Der Präsident und CEO des Weltwirtschaftsforums (WEF), Børge Brende, trat nach einer Überprüfung seiner offengelegten Kontakte zu Jeffrey Epstein zurück. Medien beschreiben die Entscheidung als weitere Folge der Veröffentlichung der „Epstein-Akten“, die Geschäfts-, Wissenschafts- und Politik-Kreise treffen. Parallel gibt es Berichte über Konsequenzen für Personen im Umfeld von Harvard sowie neue Fragen zur Rolle von Finanzinstitutionen in ihren Beziehungen zu Epstein.

Rücktritt des WEF-Chefs

Børge Brende trat von seinen Funktionen als Präsident und CEO des WEF nach einer Überprüfung seiner Kontakte zu Jeffrey Epstein zurück, die in veröffentlichten „Akten“ beschrieben werden.

Nachfolgedruck in Davos

Kommentatoren weisen darauf hin, dass nach dem Rücktritt Entscheidungen über eine interimistische Führung, Überprüfungsverfahren und die Beruhigung von Partnern und Geldgebern des Forums am wichtigsten sind.

Dominoeffekt in Institutionen

Artikel verbinden den Fall mit Personalbewegungen im akademischen Umfeld, einschließlich Informationen über Maßnahmen gegen Personen im Zusammenhang mit Harvard.

Fragen zu Banken und Politik

Ein Teil der Medien beschreibt finanzielle Themen bezüglich der Deutschen Bank sowie politische in den USA, wo Berichte über das Interesse des Kongresses an bestimmten Personen auftauchen.

Børge Brende trat am 26. Februar 2026 von seinem Posten als Präsident und CEO des WEF zurück. Obwohl die Entscheidung zeitlich mit dem Abschluss einer internen Überprüfung seiner Kontakte zu Jeffrey Epstein zusammenfiel, ergab die Untersuchung keine neuen Verfehlungen, und Brende begründete seinen Rücktritt mit dem Wunsch, das Image des Forums vor weiteren Kontroversen zu schützen. Ein Teil der Redaktionen betont, dass die Reputationskosten für die Institution zu hoch geworden seien, selbst wenn die genaue Natur der Kontakte weiter umstritten bleibt. Gleichzeitig beschreiben Schweizer und internationale Medien, dass das WEF nun vor praktischen Problemen der Nachfolge sowie der Sicherung weiterer Finanzierung und Beziehungen zu Partnern stehe. Sie weisen auch darauf hin, dass Davos seinen Einfluss seit Jahren auf Reputationskapital stützt, weshalb jede Krise schnelle Managemententscheidungen erzwingt, einschließlich Standards Due Diligence gegenüber Schlüsselpersonen. „C'était une énorme erreur de passer du temps avec Epstein” (Es war ein großer Fehler, Zeit mit Epstein zu verbringen.) — Bill Gates

Das Weltwirtschaftsforum wurde 1971 als Dialogplattform zwischen Wirtschaft und Entscheidungsträgern gegründet. Jeffrey Epstein, ein amerikanischer Finanzier, der sexueller Straftaten beschuldigt wird, wurde nach lauten Ermittlungen und Verfahren in den USA zum Symbol für Missbrauch durch Eliten. In der Folge dieser Fälle wächst seit Jahren die Bedeutung von Compliance-Standards und Reputationskontrolle in öffentlichen und privaten Institutionen.

Die Veröffentlichungen zu den „Epstein-Akten“ haben jedoch weiterreichende Auswirkungen als nur die Entlassung beim WEF. Ein Teil der Artikel beschreibt einen Dominoeffekt in der akademischen Welt und verweist auf Personalentscheidungen bezüglich Harvard, einschließlich der Information über den Rücktritt von Professor Larry Summers von seiner Lehrtätigkeit und des Drucks auf andere Persönlichkeiten aus dem Wissenschaftsumfeld. Obwohl Medien an frühere Suspendierungen von Mitarbeitern erinnern, betrifft die aktuelle Entlassungswelle hauptsächlich Personen, die direkt in den neuesten Dokumenten genannt werden. Andere Materialien lenken die Aufmerksamkeit auf Finanzinstitutionen und Fragen zu ihren Beziehungen mit Epstein, insbesondere auf die Rolle der Deutschen Bank bei der Aufrechterhaltung geschäftlicher Kontakte zu ihm trotz Risikosignalen. Es tauchen auch politische Themen auf, einschließlich Berichten über das Interesse amerikanischer Institutionen an Personen aus Machtkreisen, was einige Überschriften mit Anhörungen im US-Kongress in Verbindung bringen.

In der Medienberichterstattung sind unterschiedliche Akzente zu erkennen: Ein Teil der Redaktionen behandelt Brendes Rücktritt als unternehmensstrategische Entscheidung zur Schadensbegrenzung, andere beschreiben ihn als Beweis für ein systemisches Problem der Eliten und Versagen von Kontrollen. Gemeinsamer Nenner bleibt, dass weitere Namen und Institutionen auf Reputationsrisiken reagieren, bevor die Umstände vollständig aufgeklärt sind. In dieser Phase beschreiben Artikel häufiger den Druck und die Imagefolgen als harte rechtliche Feststellungen, weshalb genaue Fakten entscheidend bleiben: Umfang der offengelegten Kontakte, deren Charakter sowie das, was unabhängige Überprüfungen und Institutionen bestätigt haben.

Perspektywy mediów: Liberale Medien beschreiben den Fall häufiger als Test für Transparenzstandards von Institutionen. Konservative Medien betonen häufiger die Erzählung von „Eliten“ und vermeintlicher Straflosigkeit.

Mentioned People

  • Børge Brende — Präsident und CEO des Weltwirtschaftsforums, der nach Berichten über Kontakte zu Jeffrey Epstein zurücktrat.
  • Jeffrey Epstein — Amerikanischer Finanzier, dessen Netzwerk von Kontakten in offengelegten Dokumenten und Medienpublikationen beschrieben wird.
  • Bill Gates — In den Materialien taucht das Thema seiner Treffen mit Epstein und die Bewertung dieser Kontakte als Fehler auf.
  • Bill Clinton — Ein Teil der Überschriften verbindet den Fall mit Themen der amerikanischen Politik und des Kongresses.
  • Larry Summers — In einigen Publikationen wird er als Person erwähnt, gegenüber der Konsequenzen im Harvard-Umfeld beschrieben wurden.
  • Martin Nowak — Erwähnt im Kontext von Informationen über seine Entfernung von Pflichten in Harvard.
  • Stephen Hawking — In einigen Publikationen im Zusammenhang mit Diskussionen über Fotos und Narrative rund um den Epstein-Fall erwähnt.