Der vorletzte Tag der Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 brachte historische Entscheidungen. Der norwegische Skilangläufer Johannes Klaebo stellte einen phänomenalen Rekord auf, indem er sechs Goldmedaillen in sechs Starts gewann. Die Gastgeber feierten einen Doppelsieg im Männer-Skicross, wo Simone Deromedis Gold und Federico Tomasoni Silber errang. Italien überschritt die Marke von 30 Medaillen, wurde in der Gesamtwertung jedoch nach den Finals im Eisschnelllauf von den Niederlanden überholt.
Rekordverdächtige Leistung von Klaebo
Der Norweger Johannes Klaebo gewann 6 Goldmedaillen, indem er alle Wettbewerbe, an denen er teilnahm, gewann, einschließlich des Finalrennens über 50 km.
Italienischer Doppelsieg im Skicross
Simone Deromedis (Gold) und Federico Tomasoni (Silber) dominierten das Finale des Skicross in Livigno während intensiver Schneefälle.
Abschied von Dorothea Wierer
Die mehrfache Welt- und Olympiamedaillengewinnerin Dorothea Wierer beendete offiziell ihre Karriere mit dem 5. Platz im Biathlon-Massenstart.
Dreißigste Medaille für Italien
Andrea Giovannini gewann Bronze im Massenstart und sicherte den Gastgebern die 30. Jubiläumsmedaille bei den Heimspielen.
Die Wettkämpfe auf den Strecken in Livigno und Tesero lieferten den Fans unvergessliche Emotionen. Zum absoluten Helden der Spiele wurde Johannes Hoesflot Klaebo erklärt. Der Norweger triumphierte im Massenstart über 50 km im klassischen Stil und besiegelte damit seine sechste Goldmedaille bei einem einzigen Wettbewerb. Dies ist eine beispiellose Leistung in der Geschichte des Skilanglaufs und bestätigt die völlige Dominanz der norwegischen Mannschaft in den Ausdauerdisziplinen. Im Männer-Skicross waren die italienischen Fans Zeugen eines historischen Doppelerfolgs. Simone Deromedis gewann die Goldmedaille und zeigte dabei seine beste Form trotz schwieriger Wetterbedingungen und starken Schneefalls. Den zweiten Platz belegte Federico Tomasoni, für den dieser Erfolg eine persönliche Bedeutung hatte. Der Athlet startete mit einem Helm, der seine tragisch verstorbene Partnerin/Freundin (in italienischen Medien als „fidanzata“ beschrieben), Matilde Lorenzi, würdigte. Die Tradition des 50-km-Laufs (des sogenannten königlichen Distanz) reicht bis zu den ersten Winterspielen in Chamonix im Jahr 1924 zurück und stellt seit Jahrzehnten die härteste Prüfung für Skilangläufer dar. Auf der Eislaufbahn in Mailand endeten die Wettkämpfe im Massenstart. Im Männerwettbewerb gewann Andrea Giovannini die Bronzemedaille für Italien, was der dreißigste Medaillengewinn für die Gastgeber war. Gold sicherte sich der Niederländer Jorrit Bergsma. Bei den Frauen war die Niederländerin Marijke Groenewoud unschlagbar, während die italienische Vertreterin Francesca Lollobrigida die Wettkämpfe auf dem für Sportler ungünstigsten vierten Platz beendete. Diese Ergebnisse erhöhten den Medaillenstand der Niederlande in der Medaillentabelle, bedeuteten aber nicht automatisch, dass Italien in der Medaillenwertung überholt wurde.È tutto molto emozionante. Avevo immaginato questo momento, le favole esistono. Im Biathlon waren die Augen der Fans auf Antholz gerichtet, wo die Legende dieser Disziplin, Dorothea Wierer, ihre sportliche Karriere beendete. Die Italienerin belegte den fünften Platz im Massenstart und gab nach dem Start zu, dass der richtige Zeitpunkt für den Abschied vom Leistungssport gekommen sei. Gold in dieser Disziplin gewann die Französin Oceane Michelon, was die starke Position Frankreichs bei diesen Spielen bestätigte. Die Organisatoren haben die Arena in Verona bereits für die feierliche Abschlusszeremonie vorbereitet, die Tradition mit einem modernen Ansatz für Sportveranstaltungen verbinden soll.
Mentioned People
- Johannes Høsflot Klæbo — Norwegischer Skilangläufer, Gewinner von sechs Goldmedaillen in Milano Cortina.
- Simone Deromedis — Italienischer Freestyle-Skifahrer, Olympiasieger im Skicross.
- Federico Tomasoni — Italienischer Skifahrer, olympischer Silbermedaillengewinner im Skicross.
- Dorothea Wierer — Italienische Biathletin, die ihre sportliche Karriere während der Spiele beendete.
- Andrea Giovannini — Italienischer Eisschnellläufer, Bronzemedaillengewinner im Massenstart.