Die Lage im Nahen Osten hat nach einer Reihe von Erklärungen israelischer Politiker, die die Türkei als neue regionale Bedrohung bezeichnen, einen kritischen Punkt erreicht. Gleichzeitig haben die Vereinigten Staaten die größten Streitkräfte seit 2003 in der Region konzentriert, darunter zwei Flugzeugträgerkampfgruppen. Teheran, das einen Angriff erwartet, schließt den Kauf moderner Überschallraketen aus China und Waffen aus Russland ab, was das Kräfteverhältnis im Falle eines offenen Konflikts radikal verändern könnte.
Israel definiert Türkei als Rivalen
Die Behörden in Tel Aviv haben begonnen, die Türkei öffentlich als eine Bedrohung zu bezeichnen, die mit dem Iran vergleichbar ist, und bauen eine Erzählung über die Notwendigkeit des Schutzes vor der „sunni-Achse” auf.
Amerikanische Armada um Iran
Die USA haben zwei Flugzeugträger und F-22-Kampfflugzeuge in der Region stationiert, was die größte Truppenmobilisierung seit der Invasion im Irak im Jahr 2003 darstellt.
Iranische Raketenkäufe in China
Teheran schließt den Kauf von CM-302-Überschallraketen ab, die aufgrund ihrer Geschwindigkeit von Mach 4 amerikanische Flugzeugträger effektiv treffen können.
Europäische Reisewarnungen
Polen und Deutschland haben ihre Staatsbürger zu besonderer Vorsicht in Israel und im Libanon aufgerufen, da das Risiko einer plötzlichen Eskalation besteht.
Die geopolitische Lage im Nahen Osten hat sich nach jüngsten Äußerungen führender israelischer Politiker drastisch verschlechtert. Premierminister Benjamin Netanjahu kündigte Pläne für den Aufbau einer neuen Allianz an, die der sogenannten „sunni-Achse” entgegenwirken soll, und bezeichnete die Türkei als wachsende Bedrohung für die Sicherheit des Landes. Der ehemalige Premierminister Naftali Benet verglich Ankara direkt mit Teheran und beschuldigte die Regierung von Recep Tayyip Erdoğan, sich mit Israel feindlich gesinnten regionalen Blöcken zu verbünden. Die türkische Zeitung „Daily Sabah” interpretiert diese Maßnahmen als Versuch, die israelische Öffentlichkeit um einen neuen äußeren Feind zu mobilisieren. Gleichzeitig setzen die Vereinigten Staaten die massive Truppenkonzentration in der Nähe der iranischen Grenzen fort. Die Flugzeugträger USS Abraham Lincoln und USS Gerald R. Ford wurden in die Region verlegt, und eine Flotte von F-22 Raptor-Kampfflugzeugen wurde auf Stützpunkte in Israel verlegt. Präsident Donald Trump stellte Teheran ein Ultimatum für ein neues Atomabkommen und schloss eine militärische Intervention nicht aus. Deutsche und polnische diplomatische Dienste haben dringende Warnungen für ihre Staatsbürger in Israel und im Libanon herausgegeben und empfehlen, Vorräte anzulegen und Raketenangriffswarnsysteme zu überwachen. Die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei, einst enge militärische Verbündete, begannen sich nach dem Vorfall mit der Mavi-Marmara-Flottille im Jahr 2010 zu verschlechtern. Die aktuelle Krise ist die schwerste seit Jahrzehnten, und die Rhetorik beider Seiten erinnert an die schlimmsten Momente des Kalten Krieges im Nahen Osten. Der Iran bleibt gegenüber den amerikanischen Bewegungen nicht untätig. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters steht Teheran kurz vor dem Abschluss eines Abkommens mit Peking über die Lieferung von CM-302-Überschall-Antischiffsraketen. Diese moderne Waffe, die entwickelt wurde, um Raketenabwehrsysteme zu umgehen, stellt eine direkte Bedrohung für die amerikanische Flotte dar. Darüber hinaus wurde ein geheimer Vertrag mit Russland im Wert von 500 Millionen Euro über die Lieferung von Luftverteidigungssystemen aufgedeckt. Experten warnen, dass ein möglicher Konflikt nicht auf den Iran beschränkt bleiben, sondern auch den Libanon umfassen wird, wo Israel Angriffe auf zivile Infrastruktur angekündigt hat, sollte sich die Hisbollah an den Kämpfen beteiligen. „It would be a total game changer if Iran has supersonic capabilities to attack ships in the area. These missiles are very difficult to intercept.” (Es wäre ein absoluter Game-Changer, wenn der Iran über Überschallfähigkeiten verfügen würde, um Schiffe in der Region anzugreifen. Diese Raketen sind sehr schwer abzufangen.) — Danny Citrinowicz
Mentioned People
- Benjamin Netanjahu — Premierminister Israels, Initiator des Plans zum Aufbau eines neuen Bündnissystems gegen regionale Rivalen.
- Donald Trump — Präsident der USA, der den Iran mit einer militärischen Intervention bedrohte, falls kein neues Atomabkommen zustande kommt.
- Naftali Benet — Ehemaliger Premierminister Israels, der die Türkei öffentlich als Bedrohung für den jüdischen Staat bezeichnete.