Deutsche Medien berichten über eine außergewöhnlich frühe Zeckenaktivität in dieser Saison und melden den ersten Fall von Borreliose bereits Anfang März. Dies ist der erste bestätigte Fall der Krankheit im Land in diesem Jahr. Bewohner in ganz Deutschland, einschließlich Regionen, die im Winter mildes Wetter erlebt haben, werden vor einem erhöhten Risiko gewarnt. Experten raten zu Vorsicht im Freien, zur Anwendung von Repellents und zu gründlichen Körperkontrollen nach dem Aufenthalt im Freien, da der milde Winter das Überleben und die frühere Aktivität dieser Spinnentiere begünstigt haben könnte.

Frühe Aktivität und erster Fall

Im März 2026 wurde in Deutschland der erste Fall von Borreliose in dieser Saison gemeldet, die durch Zecken übertragen wird. Ihre Aktivität begann früher als üblich, wahrscheinlich aufgrund des milden Winters, der die Population nicht dezimiert hat.

Gefahr im gesamten Bundesgebiet

Zecken sind bereits in ganz Deutschland aktiv. Die Gefahr eines Stichs und der Übertragung von Krankheiten beschränkt sich nicht nur auf bekannte Endemiegebiete wie Bayern, sondern ist weit verbreitet, auch in städtischen und suburbanen Regionen.

Empfehlungen zum persönlichen Schutz

Experten des öffentlichen Gesundheitswesens empfehlen das Tragen heller, körperbedeckender Kleidung im Wald und auf Wiesen, die Anwendung von Abwehrmitteln sowie die gründliche Untersuchung des gesamten Körpers nach der Rückkehr nach Hause. Entscheidend ist die schnelle und korrekte Entfernung der Zecke.

Zecken als Krankheitsüberträger

In Deutschland übertragen Zecken hauptsächlich zwei gefährliche Krankheiten: Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Während es gegen Borreliose keine Impfung gibt, steht gegen FSME eine wirksame Impfprophylaxe zur Verfügung, die für Personen in Risikogebieten empfohlen wird.

Deutschland erlebt einen außergewöhnlich frühen Beginn der Zeckensaison im Jahr 2026. Wie führende Medien berichten, wurde in den ersten Märztagen bereits der erste bestätigte Borreliose-Fall im Land gemeldet, was auf eine verfrühte Aktivität dieser gefährlichen Spinnentiere hindeutet. Experten führen dieses Phänomen auf die milden Winterbedingungen zurück, die in vielen Regionen Deutschlands herrschten. Zecken der Gattung Ixodes, die Hauptüberträger der Borreliose in Mitteleuropa, sind normalerweise vom frühen Frühjahr bis zum späten Herbst aktiv, bei Temperaturen über etwa 7-10 Grad Celsius. Ihr Entwicklungszyklus dauert zwei bis drei Jahre, und in jedem Stadium (Larve, Nymphe, Adult) benötigen sie eine Blutmahlzeit, um in die nächste Phase überzugehen. Milde Winter, eine der Auswirkungen des Klimawandels, verbessern die Überlebensrate der Zecken erheblich, was zu einem Populationswachstum und einer Verlängerung der Aktivitätsperiode führt. Die Gefahr ist nicht auf ein einzelnes Bundesland beschränkt. Meldungen deuten darauf hin, dass Zecken bereits in ganz Deutschland aktiv sind. Das bedeutet, dass das Risiko eines Zeckenstichs nicht nur bei Waldwanderungen in Bayern oder Baden-Württemberg besteht, die für das endemische Vorkommen der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) bekannt sind, sondern auch in Stadtparks, Kleingärten und Grünflächen rund um Städte. Deutsche Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens wie das Robert Koch-Institut (RKI) überwachen seit Jahren die Ausbreitung von durch Zecken übertragenen Krankheiten. Für FSME gibt es eine Karte der Risikogebiete, in denen Impfungen besonders empfohlen werden. Für die Borreliose, deren Häufigkeit höher und weniger von bestimmten Enklaven abhängig ist, ist eine solche präzise Kartierung schwieriger, und die Wachsamkeit muss überall aufrechterhalten werden. Als Reaktion auf die frühen Meldungen erinnern Ärzte und Gesundheitsexperten an die grundlegenden Präventionsregeln. Entscheidend ist die richtige Kleidung beim Aufenthalt in der Natur: lange Hosen in die Socken gesteckt und helle Farben, auf denen eine wandernde Zecke leichter zu erkennen ist. Die Anwendung von Repellents mit Wirkstoffen wie DEET oder Icaridin ist notwendig. Nach der Rückkehr nach Hause sollte der gesamte Körper gründlich untersucht werden, mit besonderem Augenmerk auf Achselhöhlen, Leisten, Kniekehlen und die Haut hinter den Ohren – Stellen, an denen die Haut dünner und wärmer ist. „Milde Winter führen zu einer höheren Zeckenpopulation und einem früheren Beginn ihrer Aktivität. Das erhöht das Risiko der Krankheitsübertragung und erfordert von uns eine frühere Wachsamkeit.” — Jörg Hacker, Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina Wird eine Zecke gefunden, sollte sie so schnell wie möglich mit einer Pinzette oder einem speziellen Werkzeug entfernt werden, indem sie möglichst nah an der Haut gepackt und ein gerader, entschlossener Zug ausgeführt wird. Sie sollte vorher nicht mit Fett oder Alkohol betupft werden, was das Spinnentier zum Erbrechen provozieren und das Risiko erhöhen könnte, Krankheitserreger in die Wunde zu pressen. do 30% — Zecken in einigen Regionen Deutschlands können Träger der Borreliose sein Der Unterschied zwischen den beiden wichtigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten ist bedeutsam. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Viruserkrankung, gegen die es einen wirksamen Impfstoff gibt. Die Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Personen empfohlen, die in Risikogebieten leben, arbeiten oder sich dort erholen. Die Borreliose hingegen, die durch Bakterien der Gattung Borrelia verursacht wird, hat für Menschen keinen zugelassenen Impfstoff. Ihre frühzeitige Erkennung (charakteristische Wanderröte) und Behandlung mit Antibiotika ist entscheidend, um späte, schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden. Angesichts der frühen Zeckenaktivität im Jahr 2026 werden die deutschen Gesundheitsdienste voraussichtlich die Kommunikation zur Prävention verstärken, und Hausärzte werden verstärkt auf die Möglichkeit von Symptomen durch Zecken übertragener Krankheiten bei Patienten achten, selbst zu dieser Jahreszeit.

Mentioned People

  • Jörg Hacker — Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, kommentiert den Zusammenhang zwischen milden Wintern und Zeckenaktivität.