Die Regierung Ecuadors hat die radikale Entscheidung getroffen, den Botschafter Kubas zur Persona non grata zu erklären. Die diplomatische Mission in Quito erhielt 48 Stunden Zeit, das Staatsgebiet zu verlassen. Gleichzeitig beschloss Ecuador, seinen eigenen Vertreter aus Havanna abzuziehen. Experten verweisen auf den wachsenden Druck aus Washington als wahrscheinlichen Grund für die plötzliche Abkühlung der Beziehungen zwischen den beiden lateinamerikanischen Ländern.

Ausweisung des kubanischen Botschafters

Der kubanische Botschafter in Quito wurde zur Persona non grata erklärt und muss Ecuador verlassen.

Zeitliches Ultimatum

Das gesamte diplomatische Personal der kubanischen Mission erhielt 48 Stunden Zeit für die Ausreise aus dem Land.

Rückzug des ecuadorianischen Vertreters

Ecuador beschloss, seinen eigenen Vertreter aus Havanna abzuziehen, was die Beziehungen zu Kuba einschränkt.

Möglicher Einfluss der USA

Analysten deuten an, dass die Entscheidung das Ergebnis diplomatischen Drucks aus Washington ist.

Die Behörden in Quito kündigten eine beispiellose Entscheidung zur Ausweisung der gesamten kubanischen diplomatischen Mission an, was den Höhepunkt der wachsenden Spannungen in der Region darstellt. Der kubanische Botschafter wurde offiziell als Persona non grata erklärt, und die Regierung des ecuadorianischen Präsidenten setzte den kubanischen Beamten eine Frist von nur 48 Stunden für die Ausreise aus dem Land. Diese Veränderung wird als deutliches Signal für eine Annäherung Quitos an die Außenpolitik der Vereinigten Staaten interpretiert, die seit Jahrzehnten ein Embargo gegen die Insel aufrechterhalten. Die Maßnahmen Ecuadors beschränken sich nicht nur auf die Ausweisung des kubanischen Personals. Die Regierung ergriff auch einen symmetrischen Schritt, indem sie ihren eigenen diplomatischen Vertreter aus Havanna abzog, was die offiziellen Kommunikationskanäle zwischen beiden Staaten praktisch lahmlegt. Obwohl die offiziellen Mitteilungen des Außenministeriums sparsam mit Worten sind, betonen spanischsprachige Medien und internationale Nachrichtenagenturen wie Reuters den geopolitischen Kontext. Es wird darauf hingewiesen, dass Ecuador sich der Strategie Washingtons anschließt, die darauf abzielt, die Regierung in Havanna auf internationaler Ebene zu isolieren. Dies ist eine bedeutende Kehrtwende in der Außenpolitik Ecuadors, das in der Vergangenheit korrekte und zeitweise enge Beziehungen zu Kuba unterhielt. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den Ländern Lateinamerikas und Kuba unterlagen seit der kubanischen Revolution 1959 zahlreichen Schwankungen und wurden oft zum Schauplatz des Einflusswettbewerbs zwischen den USA und der UdSSR während des Kalten Krieges. Die plötzliche Eskalation des Konflikts überraschte einige Beobachter, da Ecuador traditionell versuchte, seine Beziehungen in der Region auszubalancieren. Die Entscheidung, die gesamte diplomatische Mission zu entfernen, ist eines der schärfsten Instrumente im diplomatischen Protokoll und geht in der Regel einem vollständigen Abbruch der Beziehungen voraus oder ist eine Reaktion auf einen schwerwiegenden Spionage- oder politischen Vorfall. Bislang wurden keine detaillierten Vorwürfe gegen bestimmte Personen des Botschaftspersonals vorgelegt, was die These vom politischen Hintergrund dieser Entscheidung verstärkt. Die Situation bleibt dynamisch, und die internationale Gemeinschaft wartet auf eine offizielle Antwort der kubanischen Regierung, die in solchen Fällen normalerweise das Prinzip der Gegenseitigkeit anwendet. „Ecuador declara personas 'non gratas' al embajador de Cuba en Quito y a todo el personal diplomático cubano.” (Ecuador erklärt den Botschafter Kubas in Quito und das gesamte kubanische diplomatische Personal zu 'personae non gratae'.) — Regierungserklärung Ecuadors

Perspektywy mediów: Linke Medien könnten den Schritt Ecuadors als Unterwürfigkeit gegenüber der imperialen Politik der USA und als ungerechtfertigten Angriff auf die Souveränität Kubas interpretieren. Konservative Medien betonen die Notwendigkeit, den Einfluss des kubanischen Regimes zu bekämpfen, und unterstützen die souveräne Entscheidung Ecuadors, die Allianzen zu wechseln.