Der International Football Association Board (IFAB) hat eine Reihe wesentlicher Änderungen der Spielregeln genehmigt, die während der kommenden Weltmeisterschaft 2026 in Kraft treten werden. Die wichtigsten Modifikationen umfassen die Erweiterung der Kompetenzen des VAR-Systems auf zweite gelbe Karten und Eckstöße sowie die Einführung strenger Zeitabzüge bei Spielwiederaufnahmen. Diese Änderungen zielen darauf ab, absichtliches Verzögern von Spielen zu eliminieren und die Fairness von Platzentscheidungen zu erhöhen.
Erweiterte Rolle des VAR-Systems
Die Videotechnologie umfasst nun die Überprüfung der Rechtmäßigkeit zweiter gelber Karten sowie von Entscheidungen zur Vergabe von Eckstößen.
Stopp der Zeitvergeudung
Einführung einer Zeitabzählung bei Spielwiederaufnahmen; Überschreiten des Limits führt zu sofortiger individueller Bestrafung.
Verbot des Mundverdeckens
Spieler können für das Verdecken des Gesichts während Platzgesprächen bestraft werden, um beleidigende Äußerungen einzudämmen.
Debüt bei der WM 2026
Alle neuen Regeln werden während der kommenden Weltmeisterschaft in Nordamerika global eingeführt.
Während der jährlichen Generalversammlung in Wales entschied der IFAB, die radikalsten Regeländerungen seit dem Debüt der Videotechnologie umzusetzen. Kernpunkt der Reform ist die Erweiterung des VAR-Protokolls. Ab dieser Weltmeisterschaft erhalten Videoschiedsrichter das Recht, bei Situationen bezüglich zweiter gelber Karten einzugreifen, was sich direkt auf Spielerausschlüsse auswirkt. Zudem werden Eckstöße unter die Lupe des Systems genommen, um Fehler bei der Vergabe von Standardsituationen zu verhindern, die oft über Spielergebnisse entscheiden. Die zweite Säule der Reform ist der kompromisslose Kampf gegen Zeitvergeudung. Ein Countdown-System bei Einwürfen, Freistößen und Spielerwechseln wird eingeführt. Wenn ein Spieler das Spiel nicht innerhalb der festgelegten Sekundenfrist wiederaufnimmt, ist der Schiedsrichter verpflichtet, ihn mit einer gelben Karte zu bestrafen. Die Fußballwelt bezeichnet die neuen Vorschriften zur Bestrafung von Verletzungssimulation und Provokation als „Vinicius-Gesetz“, in Anlehnung an häufige Vorfälle mit dem brasilianischen Star von Real Madrid. Neu ist auch die geplante Bestrafung von Spielern für das Verdecken des Mundes während Gesprächen mit Gegnern oder Schiedsrichtern, was die Transparenz erhöhen und die Beleidigung von Spielbeteiligten einschränken soll. Das VAR-System wurde offiziell 2018, kurz vor der Weltmeisterschaft in Russland, nach mehrjährigen Tests in nationalen Ligen in die Spielregeln aufgenommen. Seitdem wurde das Protokoll wiederholt für seinen zu engen Kompetenzbereich oder übermäßige Unterbrechungen des Spielflusses kritisiert. Die in Wales getroffenen Entscheidungen gelten bereits ab dem 1. Juli 2026, was bedeutet, dass sie während der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko vollständig getestet werden. Experten weisen darauf hin, dass diese Änderungen Trainer und Spieler zu einer Änderung ihrer Platzgewohnheiten zwingen werden, insbesondere in den Schlussphasen von Spielen, wo Zeitvergeudung bisher eine Standardtaktik war. Die FIFA hofft, dass dank der neuen Regeln die effektive Spielzeit pro Partie um mehrere Minuten steigen wird. „This is a historic moment for football. Our goal is to make the game faster, fairer, and more attractive to fans around the world.” — Präsident der FIFA, anwesend bei der Genehmigung der neuen Regeln.
Perspektywy mediów: Liberale und pro-technologische Medien loben die Änderungen als notwendigen Schritt hin zu Professionalisierung und Objektivität im Sport. Konservative Sportportale warnen vor weiterer Zerstückelung der Spiele und dem Verlust des traditionellen Geistes ununterbrochener Wettkämpfe.
Mentioned People
- Gianni Infantino — Präsident der FIFA, anwesend bei der Genehmigung der neuen Regeln.
- Vinícius Júnior — Spieler von Real Madrid, dessen Name zur umgangssprachlichen Bezeichnung für die neuen Vorschriften zu Provokation und Rassismus wurde.