Die Beziehungen zwischen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni haben einen neuen Tiefpunkt erreicht. Auslöser des Konflikts ist der Tod des 23-jährigen Quentin Deranque, eines rechtsextremen Aktivisten, der in Lyon zu Tode geprügelt wurde. Macron warf Meloni nach deren Äußerung, das Ereignis sei eine „Wunde für ganz Europa“, eine inakzeptable Einmischung in französische Angelegenheiten vor. Italien weist die Vorwürfe zurück und verweist auf die Notwendigkeit, ideologischer Gewalt entgegenzutreten.
Diplomatisches Gefecht Paris-Rom
Präsident Emmanuel Macron kritisierte Giorgia Meloni scharf für ihre Kommentare zum Tod von Quentin Deranque und nannte dies eine inakzeptable Einmischung.
Tragischer Hintergrund des Konflikts
Das Opfer ist ein 23-jähriger Aktivist, der nach einer Prügelattacke durch eine mit der radikalen Linken verbundene Gruppe während Auseinandersetzungen in Lyon starb.
Anklagen gegen Täter
Die französische Staatsanwaltschaft hat sieben Verdächtige angeklagt; einer von ihnen ist parlamentarischer Assistent der linken Partei LFI.
Replik der italienischen Ministerpräsidentin
Meloni wies die Vorwürfe zurück und erinnerte Frankreich an die historische Gewährung von Asyl für Mitglieder terroristischer Organisationen wie der Roten Brigaden.
Die Beziehungen zwischen Paris und Rom haben sich nach den tragischen Ereignissen in Lyon rapide verschlechtert. Der Tod des 23-jährigen Quentin Deranque, eines mit der extremen Rechten verbundenen Aktivisten, der infolge von Verletzungen nach Auseinandersetzungen mit der radikalen Linken starb, wurde zum Zündstoff für einen internationalen Streit. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni veröffentlichte in sozialen Medien Beileidsbekundungen, in denen sie ideologischen Hass verurteilte und nahelegte, dass der Mord durch mit Linksextremismus verbundene Gruppen ein Schlag gegen europäische Werte sei. Diese Äußerung löste eine sofortige und scharfe Reaktion des Élysée-Palastes aus. Präsident Emmanuel Macron, der sich auf einem Besuch in Indien befand, forderte die italienische Regierungschefin in sarkastischem Ton auf, sich um ihre eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Er erklärte, dass „jeder bei sich bleiben sollte, dann würden die Schafe gut bewacht“. Macron betonte das Paradox der Situation, in der Politiker mit nationalem Profil, die normalerweise die Souveränität verteidigen und fremden Meinungen abgeneigt sind, als erste die Situation in anderen Ländern kommentieren. Die italienische Regierung zeigte sich über diese Worte erstaunt. Vize-Ministerpräsident Antonio Tajani sowie Meloni selbst betonten, dass die Tragödie in Lyon eine universelle Dimension habe und nicht als ausschließliche Domäne der Innenpolitik eines Landes behandelt werden sollte. Die französisch-italienischen Beziehungen sind seit 2022, als in Rom eine Rechtskoalition an die Macht kam, durch große Schwankungen gekennzeichnet. Frühere Streitigkeiten betrafen hauptsächlich Migrationspolitik und Seerecht im Mittelmeer.7 — Personen wurden in dieser Sache Mordvorwürfe erhobenMeloni erinnerte in ihrer Antwort auf die Kritik an französische Vorfälle, indem sie auf die sogenannte Mitterrand-Doktrin und die frühere Gewährung von Asyl für Mitglieder der Roten Brigaden verwies. Sie betonte, dass die derzeitige politische Klasse gemeinsam Methoden zur Bekämpfung eines Klimas des Hasses entwickeln müsse, das eine Rückkehr zu den dunklen Jahren des politischen Terrorismus drohe. Die französische Staatsanwaltschaft bestätigte, dass unter den sieben festgenommenen Personen ein parlamentarischer Assistent steht, der mit der Gruppierung La France Insoumise verbunden ist, was die innere Debatte in Frankreich selbst über die Grenzen der Legitimierung von Gewalt im öffentlichen Raum weiter verschärft. „Mich schockiert, dass Nationalisten, die nicht gestört werden wollen, wenn es um ihr eigenes Land geht, immer die ersten sind, die kommentieren, was in anderen Ländern passiert.” — Emmanuel MacronFranzösische linke Medien betonen, dass das Opfer ein radikaler Nationalist war und Meloni versucht, die Tragödie für ihre eigene Agenda zu politisieren. | Italienische rechte Presse unterstreicht die Heuchelei Macrons und weist auf die reale Bedrohung durch linksextreme Schlägertrupps in Europa hin.
Mentioned People
- Quentin Deranque — Junger französischer Aktivist der extremen Rechten, Opfer einer tödlichen Prügelattacke in Lyon.
- Antonio Tajani — Außenminister Italiens, der den Mord verurteilte und die Position der Regierung in Rom verteidigte.