Neueste Expertenanalysen zeigen, dass das Schließen der Mehrwertsteuerlücke dem polnischen Haushalt nicht die erwarteten Milliarden Złoty bringen wird. Ein Bericht, der von führenden Wirtschaftsmedien zitiert wird, belegt, dass das fiskalische Potenzial zur Abdichtung des Steuersystems nahezu ausgeschöpft ist. Die Regierung von Donald Tusk muss sich der Tatsache stellen, dass weitere Einnahmen aus dieser Quelle deutlich niedriger ausfallen werden, als in optimistischen politischen Szenarien angenommen.
Erschöpfung des Abdichtungspotenzials
Experten weisen darauf hin, dass die meisten Steuerbetrügereien bereits beseitigt wurden und die aktuelle Lücke auf den Konjunkturzyklus zurückzuführen ist.
Fehlende zusätzliche Milliarden
Die auf einer Steigerung der Mehrwertsteuereintreibung basierenden Haushaltspläne der Regierung könnten sich als nicht realisierbar erweisen.
Notwendigkeit einer Politikrevision
Das Fehlen von Einnahmen aus der Mehrwertsteuerlücke wird die Regierung zwingen, Einsparungen oder neue Einnahmequellen in anderen Sektoren zu suchen.
Der neueste von einem Expertenteam erstellte Bericht, der auf den Seiten der „Rzeczpospolita“ und auf Wirtschaftsportalen breit diskutiert wird, bringt pessimistische Nachrichten für das Finanzministerium. Die Analyse belegt, dass die Mehrwertsteuerlücke ihre Rolle als „Sicherung“ der öffentlichen Finanzen verloren hat. Über Jahre hinweg überzeugten Politiker verschiedener Lager davon, dass der Kampf gegen Steuerbetrug eine nahezu unerschöpfliche Quelle zur Finanzierung von Sozial- und Investitionsausgaben sein könnte. Die aktuellen Daten deuten jedoch darauf hin, dass die Fehlermarge im System auf ein natürliches Niveau reduziert wurde, das sich aus administrativen Fehlern und Firmenpleiten ergibt, nicht aus groß angelegten Betrügereien. Die Fachleute betonen, dass die meisten leicht zurückzuholenden Mittel bereits durch die Einführung von Instrumenten wie JPK oder dem Split-Payment-Mechanismus gesichert wurden. Jeder weitere aus dem System zurückgewonnene Złoty kostet den Staat heute administrativ immer mehr. Das bedeutet, dass die Regierung künftige Haushalte nicht mehr auf spektakuläre Steigerungen der Steuereintreibung stützen kann. Experten bewerten es schonungslos, dass Behauptungen über die Möglichkeit, zusätzliche Dutzende Milliarden Złoty jährlich allein durch die Abdichtung des Systems zu gewinnen, ein Mythos sind, der der harten Wirtschaftsstatistik nicht standhält. In den Jahren 2016-2021 verzeichnete Polen einen der schnellsten Rückgänge der Mehrwertsteuerlücke in der Europäischen Union, was die Finanzierung umfangreicher Schutzprogramme ermöglichte, doch seit 2022 hat sich dieser Trend verlangsamt.Angesichts des wachsenden Kreditbedarfs des Staates und der Notwendigkeit, die Haushaltsdisziplin aufrechtzuerhalten, wird das Fehlen zusätzlicher Einnahmen aus der Mehrwertsteuer zu einem ernsthaften strukturellen Problem. Die Medien weisen darauf hin, dass diese Situation die Regierenden zwingen wird, entweder Einsparungen bei den Ausgaben zu suchen oder neue Abgaben einzuführen. Die in den Veröffentlichungen dominierende Erzählung deutet darauf hin, dass die Zeit der „Rente aus der Abdichtung“ unwiderruflich vorbei ist, was die Finanzierung eines Teils der Wahlversprechen ohne Erhöhung des Haushaltsdefizits oder der Staatsverschuldung in Frage stellt. „VAT gap is not a bottomless piggy bank.” (Die Mehrwertsteuerlücke ist keine bodenlose Sparbüchse.) — Expertenbericht Zusammenfassend zeichnen die gesammelten Artikel ein kohärentes Bild vom Ende einer Ära in der polnischen Wirtschaft. Die Regierung, die auf Milliarden aus Steuern gehofft hatte, muss nun ihre Finanzstrategie überprüfen. Experten warnen vor übertriebenem Optimismus und weisen darauf hin, dass die realen Einnahmen sich um die Standardindikatoren für das Konsumwachstum bewegen werden, nicht um spektakuläre Erfolge im Kampf gegen den Schattensektor. Die Situation ist umso schwieriger, als sie eine zentrale Einnahmequelle des Staates betrifft, die für fast die Hälfte der Haushaltseinnahmen verantwortlich ist.
Mentioned People
- Donald Tusk — Premierminister Polens, dessen Regierung ihre Haushaltsannahmen auf Steuereinnahmen stützte.