Polen befindet sich unter dem Einfluss einer außergewöhnlich warmen Luftmasse, die einen raschen Temperaturanstieg zum Ende Februar und Anfang März gebracht hat. Meteorologen sagen lokale Rekorde voraus und verweisen auf bis zu 19 Grad Celsius in den wärmsten Regionen des Landes. Trotz des frühlingshaften Wetters hält das Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft Warnungen vor Schneeschmelze und Hochwasser aufrecht, insbesondere im nordöstlichen Teil des Landes, wo noch eine Schneedecke liegt.
Extreme Temperaturen
Die Prognosen sagen bis zu 19 Grad Celsius voraus, ein Wert, der für Ende Februar in Polen ungewöhnlich ist.
Hydrologische Warnungen
Das IMGW hält gelbe Warnungen vor Schneeschmelze aufrecht, insbesondere in den östlichen Regionen des Landes.
Risiko für die Landwirtschaft
Experten warnen vor Verlusten aufgrund vorzeitiger Vegetation und möglichem Nachtfrost im März.
Das letzte Februarwochenende 2026 wird in die meteorologischen Chroniken als eine Periode außergewöhnlich hoher Temperaturen eingehen, die deutlich von den langjährigen Normen für diesen Monat abweichen. Der Zustrom warmer Luftmassen führte dazu, dass in vielen Regionen Polens, einschließlich Masowien und den südwestlichen Gebieten, die Quecksilbersäule die 15-Grad-Celsius-Marke überschritt und lokal sogar 19 Grad erreichen könnte. Dieses Wetter ermutigte die Bewohner zu Aktivitäten im Freien, wie bei organisierten Läufen in Bydgoszcz oder auf Wanderwegen in den Beskiden zu sehen war. Die Wetterlage bleibt jedoch uneinheitlich; während Breslau und Thorn sich an wolkenlosem Himmel erfreuen, kämpfen Warschau und Stettin mit dichter Bewölkung und Grauheit. Parallel zu den frühlingshaften Temperaturen nehmen hydrologische Gefahren zu. Schneeschmelze war der Grund für die Ausgabe gelber Warnungen durch das IMGW. Die schwierigste Situation herrscht in Podlachien und im östlichen Masowien, wo schnell schmelzender Schnee den Wasserstand in Flüssen ansteigen lässt und lokale Überschwemmungen droht. Hydrologische Dienste überwachen Warnzustände und befürchten, dass der schnelle Übergang von einem frostigen Winter zu hohen Temperaturen lokale Ökosysteme und die Hochwasserschutzinfrastruktur destabilisieren könnte. Extreme Temperaturschwankungen zum Jahreszeitenwechsel werden zunehmend mit Veränderungen der Luftmassenzirkulation über Mitteleuropa in Verbindung gebracht, was in der Vergangenheit zu plötzlichen Schmelzwasserhochwassern führte.Experten warnen vor übermäßigem Optimismus und erinnern daran, dass der März launisch sein kann. Langfristige Prognosen deuten auf die Möglichkeit intensiver Schneefälle Mitte des Monats sowie das Risiko von Nachtfrost hin, der für die erwachende Vegetation zerstörerisch sein kann. Landwirte und Gärtner äußern Besorgnis und verweisen auf Anomalien wie Schneeschimmel auf Rasenflächen oder vorzeitigen Vegetationsbeginn, der bei einer Rückkehr von Frost zu enormen Ernteverlusten führen könnte. Darüber hinaus berührt die öffentliche Debatte das Problem einer möglichen landwirtschaftlichen Dürre, wenn nach der schnellen Schneeschmelze im Frühjahr keine regelmäßigen Regenfälle folgen. „Sobotnie ocieplenie przyniesie nawet 19 st. C. To dopiero początek zmian, które mogą skutkować rekordami dla tego okresu roku.” (Die Erwärmung am Samstag bringt sogar 19 °C. Das ist erst der Anfang von Veränderungen, die zu Rekorden für diese Jahreszeit führen könnten.) — IMGW-Experte