Der US-Dollar steuert auf seine beste Woche seit Oktober 2025 zu, gestützt durch robuste Arbeitsmarktdaten und ein hawkisches Protokoll der letzten Fed-Sitzung. Investoren reduzieren ihre Wetten auf baldige Zinssenkungen, während die Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran die Nachfrage nach sicheren Anlagen erhöht. Unterdessen hat sich die Inflation in Japan auf 2% verlangsamt, was die Pläne der dortigen Zentralbank für eine Straffung der Geldpolitik erschwert.

Dollar stärkster seit Monaten

Die amerikanische Währung verzeichnet die beste Woche seit Oktober dank des hawkischen Fed-Protokolls und eines stabilen Arbeitsmarktes in den Vereinigten Staaten.

Rückgang der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung

Die Zahl der neuen Arbeitslosen sank auf 206.000, übertraf die Prognosen der Analysten und bestätigte die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft gegenüber hohen Zinssätzen.

Inflation in Japan verlangsamt sich

Der Preisanstieg im Land der aufgehenden Sonne verlangsamte sich auf 2,0%, was der niedrigste Wert seit zwei Jahren ist und Zinserhöhungen durch die BOJ verzögert.

Spannungen zwischen USA und Iran

Präsident Donald Trump verschärft den Kurs gegenüber Teheran, was die Rohölpreise antreibt und die Rolle des Dollars als sicherer Hafen festigt.

Die amerikanische Währung zeigt außergewöhnliche Stärke auf den globalen Märkten und erreicht Werte, die seit vier Monaten nicht mehr verzeichnet wurden. Haupttreiber der Anstiege ist der Wechsel in der Rhetorik der Fed, deren Vertreter sich mit zunehmender Distanz zur Möglichkeit einer Lockerung der Geldpolitik in naher Zukunft äußern. Das veröffentlichte Protokoll der Januarsitzung des Federal Open Market Committee enthüllte, dass die Entscheidungsträger weitere Beweise für einen anhaltenden Rückgang der Inflation erwarten, bevor sie eine Senkung der Leitzinsen in Erwägung ziehen, die derzeit im Bereich von 3,50-3,75% gehalten werden. Ein zusätzlicher Impuls für den Dollar waren die Arbeitsmarktdaten – die Zahl der neuen Anträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA fiel auf 206.000, was Analysten überraschte, die höhere Werte erwartet hatten. Die Marktsituation wird durch die geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten verstärkt. Präsident Donald Trump hat eine kurze Frist für Verhandlungen mit dem Iran gesetzt, was die Ölpreise in die Höhe trieb und Investoren zu sicheren Häfen wie dem Dollar oder Gold fliehen ließ. Das Edelmetall hält sich trotz kurzfristiger Korrekturen in der Nähe der Barriere von 5.000 USD pro Unze. Ganz anders ist die Situation in Asien, wo die jährliche Kerninflation in Japan im Januar auf 2,0% von 2,4% im Dezember gesunken ist. Das ist der niedrigste Wert seit zwei Jahren und gibt der Bank von Japan mehr Zeit für eine Entscheidung über einen möglichen Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik. Seit der Finanzkrise 2008 haben Zentralbanken weltweit eine Phase historisch niedriger Zinssätze durchlaufen, was die Dynamik der Währungs- und Rohstoffmärkte grundlegend verändert hat. In Reaktion auf den starken Dollar verloren andere Währungen, darunter das britische Pfund, das auf 1,3483 USD fiel, und der südafrikanische Rand. Auf den Rohstoffmärkten ist Druck auf Kupfer sichtbar, dessen Preise an der Londoner LME-Börse um 0,6% in der Woche fielen. Investoren warten nun besorgt auf weitere US-Inflationsdaten, die das Szenario „higher for longer”, also das längere Halten hoher Zinssätze, endgültig besiegeln könnten. Experten von Invesco und Carmignac setzen bereits gegen Staatsanleihen, da sie keine Rechtfertigung für aggressive Zinssenkungen angesichts der Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft sehen. „Der Arbeitsmarkt hat sich etwas besser entwickelt, als ich es in den letzten Monaten erwartet hatte.” — Stephen Miran206 tys. — neue Anträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USAÄnderung der Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen: 2026-02-17: 4.07, 2026-02-18: 4.08, 2026-02-19: 4.09Inflation in Japan (j/J): Kerninflation: 2,4% (Dezember) → 2,0% (Januar)Liberale Medien betonen die Risiken für die Weltwirtschaft, die sich aus den Spannungen mit dem Iran und der Unsicherheit über weitere Schritte der Fed ergeben. | Konservative Publikationen betonen die Stärke der US-Wirtschaft unter der neuen Regierung und die Berechtigung einer harten Haltung gegenüber dem Iran.

Mentioned People

  • Stephen Miran — Gouverneur der Federal Reserve, der seine Erwartungen hinsichtlich des Ausmaßes der Zinssenkungen in diesem Jahr revidierte.
  • Donald Trump — Präsident der USA, dessen Äußerungen zum Iran und zur Handelspolitik die Marktstimmung beeinflussen.
  • Neel Kashkari — Chef der Fed in Minneapolis, der andeutete, dass die Zinssätze nahe dem neutralen Niveau liegen.