Die offizielle Premiere der Samsung Galaxy S26-Flaggschiff-Serie fiel mit dem Start der Mobile World Congress in Barcelona zusammen. Die neuen Geräte bringen einen innovativen "magischen Display" zum Schutz der Privatsphäre sowie eine fortschrittliche künstliche Intelligenz Galaxy AI. Gleichzeitig kämpft die Technologiebranche mit einer ernsten Krise auf dem RAM-Markt, die zu drastischen Preiserhöhungen für Smartphones führen und die günstigsten Modelle vom Markt verdrängen könnte.
Debüt des Galaxy S26 und Privatsphärentechnologie
Die neuen Samsung-Geräte führen das Privacy-Display-System ein, das den Bildschirm vor den Blicken Dritter schützt, sowie eine fortschrittliche Galaxy AI-Unterstützung.
Bedrohung durch steigende Elektronikpreise
Der globale Mangel an Arbeitsspeicher (RAM) könnte dazu führen, dass die günstigsten Smartphones vom Markt verschwinden und die Preise für Mobilgeräte allgemein steigen.
Start der MWC 2026 in Barcelona
In der katalanischen Hauptstadt hat das wichtigste Ereignis der Mobilfunkbranche begonnen, das unter anderem Neuheiten von Vivo, Xiaomi und Motorola präsentiert.
Der Februar in der Mobilfunkbranche steht dieses Jahr im Zeichen des Kontrasts zwischen spektakulären Innovationen und strukturellen Problemen in der Lieferkette. Samsung hat offiziell die Galaxy S26-Serie auf den Markt gebracht, zu der das Standard- und das Flaggschiff-Modell Ultra gehören. Hauptaugenmerk der Technologiemedien wurde der innovative Privatsphären-Display (Privacy Display), der zum Schutz vor sogenanntem "Shoulder Surfing", dem Mitlesen des Bildschirminhalts durch Dritte, entwickelt wurde. Das Gerät schränkt dynamisch die Betrachtungswinkel ein, wenn es einen unbefugten Blick in der Umgebung des Nutzers erkennt. Parallel dazu hat der südkoreanische Hersteller eine neue Generation der Galaxy AI ins System integriert, die proaktive Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben bieten soll, die über die bisher bekannten Funktionen von Sprachassistenten hinausgeht. Der erste Mobile World Congress fand 1987 in Cannes unter dem Namen Pan-European Digital Cellular Conference statt. Seit 2006 ist die Veranstaltung in Barcelona zu Gast und hat sich zum wichtigsten Termin im Kalender für Telekommunikationspremieren entwickelt. Trotz der Begeisterung über die Neuheiten ziehen dunkle Wolken über der Branche auf. Neue Analystenberichte deuten auf die schwerste Krise seit einem Jahrzehnt auf dem Markt für Arbeitsspeicher (RAM) hin. Experten warnen, dass der rasante Preisanstieg für Komponenten den Markt für günstige Smartphones unrentabel machen könnte, was Verbraucher zwingen würde, sich für teurere Modelle zu entscheiden oder auf einen Geräteaustausch zu verzichten. Diese Situation wirft einen Schatten auf die Präsentationen in Barcelona, wo Hersteller wie Vivo, Xiaomi oder Motorola versuchen, mit Premieren von Flaggschiffen wie dem Vivo X300 Ultra Aufmerksamkeit zu erregen. Gleichzeitig ist auf dem Markt eine aggressive Preispolitik gegenüber älteren Modellen zu beobachten; kurz nach der S26-Premiere sind die Preise der letztjährigen Galaxy S25-Serie um fast die Hälfte gefallen, was die Rentabilität eines sofortigen Kaufs der Neuheiten in Frage stellt. „The tariffs and pandemic crisis seem a joke compared to this: Cheap phones could be gone forever thanks to the RAM crisis” (Die Zölle und die Pandemiekrise wirken dagegen wie ein Witz: Günstige Telefone könnten durch die RAM-Krise für immer verschwinden) — Aussage eines Analysten bei TechRadar Die Ereignisse in Barcelona sind jedoch nicht nur Hardware, sondern auch logistische Herausforderungen. Die Stadt hat sich auf den Zustrom Tausender Teilnehmer vorbereitet und den öffentlichen Nahverkehr verstärkt, was besonders nach der Absage des angekündigten Streiks der Lokführer wichtig war. Neben Smartphones bringen die MWC-Messen auch Premieren von Zubehör wie den Galaxy Buds 4 Pro sowie experimentellen Streaming-Diensten. Kontroversen löst hingegen die Strategie des Unternehmens Hisense aus, das in seinen neuen Receivern aggressive Werbeformate testet und das Ansehen beim Umschalten der Kanäle erzwingt. Dies zeigt, dass Hersteller angesichts steigender Produktionskosten für Komponenten nach neuen Einnahmequellen suchen.