Centrica, Eigentümer von British Gas, verzeichnete im Jahr 2025 einen Rückgang des operativen Gewinns um fast 40 Prozent auf ein Niveau von 814 Millionen Pfund. Zu diesem negativen Ergebnis trugen ein außergewöhnlich milder Winter und der massive Wechsel von Kunden zu günstigeren Festtarifen bei. Trotz der schwächeren Finanzergebnisse und der Aussetzung des Aktienrückkaufprogramms erhielt der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Chris O'Shea, ein Vergütungspaket im Gesamtwert von 3,6 Millionen Pfund, was eine Welle von Kommentaren auslöste.
Drastischer Gewinneinbruch
Der operative Gewinn der Gruppe sank um 39% auf ein Niveau von 814 Millionen Pfund infolge eines warmen Winters und einer geringeren Nachfrage nach Rohstoffen.
Hohe Vorstandsprämien
Vorstandsvorsitzender Chris O'Shea erhielt 3,6 Millionen Pfund Vergütung, was im Kontext der schwachen Finanzergebnisse von Centrica für Emotionen sorgt.
Aussetzung des Aktienrückkaufs
Das Unternehmen beschloss eine Pause im Buyback-Programm, was zu einem sofortigen Kursrückgang der Aktien an der Börse um fast 8% führte.
Der britische Energieriese Centrica gab enttäuschende Finanzergebnisse für das Jahr 2025 bekannt. Der bereinigte operative Gewinn der Gruppe sank auf 814 Millionen Pfund, was einen drastischen Rückschritt im Vergleich zu den im Vorjahr erzielten 1,55 Milliarden Pfund darstellt. Hauptursache für die Probleme war ungewöhnlich warmes Wetter, das zu einem geringeren Gasverbrauch der Haushalte führte. Schätzungen zufolge kosteten die Wetterbedingungen das Unternehmen allein 80 Millionen Pfund Verlust. Zudem wechselten Verbraucher auf der Suche nach Einsparungen massenhaft von variablen Tarifen zu günstigeren Festpreisverträgen. Die Börsensituation des Unternehmens verschlechterte sich unmittelbar nach der Veröffentlichung des Berichts. Die Notierungen von Centrica an der Londoner Börse fielen um 8 Prozent, nachdem der Vorstand beschlossen hatte, das Programm zum Rückkauf eigener Aktien auszusetzen. Analysten verweisen auch auf gesenkte Prognosen für den Geschäftsbereich Energiehandel für das Jahr 2026. Centrica geht auf die Privatisierung von British Gas im Jahr 1986 unter der Regierung von Margaret Thatcher zurück, was einer der Eckpfeiler der neoliberalen Politik jener Zeit in Großbritannien war. Die größte Kontroverse lösten jedoch die Informationen über die Einkünfte des Führungspersonals aus. Trotz eines Gewinnrückgangs von fast 40 Prozent kassierte Vorstandsvorsitzender Chris O'Shea insgesamt 3,6 Millionen Pfund. Dieser Betrag umfasst ein Grundgehalt in Höhe von 1,04 Millionen Pfund, eine Jahresprämie von 1,4 Millionen Pfund sowie langfristige Aktienvergütungen im Wert von 2,2 Millionen Pfund. Das Jahr 2025 war aufgrund der schwierigen Marktbedingungen und der Auswirkungen der Rohstoffpreiskurve anspruchsvoll. Operativer Gewinn Centrica 2024 vs 2025: 2024: 1550, 2025: 814 3,6 Mio. GBP — Vergütung des Vorstandsvorsitzenden trotz Gewinnrückgang Ergebnisse des Segments British Gas: Operativer Gewinn: 267 Mio. GBP (2024) → 163 Mio. GBP (2025); Wettereinfluss: optimale Bedingungen → Verlust 80 Mio. GBPMedien konzentrieren sich auf die Diskrepanz zwischen der Prämie des Vorstandsvorsitzenden und den Unternehmensergebnissen sowie der schwierigen Lage der Energieverbraucher. | Die Darstellung konzentriert sich auf die Zyklizität des Energiemarktes, den Einfluss der Wetterbedingungen und die Notwendigkeit einer Restrukturierung des Handels.
Mentioned People
- Chris O'Shea — Geschäftsführer von Centrica, der trotz des Gewinnrückgangs des Unternehmens hohe Prämien erhielt.