Mittel decken die Ausgaben für Personal, Logistik und Ausrüstung der Bundespolizei.
Wirksamkeit und Umfang der Maßnahmen
Im Zeitraum vom 5. August bis 31. Dezember 2025 wiesen die deutschen Grenzbehörden an den Grenzen 14.129 Personen zurück und verwehrten ihnen die Einreise ins Land. Diese Zahlen zeigen das Ausmaß der an allen Grenzabschnitten durchgeführten Maßnahmen, nicht nur an der EU-Außengrenze.
Kritik der Opposition und Debatte
Die Partei Die Linke kritisiert die Kontrollen scharf und bezeichnet sie als kostspielige Symbolpolitik. Die Abgeordnete Clara Bünger, die die parlamentarische Anfrage eingereicht hat, weist darauf hin, dass die ausgegebenen Mittel in anderen Bereichen wie Bildung oder Klimaschutz dringend benötigt werden und fordert ein Ende der Kontrollen.
Rechtsgrundlage und Kontext
Die Kontrollen wurden gemäß den Bestimmungen des Schengener Grenzkodex eingeführt, der die vorübergehende Wiedereinführung von Kontrollen an den Binnengrenzen in außergewöhnlichen Fällen einer Gefährdung der Sicherheit oder der öffentlichen Ordnung zulässt. Die Entscheidung wurde als Reaktion auf verstärkte Migration und politischen Druck getroffen.
Die seit September 2024 durchgeführten verstärkten Kontrollen an den deutschen Binnengrenzen haben sich als erhebliche Belastung für den Haushalt erwiesen. Das Bundesministerium des Innern hat auf eine parlamentarische Anfrage hin offengelegt, dass bis Ende Dezember 2025 insgesamt 140 Millionen Euro für ihren Betrieb ausgegeben wurden. Die operative Wirksamkeit dieser Politik spiegelt sich in Zahlen wider. Allein im Zeitraum vom 5. August bis zum 31. Dezember 2025 wies die deutsche Bundespolizei an den Grenzen 14.129 Personen die Einreise ab. Diese Maßnahmen werden an allen Grenzabschnitten des Landes durchgeführt und umfassen sowohl Grenzen zu anderen Staaten der Europäischen Union als auch jene innerhalb der Schengen-Zone. Der freie Personenverkehr ist eine der Säulen der europäischen Integration, die seit der Mitte des 20. Jahrhunderts durch Verträge verankert ist. Die vorübergehende Wiedereinführung von Kontrollen an den Binnengrenzen ist gemäß dem Schengener Grenzkodex möglich, jedoch nur in außergewöhnlichen Situationen, die die Sicherheit oder die öffentliche Ordnung gefährden. Diese Politik stößt auf scharfe Kritik der Opposition. Die Abgeordnete der Partei Die Linke, Clara Bünger, die die Anfrage eingereicht hatte, bezeichnete die Kontrollen als „kostenintensive Symbolpolitik”. „kostenintensiver Symbolpolitik” (kostenintensive Symbolpolitik) — Clara Bünger Die Linke argumentiert, dass die enormen öffentlichen Mittel dringend in anderen prioritären Bereichen wie Bildung, Klimaschutz oder sozialer Unterstützung benötigt werden. Die Partei fordert ein sofortiges Ende der Kontrollen. Die Entscheidung zu ihrer Einführung wurde als Reaktion auf verstärkte Migration und wachsenden politischen Druck getroffen, doch nach mehr als eineinhalb Jahren Betrieb wird ihre Effektivität im Verhältnis zu den entstandenen Kosten zum Gegenstand öffentlicher Debatte.
Mentioned People
- Clara Bünger — Abgeordnete der deutschen Partei Die Linke, die eine parlamentarische Anfrage zu den Kosten der Grenzkontrollen eingereicht hat.