Im Alter von 84 Jahren ist Reverend Jesse Jackson verstorben, einer der einflussreichsten Führer der Bürgerrechtsbewegung in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Der Mitarbeiter von Martin Luther King und zweimaliger Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Demokratischen Partei starb friedlich im Kreise seiner Familie. Sein Kampf für soziale Gerechtigkeit, Rassengleichheit sowie sein Engagement in internationalen Vermittlungen haben das Gesicht der amerikanischen politischen Bühne nachhaltig verändert und den Weg für die spätere Präsidentschaft von Barack Obama geebnet.

Tod und Ursache

Er starb im Alter von 84 Jahren nach einem Kampf mit fortschreitenden neurologischen Erkrankungen, darunter Parkinson-Krankheit.

Politisches Erbe

Er war ein Pionier, dessen Präsidentschaftskampagnen in den 1980er Jahren den späteren Erfolg von Barack Obama ermöglichten.

Auslandsvermittlungen

Er unterstützte aktiv Bürgerrechtsbewegungen in Nordirland und verhandelte die Freilassung von Geiseln im Nahen Osten.

Die Nachricht vom Tod von Jesse Jackson, der legendären Aktivistengestalt, die jahrzehntelang den Kampf für die Rechte der Afroamerikaner definierte, ging um die Welt. Wie die Organisation Rainbow PUSH Coalition mitteilte, starb der Geistliche im Alter von 84 Jahren nach langem Kampf mit einer Krankheit. Obwohl er seit Jahren an Parkinson litt und neuere medizinische Berichte auf eine fortschreitende progressive supranukleäre Lähmung hindeuteten, blieb er bis zuletzt ein Symbol der Hoffnung für Ausgegrenzte. Seine Karriere nahm an der Seite von Martin Luther King Fahrt auf, mit dem er in Selma marschierte und bei dessen tragischem Tod im Jahr 1968 anwesend war. In den folgenden Jahrzehnten wurde Jackson zu einer zentralen Figur des schwarzen Amerikas und verband religiöses Engagement mit politischer Aktivität in zuvor ungekanntem Ausmaß. In den Jahren 1984 und 1988 bewarb sich Jesse Jackson um die Nominierung der Demokratischen Partei für die Präsidentschaftswahlen, was ein bahnbrechender Moment war, der die reale politische Macht ethnischer Minderheiten in den Vereinigten Staaten zeigte. Jackson war nicht nur ein nationaler Führer, sondern auch ein erfolgreicher Vermittler auf der internationalen Bühne. Seine Aktivitäten gingen weit über die Grenzen der USA hinaus und umfassten auch Engagement in irischen Angelegenheiten. Zweimal besuchte er Derry, unterstützte dort die Bürgerrechtsbewegung und arbeitete mit dem Friedensnobelpreisträger John Hume zusammen. Zudem wurde er für die Aushandlung der Freilassung amerikanischer Gefangener in Syrien und Irak bekannt. Politiker aus dem gesamten politischen Spektrum zollten dem Verstorbenen Tribut. „Michelle und ich sind auf den Schultern eines Riesen aufgewachsen, wie es Jesse Jackson war.” — Barack Obama Donald Trump hingegen betonte die Stärke seiner Persönlichkeit und seinen Straßeninstinkt und merkte an, dass sie trotz politischer Differenzen eine langjährige Bekanntschaft verband. Jacksons Tod schließt ein wichtiges Kapitel in der Geschichte des amerikanischen Aktivismus und hinterlässt ein Erbe, das bis heute prodemokratische Bewegungen weltweit inspiriert. 1988 — In diesem Jahr erhielt Jackson 6,9 Millionen Stimmen in den Vorwahlen der Demokraten

Mentioned People

  • Jesse Jackson — Führer der Bürgerrechtsbewegung, zweimaliger Kandidat für das US-Präsidentenamt.
  • Barack Obama — 44. Präsident der USA, der Jackson als seinem Mentor Tribut zollte.
  • Martin Luther King — Friedensnobelpreisträger und Führer der Bürgerrechtsbewegung, enger Mitarbeiter Jacksons.