Der diesjährige Februar in Deutschland hat sich als Monat extremer Wetteranomalien eingeschrieben. Während der Südwesten des Landes historische Wärmerekorde brach und lokal 23 Grad Celsius erreichte, kämpfte der Norden mit dem schneereichsten Winter seit 14 Jahren. Das abrupte Tauwetter und das verfrühte Frühlingserwachen lösten Alarm bei Allergikern aus und zwangen Skigebiete in niedrigeren Gebirgslagen zur vorzeitigen Saisonbeendigung.

Rekordtemperaturen im Süden

In Baden-Württemberg wurden 23 Grad Celsius gemessen, was einen historischen Wärmerekord für den Februar in dieser Region darstellt.

Schneereicher Winter im Norden

Berlin und Mecklenburg-Vorpommern erlebten die größten Schneefälle seit 2012, trotz des allgemein warmen Trends.

Allergieattacke durch Erwärmung

Der plötzliche Temperaturanstieg verursachte einen heftigen Start der Baumblüte, was die Beschwerden bei Allergikern verstärkt.

Ende der Skisaison

Das Frühlingswetter in Hessen und Bayern zwang die Betreiber von Skiliften in niedrigeren Gebirgslagen zur Schließung der Pisten.

Das Ende des Februars 2026 in Deutschland wurde zum Symbol fortschreitender Klimaveränderungen und präsentierte das gesamte Spektrum von Wetterextremen. In den südwestlichen Bundesländern wie Baden-Württemberg wurden Temperaturen von bis zu 23 Grad Celsius gemessen, was die bisherigen Wärmerekorde für diesen Monat brechen ließ. Gleichzeitig zeigten die Thermometer in Berlin und Brandenburg Werte um die 20 Grad, was einen drastischen Kontrast zu den noch vor Kurzem herrschenden strengen Winterbedingungen darstellt. Die Wetterdienste betonen, dass derart hohe Temperaturen im Februar ein außergewöhnliches Phänomen sind, das eine Überarbeitung der bisherigen Klimamodelle für Mitteleuropa erzwingt. Systematische Temperaturmessungen in Europa, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts durchgeführt werden, zeigen, dass die Durchschnittstemperatur der Winter um über 2 Grad Celsius gestiegen ist, was zu einem häufigeren Auftreten heftiger Wetterphänomene anstelle stabiler Wetterlagen führt.Ein völlig anderes Bild des Winters ergibt sich aus den Berichten für Nord- und Ostdeutschland. Berlin und Mecklenburg-Vorpommern erlebten die schneereichste Saison seit 2012. Trotz der reichlichen Schneefälle weisen Experten des DWD auf ein beunruhigendes Paradox hin: Trotz der visuellen Schneefülle weist die Wasserbilanz in vielen Regionen weiterhin auf Defizite hin. Im Saarland hingegen stand der Winter im Zeichen von Rekordregenfällen bei gleichzeitig fast völligem Sonnenmangel, was sich negativ auf das Wohlbefinden der Bewohner und den Zustand der landwirtschaftlichen Kulturen auswirkte. Seit 2012 kämpft Mitteleuropa mit zyklischen Niederschlagsdefiziten, die den Grundwasserspiegel dauerhaft gesenkt haben und die Ökosysteme anfälliger für plötzliche Hitzewellen machen.Die plötzliche Erwärmung löste eine sofortige Reaktion der Natur aus, was zu einem ernsten Problem für Menschen mit Allergie wurde. Experten warnen, dass die diesjährige Pollensaison aufgrund des frostigen Februarstarts verspätet begann, die hohen Temperaturen jedoch ein kumuliertes und besonders intensives Blühen von Hasel und Erle verursachten. Es wird erwartet, dass diese Saison ungewöhnlich lang und belastend sein wird. Parallel dazu waren Wintersportzentren in niedrigeren Gebirgslagen, unter anderem in Hessen, gezwungen, ihre Pisten zu schließen. Obwohl Skifahrer versuchten, die letzten Schneeflecken zu nutzen, beendete eine heranziehende Tiefdruckfront mit Regenfällen die Saison in diesen Regionen endgültig. „Nach der Rekordwärme im Südwesten sorgt ein heranziehendes Tief für Wolken und Schauer und beendet diese ungewöhnliche Frühlingsphase mitten im Winter.” — Mitteilung des DWD