In den letzten zwei Tagen wurden zwei neue Ausbrüche der hochpathogenen Vogelgrippe in kommerziellen Haltungen in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern bestätigt. In Okrąg im Powiat Lipnowski betrifft dies 52.000 Legehennen, in Kołuda Wielka – eine seltene Rasse der Weißen Kołuda-Gans. Parallel verzeichneten die nationalen Veterinärdienste in der vergangenen Woche fast 40 neue Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen. Die epidemiologische Situation in der polnischen Tierhaltung wird immer schwieriger.

Neue Ausbrüche der Vogelgrippe

In Okrąg und Kołuda Wielka wurden Infektionen in Hühner- und Gänsefarmen bestätigt. Im ersten Fall ist die Keulung von 52.000 Vögeln notwendig.

Verluste bei genetisch wertvoller Gänseherde

In Kołuda Wielka, einem Rückzugsort der wertvollen Rasse Weiße Kołuda-Gans, wurden bereits etwa 4.700 von 8.500 Vögeln gekeult. Der Kampf um die Rettung des Restes dauert an.

ASP-Epidemie bei Wildschweinen im Land

In der vergangenen Woche wurden 39 neue Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest in der Wildschweinpopulation verzeichnet, mit deutlicher Häufung im Powiat Piotrkowski.

ASP außerhalb der Sperrzone in Spanien

Spanische Behörden haben erstmals ASP-Fälle bei Wildschweinen außerhalb des ursprünglichen Ausbruchsgebiets in der Nähe von Barcelona nachgewiesen, was neue Besorgnis erregt.

Die Veterinärdienste in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern kämpfen mit zwei neuen, bestätigten Ausbrüchen der hochpathogenen Vogelgrippe (HPAI). Der erste wurde in der Ortschaft Okrąg im Powiat Lipnowski in einem Betrieb mit insgesamt 52.000 Legehennen entdeckt. Der zweite Ausbruch wurde in Kołuda Wielka im Powiat Inowrocławski festgestellt, wo die Krankheit eine Herde der seltenen Rasse Weiße Kołuda-Gans mit 8.500 Vögeln befallen hat. Laut Wojciech Młynarek mussten bisher etwa 4.700 Gänse gekeult werden, und der Kampf um die Rettung des Restes dauert an. „Staramy się uratować pozostałe gęsi, może uda się. Wszystko zależy od obsługi, właścicieli hodowli i zastosowanych reżimów.” (Wir versuchen, die restlichen Gänse zu retten, vielleicht gelingt es. Alles hängt von der Betreuung, den Besitzern der Haltung und den angewandten Maßnahmen ab.) — Wojciech Młynarek Laut Daten des GIW wurden seit Anfang Januar bereits 39 HPAI-Ausbrüche in kommerziellen Beständen im Land bestätigt, mit deutlicher Dominanz von Ausbrüchen in Großpolen. Die Beseitigung der vier letzten in den Berichten erwähnten Ausbrüche ist mit der Notwendigkeit der Keulung von über 130.000 weiteren Tieren verbunden. Parallel zu den Problemen mit der Vogelgrippe kämpfen die polnischen Dienste mit einer weiteren Infektionswelle der Afrikanischen Schweinepest in der Wildschweinpopulation. Laut dem neuesten GIW-Bericht wurden in der vergangenen Woche 39 neue ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen im Land bestätigt. Besorgniserregend ist die Situation im Powiat Piotrkowski, wo in den Gemeinden Rozprza und Sulejów weitere Fälle registriert wurden. Seit Jahresbeginn gab es in diesem Teil der Woiwodschaft Łódź bereits 9 Krankheitsausbrüche.39 — neue ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen innerhalb einer Woche Besorgniserregende Nachrichten kommen auch aus dem Ausland. In Spanien wurden erstmals ASP-Fälle bei Wildschweinen außerhalb des ursprünglichen Ausbruchsgebiets in der Nähe von Barcelona nachgewiesen. In dieser Region wurden insgesamt 155 infizierte Schweine festgestellt, und in den letzten Tagen wurden dreizehn neue Fälle entdeckt, was zu einer Verschärfung der Restriktionen führte. Die Rückkehr der Krankheit in den Powiat Piotrkowski und ihre Ausbreitung in Spanien zeigen, dass ASP nach wie vor eine ernste, internationale Bedrohung für die Schweinehaltung darstellt. Die hochpathogene Vogelgrippe griff 2006 erstmals in großem Maßstab polnische Geflügelhaltungen an und verursachte enorme wirtschaftliche Verluste. Die Afrikanische Schweinepest, eine für Menschen ungefährliche, aber für Schweine und Wildschweine tödliche Viruserkrankung, trat 2014 in Polen auf, höchstwahrscheinlich aus Gebieten Weißrusslands eingeschleppt. Seitdem ist der Kampf gegen beide Viren ein ständiger Bestandteil der polnischen Agrarlandschaft. Die aktuelle Infektionswelle beider Krankheiten in kurzer Zeit deutet auf eine Verschärfung des epizootischen Drucks hin und stellt die Wirksamkeit der bisherigen Biosicherheitsmaßnahmen in Frage. Die Situation erfordert eine enge Zusammenarbeit von Tierhaltern, Veterinärdiensten und Kommunen, um eine weitere Eskalation der Verluste, sowohl wirtschaftlicher als auch wertvoller genetischer Ressourcen wie der Gänseherde in Kołuda Wielka, zu verhindern.

Mentioned People

  • Wojciech Młynarek — Vermutlich ein Vertreter der Veterinärdienste in Kujawien-Pommern, der die Situation mit der Vogelgrippe kommentiert.
  • Agnieszka Fernes — Woiwodschaftsveterinärinspektorin, im Zusammenhang mit der Erläuterung der epidemiologischen Lage erwähnt.