Die jüngsten US-Inflationsdaten (PCE) und das Protokoll der letzten Sitzung der Federal Reserve deuten auf eine bedeutende Änderung der Haltung der Entscheidungsträger hin. Ein Anstieg der Preisindizes um 0,4 Prozent im Dezember sowie ein stabiler Arbeitsmarkt haben die Zentralbanker dazu veranlasst, nicht nur eine Unterbrechung des Zinssenkungszyklus, sondern sogar mögliche Zinserhöhungen in Betracht zu ziehen. Die Finanzmärkte reagieren mit einer Stärkung des Dollars und fallenden Goldpreisen.

PCE-Inflation über Prognosen

Der Verbraucherpreisindex stieg im Dezember um 0,4 %, was über den Erwartungen der Analysten liegt und ein Signal für anhaltenden Preisdruck ist.

Falkenhaftes Protokoll der Fed-Sitzung

Mitglieder des FOMC halten ein Szenario mit Zinserhöhungen für möglich, sollte die Inflation nicht zum Ziel zurückkehren, was die Stimmung an Aktien- und Rohstoffmärkten abkühlte.

Starker US-Arbeitsmarkt

Die Zahl der neuen Anträge auf Arbeitslosenunterstützung sank auf 206.000, was die Stabilität der Beschäftigung trotz hoher Zinsen bestätigt.

Druck auf Pfund und asiatische Währungen

Ein starker Dollar drückt das britische Pfund Sterling auf Monatstiefs, und die indische Rupie überschritt die Barriere von 91 pro Einheit der US-Währung.

Die jüngsten Werte des PCE-Index für Dezember 2026 brachten eine negative Überraschung für Investoren, die auf eine rasche Lockerung der US-Geldpolitik gehofft hatten. Die Preise stiegen um 0,4 % im Monatsvergleich, was auf anhaltenden Inflationsdruck hindeutet. Gleichzeitig zeigte das Protokoll der Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) tiefe Gräben unter den Vorstandsmitgliedern. Einige Entscheidungsträger, darunter Gouverneur Stephen Miran, schlagen offen vor, dass die derzeitige Lage am Arbeitsmarkt, wo die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung auf 206.000 gesunken ist, keine Grundlage für übereilte Zinssenkungen bietet. Seit der Finanzkrise 2008 operierten Zentralbanken weltweit in einem Umfeld historisch niedriger Zinsen, was sich nach der COVID-19-Pandemie und dem Ausbruch einer globalen Inflationswelle abrupt änderte.Die Lage in den USA wirkt sich auf die globalen Devisenmärkte aus. Die indische Rupie verzeichnete Verluste und überschritt die Marke von 91 pro Dollar, während sich das britische Pfund Sterling einem Monatstief näherte. Auch die Zentralbanker in Indien zeigen eine hawkische Haltung und halten die Zinsen unverändert. In den USA wächst unterdessen die Spannung zwischen der Fed und der Regierung von Donald Trump. Beamte des Weißen Hauses kritisieren Berichte der Zentralbank über die Auswirkungen von Zöllen auf die Preise, was eine schwierige Koexistenz mit dem neuen Kandidaten für den Fed-Vorsitz, Kevin Warsh, ankündigen könnte. „Der Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Monaten etwas besser entwickelt, als ich erwartet hatte, was zur Vorsicht bei weiteren Zinsbewegungen mahnt.” — Stephen MiranInvestoren haben begonnen, sich massiv aus als sichere Häfen geltenden Vermögenswerten zurückzuziehen. Der Goldpreis fiel unter die Marke von 5000 Dollar pro Unze und reagierte damit auf steigende Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen. Obwohl der Optionsmarkt weiterhin die Möglichkeit von Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf bewertet, wird die Stimme der Falken innerhalb der Fed immer deutlicher. Die Zentralbank bestätigte zudem, dass sie auf Bitte des US-Finanzministeriums den Yen-Kurs überwacht, was auf Bereitschaft zu Deviseninterventionen hindeutet. Veränderung des US-PCE-Inflationsindex: 2025-10: 0.2, 2025-11: 0.2, 2025-12: 0.4206 Tsd. — neue Anträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USAMarkterwartungen vs. Fed-Realität: Zeitpunkt der ersten Senkung: März 2026 → Juni 2026; Anzahl der Senkungen im Jahr: 3-4 → 1-2 oder keine; Rhetorik des FOMC: Taubenhaft → FalkenhaftLiberale Medien betonen das Risiko einer Wirtschaftsabschwächung und eines Fehlers der Fed-Politik, der Verbraucher und den Immobilienmarkt treffen könnte. | Konservative Medien konzentrieren sich auf die Notwendigkeit, die Inflation zu bekämpfen, und loben die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft trotz hoher Geldkosten.

Mentioned People

  • Stephen Miran — Gouverneur der Federal Reserve, der seine Erwartungen bezüglich Zinssenkungen überdacht hat.
  • Kevin Warsh — Kandidat von Präsident Trump für den Fed-Vorsitz, der sich für signifikante Zinssenkungen einsetzt.
  • Donald Trump — Präsident der USA, dessen Regierung Druck auf die Zentralbank in geldpolitischen Fragen ausübt.