Ab dem 17. Februar 2026 müssen Händler in Polen neue Regeln zur Warenkennzeichnung anwenden. Lose angebotenes Obst und Gemüse muss nicht nur eine schriftliche Information über das Herkunftsland, sondern auch ein sichtbares grafisches Symbol in Form einer Flagge aufweisen. Diese Änderung zielt darauf ab, die Transparenz für Verbraucher zu erhöhen und die bewusste Unterstützung einheimischer Lebensmittelproduzenten zu erleichtern. Fehlende Kennzeichnungen können für Händler empfindliche Geldstrafen nach sich ziehen.

Notwendigkeit grafischer Darstellung

Händler müssen ab dem 17. Februar 2026 bei lose verkauftem Obst und Gemüse die Flagge des Herkunftslandes anbringen.

Erweiterung der EU-Normen

Die neuen Vorschriften des Landwirtschaftsministeriums erweitern die Standards der Europäischen Union, die bisher nur die Angabe des Ländernamens in Schriftform verlangten.

Verantwortung der Händler

Für fehlende Flaggen ist der Geschäftsinhaber verantwortlich, und die Einhaltung des neuen Rechts wird von der Inspektion für Handelsqualität landwirtschaftlicher Erzeugnisse überwacht, die strenge Kontrollen plant.

Ab Dienstag, 17. Februar 2026, tritt eine bahnbrechende Verordnung des Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung in Kraft, die die Präsentation von Produkten in polnischen Geschäften wesentlich verändert. Jeder Händler, der frisches Obst, Gemüse und Bananen ohne Einzelverpackungen, also lose angeboten, anbietet, ist verpflichtet, eine Grafik mit der Flagge des Herkunftslandes anzubringen. Bisher verlangten EU-Vorschriften nur eine schriftliche Angabe, die nach Ansicht des Ministeriums für Käufer oft unleserlich war. Die neue Regelung soll Fehler beseitigen und einen einheitlichen visuellen Standard in allen Verkaufsstellen einführen, von lokalen Gemüsehändlern bis hin zu großen Supermarktketten. Die Einführung grafischer Herkunftskennzeichnungen für Lebensmittel knüpft an die seit Jahren in der Europäischen Union geführte Debatte über das Recht der Verbraucher auf umfassende Information an, die unter anderem nach den großen Lebensmittelkrisen an der Jahrhundertwende begann. Die Einhaltung der neuen Vorschriften wird von der Inspektion für Handelsqualität landwirtschaftlicher Erzeugnisse überwacht. Beamte betonen, dass der Einzelhändler und nicht der Lieferant direkt für die Richtigkeit und Anwesenheit der Kennzeichnungen verantwortlich ist. Die Einführung von Flaggen soll nicht nur die Orientierung erleichtern, sondern vor allem den Wirtschaftspatriotismus durch eine einfachere Identifizierung polnischer Produkte fördern. Bisherige Erfahrungen mit Handelsnormen zeigen, dass Verbraucher zunehmend nach Waren mit kurzen Lieferketten suchen. 17 lutego — Die Pflicht zur Anbringung von Flaggen tritt in Kraft Experten wie Karolina Kaszuba weisen auf die Notwendigkeit einer schnellen Anpassung der Preisanzeigesysteme in Handelseinrichtungen hin. Die Nichteinhaltung der neuen Anforderungen kann zu Geldstrafen führen, die von Inspektoren bei Routinekontrollen verhängt werden. Das Landwirtschaftsministerium argumentiert, dass visuelle Informationen in der Massenkommunikation wesentlich wirksamer sind als Kleindruck auf Preisschildern. „Verbraucher haben das Recht auf vollständige und transparente Informationen über die Produkte, die sie erwerben.” — Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Änderungen bei der Kennzeichnung loser Lebensmittel: Informationsform: Nur Schrift (Ländername) → Schrift und Landesflagge; Rechtsgrundlage: EU-Verordnung 2023/2429 → Nationale Verordnung des MRiRW

Mentioned People

  • Karolina Kaszuba — Expertin, die sich zu Details und Konsequenzen der Einführung neuer Produktkennzeichnungsregeln äußert.