In Washington beginnt die Eröffnungssitzung des Friedensrats, einer neuen Institution, die auf Initiative des US-Präsidenten Donald Trump gegründet wurde. Hauptpunkt der Beratungen ist die Ankündigung eines Hilfspakets im Wert von 5 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau Gazas. Obwohl Einladungen an 60 Staaten verschickt wurden, haben etwa 20 Staats- und Regierungschefs, hauptsächlich aus autoritären Ländern, ihre Teilnahme bestätigt, während wichtige europäische Verbündete der neuen Struktur mit großer Zurückhaltung begegnen.
Milliarden für den Wiederaufbau Gazas
Donald Trump kündigte die Sammlung von über 5 Milliarden Dollar von Mitgliedsländern für humanitäre und infrastrukturelle Zwecke im Gazastreifen an.
Kontroversen um die Zusammensetzung
Am Gipfel nehmen etwa 20 Staats- und Regierungschefs teil, hauptsächlich mit autoritärem Profil. Die meisten EU-Länder und der Vatikan halten Abstand.
Unterstützung des Finanzsektors
Die amerikanische Bank JPMorgan führt Gespräche über die Abwicklung von Zahlungen und Finanzprozessen für den Friedensrat.
Am Donnerstag um 15:00 Uhr polnischer Zeit begann in Washington die erste Sitzung des Friedensrats (engl. Board of Peace). Das Treffen findet im kürzlich umbenannten Donald J. Trump Institute of Peace statt. Hauptziel der Einrichtung dieser Struktur ist die Verwaltung von Fonds für den Wiederaufbau des Gazastreifens nach dem verheerenden Konflikt. Präsident Donald Trump kündigte an, dass die Mitgliedsländer bereits einen Betrag von über 5 Milliarden Dollar zugesagt hätten. Das Weiße Haus bewirbt die Initiative als effektivere Alternative zur UNO, doch das Fehlen von Vertretern des Vatikans und vieler westlicher Demokratien wirft einen Schatten auf die globalen Ambitionen des Projekts. Polen entsandte eine Delegation mit niedrigerem Rang als ursprünglich erwartet; unser Land wird von Marcin Przydacz, dem Leiter des Büros für Internationale Politik in der Präsidialkanzlei, vertreten. Die Beziehungen zwischen Donald Trump und internationalen Organisationen sind seit Jahren von Spannungen geprägt, wie der Austritt der USA aus der UNESCO im Jahr 2018 oder dem Pariser Klimaabkommen zeigt, was mit dem Schutz nationaler Interessen auf Kosten des Multilateralismus begründet wurde. Die Struktur des Friedensrats ist umstritten, da die Vollmitgliedschaft mit der Notwendigkeit einer Einzahlung von 1 Milliarde Dollar verbunden ist. Unter den Teilnehmern des Gipfels dominieren Trumps Verbündete mit autoritärem Profil, wie der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán. Deutschland und die Schweiz hingegen haben sich entschieden, lediglich als Beobachter teilzunehmen, und entsenden hochrangige Beamte anstelle von Staats- und Regierungschefs. Die Schweiz wird von Monika Schmutz Kirgöz und Botschafter Ralf Heckner vertreten. Hinter den Kulissen wird berichtet, dass JPMorgan fortgeschrittene Gespräche über die Bankabwicklung und finanzielle Abrechnungen der neuen Organisation führt. Kritiker weisen darauf hin, dass die neue Institution die Polarisierung auf der internationalen Bühne vertiefen könnte, anstatt tatsächlich zur Stabilisierung des Nahen Ostens beizutragen. Der Friedensrat wird das wichtigste internationale Gremium in der Geschichte sein, und es ist eine Ehre für mich, den Vorsitz zu führen. Eingeladene Länder: 60, Bestätigte Delegationen: 47, Vollwertige Mitglieder: 20betragen die Mittel für den Wiederaufbau Gazas [{"aspekt": "Hauptkoordinator", "vor": "UNO (UNRWA)", "nach": "Trumps Friedensrat"}, {"aspekt": "Finanzierung", "vor": "Freiwillige Beiträge der Staaten", "nach": "Mitgliedsbeitrag 1 Mrd. $"}, {"aspekt": "Entscheidungsbefugnis", "vor": "Generalversammlung und Sicherheitsrat", "nach": "Einzelvorsitz Trumps"}]
Mentioned People
- Donald Trump — US-Präsident und Gründer sowie Vorsitzender des Friedensrats.
- Viktor Orbán — Ministerpräsident Ungarns, einer der wichtigsten anwesenden Verbündeten Trumps auf dem Gipfel.
- Marcin Przydacz — Vertreter Polens bei der Sitzung, Leiter des Büros für Internationale Politik in der Präsidialkanzlei.