Tausende Venezolaner gingen in Caracas und anderen Städten auf die Straße, um den Nationalen Tag der Jugend zu feiern und die Freilassung politischer Gefangener zu fordern. Es sind die ersten derart großen Oppositionsdemonstrationen seit der Festnahme von Nicolás Maduro durch US-Truppen Anfang Januar. Die Teilnehmer der Versammlungen fordern die Übergangsregierung zur vollständigen Demokratisierung des Landes, zur Schließung von Folterzentren und zur Verabschiedung eines Amnestiegesetzes auf, das ein Schlüsselelement der nationalen Versöhnung sein soll.

Massenproteste der Jugend

Tausende Studierende und Aktivisten gingen in Caracas anlässlich des Tags der Jugend auf die Straße und forderten volle Bürgerrechte.

Debatte über Amnestie

Die venezolanische Nationalversammlung berät über ein Schlüsselgesetz zur Amnestie, das Hunderten von politischen Gefangenen die Freiheit bringen soll.

Erste Proteste nach Maduro

Es ist die größte Protestwelle seit Januar 2026, als US-Truppen Nicolás Maduro festnahmen und damit seine Herrschaft beendeten.

Menschenmassen füllten am Donnerstag, den 12. Februar 2026, die Straßen von Caracas und feierten den Tag der Jugend in einer Atmosphäre der Hoffnung auf dauerhafte politische Veränderung. Die größte Versammlung fand auf dem Gelände der Zentraluniversität von Venezuela (UCV) statt, wo Studierende physische und psychologische Barrieren durchbrachen und Freiheitsparolen skandierten. Die Demonstranten fordern von der Übergangsregierung die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen und die sichere Rückkehr von Personen im Exil. Die Proteste fanden nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in Madrid statt, wo die venezolanische Diaspora die Bestrebungen ihrer Landsleute im Heimatland unterstützte. Venezuela, das seit Jahren mit einer wirtschaftlichen und politischen Krise kämpft, erlebte Anfang 2026 eine abrupte Wende, als der langjährige Führer Nicolás Maduro infolge einer US-Militärintervention festgenommen wurde.Der zentrale Streitpunkt der politischen Debatte bleibt der Entwurf des Amnestiegesetzes. Obwohl die Debatte in der Nationalversammlung über seine endgültige Form vertagt wurde, sieht die Gesellschaft es als einen notwendigen Schritt zur Normalisierung des öffentlichen Lebens. Die Studierenden, die die treibende Kraft des Wandels sind, kündigen an, dass ihre Stimme nach einem Jahrzehnt der Repression nicht zum Schweigen gebracht wird. Die Stimmung auf den Straßen wird als „historischer Wendepunkt” bezeichnet, obwohl sich die reale Machtstruktur nach dem Sturz des Regimes noch herauskristallisiert. Die Demonstranten nutzen ihre wiedergewonnene Meinungsfreiheit, was noch vor kurzem brutale Konsequenzen der Sicherheitskräfte nach sich gezogen hätte. Tausende — Personen nahmen am Marsch in Caracas teil „Que lo sepa el mundo entero, a esta generación no la silenciarán – Die ganze Welt soll wissen, dass diese Generation nicht zum Schweigen gebracht wird.” — anonymer StudentDie Lage im Land bleibt angespannt, und Oppositionskreise warnen, dass das Fehlen schneller Reformen und realer Garantien für Bürgerrechte zu einer neuen Welle von Unruhen führen könnte. Parallel zu den Hauptdemonstrationen marschierten in einigen Teilen der Hauptstadt Gruppen von Anhängern des vorherigen Systems, was die tiefe Spaltung der venezolanischen Gesellschaft zeigt. Die Zukunft des Landes hängt nun von der Fähigkeit der politischen Klasse ab, eine Vereinbarung auszuarbeiten, die ein breites Spektrum von Amnestien und einen klaren Weg zur Durchführung transparenter Wahlen unter internationaler Aufsicht umfasst.

Mentioned People

  • Nicolás Maduro — Ehemaliger Präsident Venezuelas, beschuldigt autoritärer Herrschaft, im Januar 2026 von US-Streitkräften festgenommen.
  • Donald Trump — Präsident der USA, der angekündigt hat, Venezuela nach dem Sturz Maduros Arbeit und Wohlstand zu bringen.