Der VfB Stuttgart hat sich für das Achtelfinale der Europa League qualifiziert, obwohl das Rückspiel gegen Celtic Glasgow im eigenen Stadion mit einer unerwarteten 0:1-Niederlage endete. Die deutsche Mannschaft verteidigte den hohen Vorsprung aus dem Hinspiel, doch Spielstil und Schiedsrichterkontroversen dominierten die Nachspielanalysen. Die Mannschaft aus Glasgow beendet trotz einer würdigen Leistung und eines historischen Sieges auf deutschem Boden ihr europäisches Abenteuer in dieser Saison.

Stuttgarts Einzug ins Achtelfinale

Die deutsche Mannschaft verteidigte den Vorsprung aus Glasgow trotz einer 0:1-Niederlage im Rückspiel.

Blitzschnelles Tor von McCowan

Celtic ging bereits in der 1. Spielminute in Führung und verpasste den Gastgebern damit eine kalte Dusche.

VAR im Mittelpunkt

Das System annullierte zweimal Tore für Stuttgart und löste damit Wut bei Spielern und Trainerstab aus.

Das Rückspiel der Europa-League-Play-offs zwischen dem VfB Stuttgart und Celtic Glasgow lieferte Emotionen, mit denen die Fans in der MHPArena wahrscheinlich nicht gerechnet hatten. Die Deutschen, die einen Drei-Tore-Vorsprung aus dem ersten Spiel hatten, unterlagen den Gästen mit 0:1. Es war die erste Heimniederlage der Mannschaft von Sebastian Hoeneß in der laufenden Saison. Das einzige Tor des Spiels erzielte Luke McCowan bereits in der ersten Spielminute, was Nervosität in die Reihen der Gastgeber brachte. Stuttgart dominierte den Ballbesitz und schuf zahlreiche Chancen, doch das VAR-System annullierte zweimal Treffer für die Gastgeber aufgrund minimaler Abseitsstellungen. Die größte Kontroverse löste die Entscheidung aus, ein Tor von Ermedin Demirovic nicht anzuerkennen. Der bosnische Stürmer verbarg seine Frustration nicht und zweifelte die Genauigkeit der Linienziehung durch die technischen Schiedsrichter an. Diese Situation löste in Deutschland eine Debatte über die Einführung einer sogenannten Toleranzregel bei Millimeter-Abseitsstellungen aus. Das schottische Lager wiederum äußerte trotz des Sieges ebenfalls Unzufriedenheit mit der Arbeit der Schiedsrichter, insbesondere im Zusammenhang mit früheren Disziplinent-scheidungen gegen Auston Trusty. Trainer Martin O'Neill bezeichnete den Entscheidungsprozess als schwächend für die Autorität der Feldschiedsrichter. Trotz der Niederlage behielt Stuttgart den Vorsprung im Gesamtergebnis des Hin- und Rückspiels (4:2) bei und stieg in die nächste Runde des Wettbewerbs auf. Die deutsch-schottische Rivalität im Europapokal hat eine reiche Geschichte, die bis in die 1960er Jahre zurückreicht. Celtic Glasgow bleibt der einzige Verein aus Schottland, der den Europapokal der Landesmeister (1967) gewonnen hat, während deutsche Klubs dank finanzieller und ausbildungsbezogener Stabilität regelmäßig in den UEFA-Ranglisten dominieren. Der Sieg von Celtic in Stuttgart wird als ehrenvoller Abschied aus Europa in Erinnerung bleiben, der es der Mannschaft ermöglichte, nach der deutlichen Niederlage im eigenen Stadion "das Gesicht zu wahren". Stuttgart muss nun Lehren aus der mangelnden Effizienz vor der anstehenden Auslosung der Achtelfinalpaarungen ziehen. Es ist erwähnenswert, dass im Spielkader der Gastgeber Angelo Stiller stand, dessen Einsatz bis zur letzten Minute aufgrund von Gesundheitsproblemen ungewiss war. Die deutschen Medien loben den Kampfgeist der schottischen Mannschaft, kritisieren aber gleichzeitig die Unkonzentriertheit der VfB-Spieler in entscheidenden defensiven Momenten. „Ich finde es unfassbar, dass man das als Abseits wertet. Mir kann keiner sagen, dass die Linie so perfekt gezogen ist, dass die Schulter einen Millimeter im Abseits ist.” — Stürmer des VfB Stuttgart, der die VAR-Entscheidungen kritisierte.

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