Die Lage an der afghanisch-pakistanischen Grenze verschärft sich rapide nach Berichten über den Abschuss eines pakistanischen Militärflugzeugs in der Nähe von Dschalalabad. Die afghanischen Taliban behaupten, den Piloten der Maschine gefangen genommen zu haben, was Islamabad kategorisch bestreitet, und unabhängige Quellen haben den Abschussvorfall bisher nicht bestätigt. Dieser Vorfall folgt auf eine Reihe pakistanischer Luftangriffe und eine Bodenoffensive, bei der nach pakistanischen Angaben über 330 Kämpfer getötet wurden. Die internationale Gemeinschaft, einschließlich der USA und der EU, ruft zur Deeskalation in der Region auf.
Streit um gefangenen Piloten
Die Taliban informieren über den Abschuss einer Maschine und die Festnahme eines Piloten bei Dschalalabad, was Pakistan entschieden bestreitet.
Hohe Verluste der Taliban
Islamabad erklärt die Beseitigung von über 330 Kämpfern als Reaktion auf grenzüberschreitende Terroranschläge.
US-Unterstützung für Pakistan
Washington hat das Recht Pakistans auf Verteidigung gegen Angriffe von Aufständischen anerkannt, was die diplomatische Rhetorik verschärft.
Die Spannungen zwischen Afghanistan und Pakistan haben nach einer Reihe bewaffneter Zwischenfälle an der umstrittenen Grenze einen kritischen Punkt erreicht. Ein zentraler Zündfunke sind Berichte über den Absturz eines pakistanischen Militärflugzeugs in der Nähe der Stadt Dschalalabad. Die Taliban-Behörden haben offiziell die Gefangennahme des Piloten bekannt gegeben, was als Beweis für eine direkte Intervention der Luftwaffe Islamabads auf afghanischem Territorium dienen soll. Pakistan dementierte diese Berichte umgehend und bezeichnete sie als „völlig falsche Behauptungen“ und als Element eines Informationskrieges. Unterdessen informierten die pakistanischen Streitkräfte über erhebliche Erfolge bei Operationen gegen terroristische Gruppierungen, die vom Territorium des Nachbarlandes aus operieren. Laut offiziellen Mitteilungen aus Islamabad sollen bei den jüngsten Gefechten über 330 Kämpfer getötet worden sein, obwohl internationale Organisationen das Ausmaß dieser Verluste bisher nicht bestätigt haben. Islamabad begründet seine Maßnahmen mit dem Recht auf Selbstverteidigung gegen Angriffe von Kämpfern der TTP (Tehrik-i-Taliban Pakistan), die auf der afghanischen Seite der Grenze Unterschlupf finden. Die Situation wird durch die Tatsache erschwert, dass beide Seiten einen Streit über den Verlauf der Durand-Linie führen, was regelmäßig zu Artilleriegefechten und Grenzzwischenfällen führt. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern haben sich nach der Rückkehr der Taliban an die Macht in Kabul im Jahr 2021 drastisch verschlechtert. Obwohl Pakistan in der Vergangenheit eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung dieser Bewegung spielte, resultieren die aktuellen Spannungen aus der mangelnden Kontrolle über grenzüberschreitenden Terrorismus.Die Reaktion der internationalen Gemeinschaft ist zurückhaltend, aber von Besorgnis über die Stabilität der Region geprägt. Die Vereinigten Staaten haben durch einen Sprecher des Außenministeriums öffentlich das Recht Pakistans auf Verteidigung gegen Terrorismus unterstützt, was als stillschweigende Duldung begrenzter Vergeltungsoperationen interpretiert werden kann. Die Europäische Union forderte beide Seiten zum Dialog auf und wies darauf hin, dass ein umfassender Krieg zwischen einer Atommacht und einer kampferprobten Guerilla für ganz Zentralasien katastrophal wäre. Der Iran, besorgt über die Lage an seinen Grenzen, hat Vermittlung angeboten, doch derzeit scheint keine der Seiten zu diplomatischen Zugeständnissen bereit zu sein. „We have the pilot and the wreckage of the plane as proof of Pakistani aggression.” (Wir haben den Piloten und das Wrack des Flugzeugs als Beweis für pakistanische Aggression.) — Sprecher Afghanistans (Taliban)330 — talibanische Kämpfer sollen bei den jüngsten Luftangriffen Pakistans getötet worden seinExperten weisen darauf hin, dass zwar das Risiko eines totalen bewaffneten Konflikts aufgrund der schwierigen Geländebedingungen und der enormen Kosten begrenzt ist, die derzeitige Gewaltspirale jedoch die schwerwiegendste seit Jahren darstellt. Die größte Herausforderung bleibt das Misstrauen: Pakistan beschuldigt Kabul, die Rebellion zu unterstützen, während Afghanistan in den Maßnahmen Islamabads einen Verstoß gegen die staatliche Souveränität sieht.
Mentioned People
- Asim Munir — General und Stabschef der pakistanischen Armee, gilt als einflussreichste Person im Staat.