Die Lage im Nahen Osten eskaliert nach einer Serie von Luftangriffen der USA und Israels auf Ziele im Iran. Drei europäische Großmächte – Frankreich, Deutschland und Großbritannien – haben die Möglichkeit eines direkten Angriffs auf iranische Raketen- und Drohnenstellungen angekündigt. Spanien hingegen nimmt eine abweichende Haltung ein, kritisiert die Vorgehensweise der Administrationen von Donald Trump und Benjamin Netanjahu und führt so zu tiefen Spaltungen innerhalb der Europäischen Union.

Der bewaffnete Konflikt im Iran ist in eine neue, gefährliche Phase eingetreten, in der europäische Großmächte eine Schlüsselrolle zu spielen beginnen. Frankreich, Deutschland und Großbritannien haben eine gemeinsame Erklärung abgegeben, in der sie dem Iran mit der Zerstörung seines militärischen Potenzials drohen. Diese Ankündigung betrifft vor allem Raketenabschussrampen sowie Anlagen zur Herstellung von Drohnen, die Teheran für Vergeltungsangriffe auf US- und israelische Stützpunkte in der Region nutzt. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, europäische strategische Interessen zu sichern und weiteres Blutvergießen im Persischen Golf zu verhindern. Dies ist eine radikale Kursänderung, da diese Staaten bisher vor allem auf diplomatische Mittel gesetzt haben. Die Beziehungen zwischen Europa und dem Iran sind seit 2018 angespannt, als die US-Administration einseitig aus dem Atomabkommen (JCPOA) ausstieg und damit eine Politik des maximalen Drucks auf Teheran einleitete. Innerhalb der Europäischen Union ist jedoch ein deutlicher Bruch entstanden. Während sich Paris und Berlin der Position Washingtons annähern, vertritt die spanische Regierung unter Premierminister Pedro Sánchez die kritischste Haltung gegenüber der Offensive der USA und Israels. Die spanische Diplomatie überwacht die Lage im Hinblick auf eine mögliche Evakuierung ihrer Staatsbürger, und König Felipe VI. rief bei der Eröffnung des Mobile World Congress in Barcelona zu „maximaler Zurückhaltung“ und der Suche nach einer diplomatischen Lösung auf. Premierminister Sánchez betonte, man könne sich gegen ein autoritäres Regime stellen, ohne gleichzeitig ungerechtfertigte militärische Aggression zu unterstützen. <przypis title=