Meta hat die Einführung eines neuen Sicherheitsmechanismus auf der Plattform Instagram angekündigt, der die elterliche Aufsicht über Minderjährige revolutionieren wird. Das System wird Erziehungsberechtigte automatisch benachrichtigen, wenn ein Teenager nach Begriffen im Zusammenhang mit Selbstmord oder Selbstverletzung sucht. Diese Funktion, die für den 26. Februar 2026 angekündigt wurde, ist eine Reaktion auf den wachsenden regulatorischen Druck von Regierungen, insbesondere im Vereinigten Königreich, wo ein vollständiges Verbot sozialer Medien für Kinder unter sechzehn Jahren erwogen wird.

Direkte Warnmeldungen für Erziehungsberechtigte

Eltern erhalten Benachrichtigungen, wenn ihr Kind nach Inhalten im Zusammenhang mit Selbstmord oder Selbstverletzung sucht.

Einführung im März 2026

Die neue Funktion wird zunächst in den USA und dem Vereinigten Königreich gestartet und kurz darauf in Europa.

Regulatorischer Kontext im Vereinigten Königreich

Die Ankündigung der Änderungen erfolgte zu einem Zeitpunkt, als die britische Regierung ein Verbot sozialer Medien für Personen unter 16 Jahren erwog.

Der Meta-Konzern, Eigentümer von Instagram, hat einen beispiellosen Schritt in der Schutzpolitik für die jüngsten Nutzer unternommen. Die neue Funktion sieht vor, dass Eltern eine Benachrichtigung per E-Mail, SMS oder über die WhatsApp-App erhalten, wenn ihr Kind Suchbegriffe eingibt, die auf eine psychische Krise oder selbstverletzende Tendenzen hindeuten. Obwohl die Plattform seit Jahren Mechanismen zur Blockierung schädlicher Suchergebnisse anwendet und Nutzer an Hilfetelefone verweist, gelangt diese Information erstmals direkt zu den Erziehungsberechtigten, ohne ausdrückliche Zustimmung des Minderjährigen. Diese Änderung ist Teil der globalen Strategie zur Einführung von Teenager-Konten, die ein höheres Maß an digitaler Sicherheit gewährleisten sollen. Die Geschichte der Regulierung sozialer Medien im Kontext psychischer Gesundheit gewann nach dem tragischen Tod von Molly Russell im Jahr 2017 an Fahrt, was im Vereinigten Königreich zur Verabschiedung des wegweisenden Online Safety Act führte. Die Implementierung des Systems beginnt bereits im März 2026 und umfasst zunächst englischsprachige Länder, gefolgt von europäischen Märkten, darunter Italien und Irland. Experten weisen darauf hin, dass der Zeitpunkt der Ankündigung kein Zufall ist – er fällt mit der Debatte im britischen Parlament über drastische Zugangsbeschränkungen zum Internet für Jugendliche zusammen. Meta argumentiert, dass das System präzise sei und nur auf wiederkehrende Verhaltensmuster reagiere, um unnötige Alarme in Einzelfällen zu verhindern. „This clumsy announcement is fraught with risk and we are concerned that forced disclosures could do more harm than good.” (Diese ungeschickte Ankündigung ist voller Risiken und wir befürchten, dass erzwungene Offenlegungen mehr schaden als nützen könnten.) — Andy Burrows Organisationen, die sich mit dem Schutz der Privatsphäre von Kindern befassen, warnen, dass solche Maßnahmen das Vertrauen in der Eltern-Kind-Beziehung zerstören und Jugendliche davon abhalten könnten, online Hilfe zu suchen, wodurch das Problem an Orte verlagert wird, die noch weniger von Erwachsenen kontrolliert werden. Die Initiative von Meta umfasst auch die Überwachung von Interaktionen mit Generativer Künstlicher Intelligenz, was auf den Wunsch hinweist, ein ganzheitliches Überwachungsökosystem zu schaffen. Kritiker behaupten jedoch, dass Technologieplattformen solche Zugeständnisse nur unter Androhung empfindlicher Geldstrafen oder vollständiger Betriebsverbote machen. Obwohl Meta sich als Vorreiter sozialer Verantwortung präsentiert, ist es für viele Beobachter lediglich ein Versuch, eine Verschärfung des Rechts zu vermeiden, die das Geschäftsmodell des Unternehmens, das auf dem Engagement junger Nutzer basiert, treffen würde.

Mentioned People

  • Andy Burrows — Geschäftsführer der Molly Rose Foundation, die sich mit der Sicherheit von Kindern im Internet befasst.
  • Molly Russell — Britische Teenagerin, deren tragischer Tod zum Symbol für den Kampf um die Sicherheit von Kindern in sozialen Medien wurde.