Seit dem 5. März gilt in Polen ein neues Gesetz über den Beruf des Psychologen und Psychotherapeuten. Die Regelungen führen unter anderem ein zentrales Register berechtigter Fachleute ein, das Patienten die Überprüfung von Qualifikationen ermöglichen soll. Die Änderungen zielen darauf ab, Scharlatanerie im Bereich der psychischen Gesundheit zu bekämpfen sowie die Standards und den Schutz der Rechte von Personen, die psychologische Hilfe in Anspruch nehmen, zu erhöhen. Das neue Gesetz definiert auch Anforderungen für Psychotherapeuten und führt Übergangsfristen für Personen ein, die diese Berufe ausüben.

Register berechtigter Psychologen

Das Gesetz führt ein zentrales Register ein, in dem Personen mit entsprechenden Qualifikationen für die Ausübung des Berufs des Psychologen verzeichnet werden. Dank der öffentlich zugänglichen Liste erhalten Patienten ein Instrument zur Überprüfung der Kompetenzen des Fachmanns, zu dem sie gehen. Dies soll die Praxis von Personen ohne entsprechende Ausbildung einschränken.

Definition des Berufs des Psychotherapeuten

Die neuen Vorschriften definieren erstmals im polnischen Recht den Beruf des Psychotherapeuten und präzisieren den Ausbildungsweg und die Anforderungen für dessen Ausübung. Unter anderem werden Mindeststandards für Schulungen und Supervisionen festgelegt. Dies ist eine Antwort auf den lange geforderten Bedarf an einer Regulierung dieses Bereichs, der bisher weitgehend außerhalb der staatlichen Kontrolle blieb.

Übergangsfristen und Sanktionen

Für Personen, die bereits die Berufe des Psychologen und Psychotherapeuten ausüben, sieht das Gesetz mehrjährige Übergangsfristen für die Anpassung an die neuen Anforderungen vor. Gleichzeitig drohen für die Ausübung psychologischer oder psychotherapeutischer Praxis ohne die erforderlichen Berechtigungen finanzielle Sanktionen. Die Details der Strafen sollen in Durchführungsbestimmungen festgelegt werden.

Am Donnerstag, dem 5. März 2026, trat in Polen das Gesetz über den Beruf des Psychologen und Psychotherapeuten in Kraft. Die Reform, die in der medialen Berichterstattung als „Ende der Scharlatanerie“ bezeichnet wird, führt umfassende Regelungen ein, die darauf abzielen, die Standards im Bereich der psychischen Gesundheit zu erhöhen und den Schutz der Patienten zu verbessern. Eine zentrale Änderung ist die Einrichtung eines zentralen Registers berechtigter Fachleute, das öffentlich zugänglich sein soll. Dank dieser Datenbank kann jede Person, die Hilfe sucht, die Qualifikationen eines Psychologen oder Psychotherapeuten überprüfen. Bis zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes war der Beruf des Psychologen in Polen nur begrenzt geregelt, hauptsächlich durch das Gesetz über den Beruf des Psychologen aus dem Jahr 2001, das mit der dynamischen Entwicklung dieses Bereichs nicht Schritt halten konnte. Der Beruf des Psychotherapeuten blieb dagegen praktisch ungeregelt, was dazu führte, dass Personen ohne entsprechende, standardisierte Ausbildung praktizieren konnten. Das neue Gesetz definiert präzise, wer und unter welchen Bedingungen den Beruf des Psychologen ausüben darf. Es legt auch – erstmals in der Geschichte der polnischen Gesetzgebung – den rechtlichen Rahmen für den Beruf des Psychotherapeuten fest. Es werden Mindestanforderungen für Schulungen, Supervisionen und den Ausbildungsweg festgelegt. Für Personen, die bereits in diesen Berufen tätig sind, wurden mehrjährige Übergangsfristen eingeführt, die es ihnen ermöglichen, ihre Qualifikationen zu ergänzen und sich in das Register eintragen zu lassen. Gegen Personen, die ohne Berechtigung praktizieren, können Geldstrafen verhängt werden. „Koniec z szarlatanerią. Dziś wchodzą nowe przepisy.” (Ende der Scharlatanerie. Heute treten neue Vorschriften in Kraft.) — Die Änderung stieß auf breite gesellschaftliche Resonanz. Für viele Patienten und ihre Familien ist die Möglichkeit, die Kompetenzen eines Fachmanns zu überprüfen, ein lang erwartetes Instrument zur Erhöhung der Sicherheit. Die Gemeinschaft der Psychologen und Psychotherapeuten unterstützt die Reform mehrheitlich und sieht darin eine Chance zur Vereinheitlichung der Standards und zur Steigerung des Berufsprestiges. Es werden jedoch auch Stimmen laut, die auf praktische Herausforderungen hinweisen, wie die Anerkennung bisheriger Diplome oder die detaillierten Bedingungen für die Eintragung in das Register, die in Durchführungsbestimmungen festgelegt werden sollen. Die vollständige Umsetzung des Systems und die Bewertung seiner Wirksamkeit werden erst in einigen Jahren möglich sein.