Die US-Streitkräfte entwickeln Pläne für eine umfangreiche Militäroperation gegen den Iran für den Fall einer Entscheidung von Präsident Donald Trump. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters könnte eine solche Kampagne viele Wochen dauern und nicht nur nukleare Infrastruktur, sondern auch zentrale staatliche Einrichtungen und Sicherheitsziele Teherans angreifen. Experten warnen vor dem Risiko einer Eskalation des Konflikts und Vergeltungsmaßnahmen des Iran.

Ziele nicht nur Nuklearanlagen

Die amerikanischen Pläne umfassen Angriffe auf staatliche Einrichtungen und Sicherheitsanlagen und gehen damit über die bisherigen Ziele im Zusammenhang mit dem Atomprogramm des Iran hinaus.

Vorbereitungen auf einen langen Krieg

Das Pentagon bereitet sich auf eine mehrwöchige Kampagne vor, was einen Wechsel von der Strategie präziser punktueller Schläge hin zu einem umfassenden Konflikt signalisiert.

Risiko der Vergeltung Teherans

Experten warnen, dass die Vergeltung des Iran die US-Streitkräfte im Nahen Osten gefährden und die globale Wirtschaft destabilisieren könnte.

Die Vereinigten Staaten bereiten sich auf einen potenziellen, langwierigen Konflikt mit Iran vor, der die bisherigen Rivalitätsrahmen beider Länder deutlich überschreiten könnte. Wie aus Informationen von zwei anonymen Beamten der US-Administration hervorgeht, entwickelt das Militär Szenarien für eine mehrwöchige Operation. Im Gegensatz zu punktuellen Schlägen sieht dieser strategische Plan massive Angriffe auf ein breites Spektrum von Zielen vor. Neben offensichtlichen Punkten wie der nuklearen Infrastruktur stehen auf der Zielliste Regierungseinrichtungen sowie Anlagen der inneren und äußeren Sicherheit. Die Spannungen zwischen Washington und Teheran bestehen seit der islamischen Revolution 1979, als es nach der Besetzung der US-Botschaft durch iranische Studenten zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen kam. Die Möglichkeit, dass Donald Trump einen Angriffsbefehl erteilt, stellt die Region des Nahen Ostens vor eine Destabilisierung. Verteidigungsexperten weisen darauf hin, dass eine so breit angelegte Kampagne US-Militärpersonal in der Region direkter Vergeltungsgefahr aussetzen würde. Die iranische asymmetrische Vergeltung könnte US-Stützpunkte im Irak, in Syrien oder Katar erfassen und auch die globale Energiesicherheit durch eine Blockade der Straße von Hormus beeinträchtigen. Die Lage bleibt angespannt, und die Diplomatie scheint angesichts konkreter logistischer Vorbereitungen des Pentagon in den Hintergrund zu treten. Sowohl proamerikanische Medien als auch unabhängige Agenturen betonen, dass der Umfang der geplanten Maßnahmen darauf hindeutet, die militärische Schlagkraft Teherans dauerhaft zu schwächen und nicht nur abzuschrecken. Es ist unklar, ob NATO-Verbündete in die Planung dieser Operationen einbezogen wurden, doch die Mobilisierung von Kräften deutet auf die Entschlossenheit der derzeitigen Regierung in Washington hin. 2015 wurde das Atomabkommen JCPOA unterzeichnet, das die atomaren Ambitionen des Iran im Austausch für die Aufhebung von Sanktionen begrenzen sollte, doch die USA zogen sich 2018 daraus zurück. „Im Rahmen einer langwierigen, mehrwöchigen Kampagne könnte das US-Militär iranische staatliche und Sicherheitseinrichtungen angreifen, nicht nur die nukleare Infrastruktur.” — Anonymer US-Beamter mehrere Wochen — so lange könnte die potenzielle US-Operation dauern

Betont humanitäre Risiken und zivile Opfer des Konflikts und weist auf die Gefahr einseitiger Entscheidungen des Weißen Hauses ohne UN-Mandat hin. | Akzentuiert die Notwendigkeit einer harten Haltung gegenüber dem Regime in Teheran und den Schutz der nationalen Sicherheitsinteressen der USA und Israels.

Mentioned People

  • Donald Trump — Präsident der Vereinigten Staaten, von dessen Entscheidung der Beginn einer Militäroperation gegen den Iran abhängt.