Die französische Regionalgesundheitsbehörde (ARS) hat die drastische Entscheidung getroffen, den Betrieb von vier kinderpsychiatrischen Abteilungen in der Klinik Fondation Vallée in Gentilly sofort auszusetzen. Die Entscheidung, die am 27. Februar in Kraft tritt, ist das Ergebnis einer Kontrolle, die eklatante Missstände aufdeckte. Die Inspektoren stellten die Anwendung unzulässiger Praktiken der Isolierung und Einsperrung minderjähriger Patienten fest, was gegen geltende rechtliche und ethische Normen in der Versorgung kranker Kinder verstößt.
Eklatante Verstöße gegen Normen
Die Inspektion ergab die Anwendung unzulässiger Isolierung minderjähriger Patienten, was im Widerspruch zu den französischen Vorschriften zum Schutz der psychischen Gesundheit steht.
Aussetzung der Hospitalisierung
Ab dem 27. Februar 2026 stellen vier Einheiten der Klinik Fondation Vallée die Aufnahme von Patienten zur stationären Behandlung ein.
Ziel der Aufsichtsmaßnahme
Die Entscheidung der ARS zielt darauf ab, die Leitung zu zwingen, Änderungen einzuführen, die volle Sicherheit für die behandelten Kinder garantieren.
Die Regionalgesundheitsbehörde (ARS) der Region Île-de-France hat die sofortige Aussetzung der vollstationären Behandlung in vier kinderpsychiatrischen Einrichtungen der renommierten Einrichtung Fondation Vallée in Gentilly angekündigt. Diese Entscheidung erfolgte nach einer Reihe besorgniserregender Signale, die zu einer detaillierten Inspektion im November 2025 führten. Die Kontrolle bestätigte, dass es in dem Zentrum zu rechtswidrigen Einsperrungen von Patienten kam, was ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und des Wohlergehens der dort untergebrachten Kinder aufkommen ließ. Die Aufsichtsbehörden bewerteten diese Praktiken als inakzeptablen Verstoß gegen medizinische Standards. Die Behörden betonen, dass diese Maßnahme administrativen und vorübergehenden Charakter hat und dem Krankenhaus Zeit gibt, sich an die rechtlichen Anforderungen anzupassen. Ab dem 27. Februar 2026 wird die Einrichtung keine neuen Patienten für Übernachtungsaufenthalte mehr aufnehmen, was eine Neuorganisation der Versorgung der bereits in diesen Abteilungen untergebrachten Kinder erzwingt. Die Situation ist insofern beispiellos, als sie eine der wichtigsten Einrichtungen für die psychische Gesundheit der Jüngsten im Großraum Paris betrifft. Das Gesundheitsministerium versichert, dass die Priorität darin besteht, die Kontinuität der Behandlung unter sicheren Bedingungen zu gewährleisten, was die Verlegung einiger Patienten in andere Zentren erforderlich machen kann. Das französische System der psychischen Gesundheitsversorgung kämpft seit Jahren mit Personalmangel und Unterfinanzierung, was oft zur Anwendung von unmittelbaren Zwangsmaßnahmen führt, trotz verschärfter Vorschriften zum Schutz der Patientenrechte.Die Maßnahmen der ARS signalisieren eine Verschärfung der Aufsicht über private und öffentliche Stiftungen, die medizinische Tätigkeiten ausüben. „Diese Entscheidung zielt darauf ab, eine sichere Versorgung der Kinder zu gewährleisten und Praktiken der Isolierung zu beseitigen, die über den gesetzlichen Rahmen hinausgehen.” — Kommuniqué der ARS Der Fall hat in Frankreich eine breite Diskussion über die Grenzen der Anwendung von Isolierung in der Behandlung von Kindern ausgelöst. Viele Organisationen, die sich mit dem Schutz der Menschenrechte befassen, weisen darauf hin, dass der Missbrauch solcher Methoden eine Form systemischer Gewalt ist, die aus Personalmangel im medizinischen Sektor resultiert. 4 — Abteilungen werden Ende Februar geschlossen Schlüsseldaten im Fall Fondation Vallée: November 2025 — Durchführung der Kontrolle durch die ARS; 19. Februar 2026 — Bekanntgabe der Entscheidung zur Betriebsaussetzung; 27. Februar 2026 — Offizielles Datum der Einstellung der HospitalisierungMedien mit liberalem Profil betonen die Notwendigkeit, die Würde kleiner Patienten zu schützen, und verurteilen alle Formen von Gewalt in Krankenhäusern. | Konservative Redaktionen weisen auf die Krise im Gesundheitswesen hin und deuten an, dass Personalmangel Ärzte zu drastischen Maßnahmen zwingt.