Die europäischen Börsen schlossen die Donnerstagssitzung im Plus, wobei Mailand die Führung übernahm, wo der FTSE MIB-Index deutliche Gewinne verzeichnete. Die Haupttreiber waren Aktien des Bankensektors, insbesondere von Mps und Mediobanca, sowie die hervorragenden Ergebnisse des Konzerns Stellantis. Gleichzeitig verzeichnete der Rohstoffmarkt eine Erholung der Erdgaspreise, die um fast 4 Prozent stiegen und ein Niveau von 32,2 Euro pro Megawattstunde erreichten.
Hausse in Mailand
Der FTSE MIB-Index steigt um über 1 Prozent und erreicht dank des Bankensektors und des Unternehmens Stellantis historische Höchststände.
Erholung der Gaspreise
Nach morgendlichen Rückgängen stieg der Gaspreis an der Amsterdamer Börse auf 32,2 Euro pro MWh, was einem Anstieg von 3,7 Prozent entspricht.
Russische Schattenflotte
Berichte deuten auf enorme Gewinne Russlands aus dem Ölhandel trotz Sanktionen hin, was den europäischen Energiemarkt destabilisiert.
Die europäischen Kapitalmärkte zeigen große Widerstandsfähigkeit angesichts geopolitischer Unsicherheit, und die Sitzungen Ende Februar 2026 wurden vom Optimismus der Anleger dominiert, die auf die Ergebnisse von Technologiegiganten wie Nvidia warten. Der italienische Index FTSE MIB erreichte Werte, die seit 2000 nicht mehr verzeichnet wurden, was eine Folge der Spekulationswelle über die Konsolidierung des Bankensektors ist. Besondere Aufmerksamkeit ziehen die Bewegungen um die Bank Monte dei Paschi di Siena und Mediobanca auf sich, wo der Markt auf günstige Aktientauschverhältnisse bei Fusionsprozessen hofft. Ein zusätzlicher Faktor, der die Märkte stützte, waren Informationen über Fortschritte bei der Erstellung von Kandidatenlisten für die Aufsichtsräte der Banco BPM, was die Corporate Governance in wichtigen Finanzinstituten stabilisiert. Die Mailänder Wertpapierbörse, die 1808 von Eugène de Beauharnais, dem Vizekönig Italiens, gegründet wurde, dient seit Jahrzehnten als Barometer für den Zustand der drittgrößten Wirtschaft der Eurozone.Die Lage auf dem Energiemarkt bleibt dynamisch. Obwohl die Donnerstagssitzung mit einem Rückgang der Preise für den blauen Brennstoff unter 31 Euro begann, schloss sie mit einem deutlichen Anstieg auf 32,2 Euro pro MWh. Experten führen diese Volatilität auf Berichte über die Umgehung von Sanktionen durch die russische „Schattenflotte“ zurück, die Energierohstoffe transportiert, was enorme Gewinne für Moskau bei relativ niedrigen Haushaltseinnahmen der europäischen Staaten generiert. Darüber hinaus erreichten die Dieselpreise in Italien den höchsten Stand seit 11 Monaten, was zusätzlichen Inflationsdruck auf den Transport- und Logistiksektor ausübt. Im Industriesektor wurden kontrastierende Stimmungen verzeichnet. Einerseits gewann Stellantis an der Börse trotz der Ankündigung des ersten Jahresverlusts in seiner Geschichte dank optimistischer Prognosen zu Margen und Restrukturierung. Andererseits spürten Unternehmen wie Prysmian eine Korrektur nach der Veröffentlichung der Finanzergebnisse. Vertreter von Saipem erklärten sich bereit, auf den venezolanischen Markt zurückzukehren, was neue Perspektiven für die italienische Bergbauindustrie in Südamerika eröffnen könnte. Anleger verfolgen auch aufmerksam die Verbraucherstimmung in der Schweiz, wo Finanzanalysten einen seit Monaten nicht mehr gesehenen Optimismus hinsichtlich der künftigen Wirtschaftskonjunktur zeigen.„Il mercato delle telecomunicazioni necessita di riforme strutturali per garantire stabilità e crescita nel lungo periodo.” (Der Telekommunikationsmarkt benötigt strukturelle Reformen, um langfristig Stabilität und Wachstum zu gewährleisten.) — Der Geschäftsführer der TIM-Gruppe (Telecom Italia), der sich zur Lage des Telekommunikationssektors äußert.
Perspektywy mediów: Medien mit liberalem Profil konzentrieren sich auf Börsenerfolge und Bankenkonsolidierungsprozesse als Beweis für die Stärke des italienischen Kapitalismus. Konservative Presse hebt das Problem der Sanktionsumgehung durch Russland sowie hohe Kraftstoffpreise hervor, die die Geldbeutel der Bürger belasten.
Mentioned People
- Pietro Labriola — Der Geschäftsführer der TIM-Gruppe (Telecom Italia), der sich zur Lage des Telekommunikationssektors äußert.
- Giuseppe Castagna — Der Präsident der Banco BPM, verantwortlich für den Prozess der Erstellung einer neuen Kandidatenliste für den Vorstand der Bank.