Die Veröffentlichung weiterer Akten im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein hat eine Welle von Rücktritten in prestigeträchtigen Institutionen und ein beispielloses Geständnis von Bill Gates ausgelöst. Der Microsoft-Mitgründer entschuldigte sich bei den Mitarbeitern seiner Stiftung für die Beziehung zu dem Kriminellen und gestand gleichzeitig zwei außereheliche Affären mit Russinnen ein. Parallel dazu verlässt Larry Summers die Harvard University, und der Leiter des Weltwirtschaftsforums hat seinen Rücktritt eingereicht, was das Ausmaß der Infiltration der Eliten durch den Milliardär zeigt.

Geständnis von Bill Gates

Der Microsoft-Gründer gestand Affären mit Russinnen ein und bezeichnete die Beziehung zu Epstein als seinen größten Fehler im Leben.

Säuberungen in Harvard

Larry Summers und Professor Martin Nowak verlassen die Universität infolge der Ermittlungen zu den von Epstein überwiesenen Geldern.

Rücktritt des Davos-Chefs

Der Skandal hat das Weltwirtschaftsforum erreicht, von dem der geschäftsführende Direktor zurückgetreten ist, der in die Affäre verwickelt war.

Französische Spur und Jack Lang

Neue Zeugenaussagen deuten auf enge Beziehungen des Finanziers zum einflussreichen ehemaligen französischen Kulturminister hin.

Die Veröffentlichung neuer Dokumente im Fall von Jeffrey Epstein, einem bekannten Finanzier, der wegen Sexualstraftaten verurteilt wurde, hat zu heftigen Erschütterungen an den Spitzen von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft geführt. Die zentrale Figur der aktuellen Phase des Skandals wurde Bill Gates. Der Milliardär bezeichnete während eines Treffens mit Mitarbeitern seiner Stiftung die Kontakte zu Epstein als „enormen Fehler” und gestand, von ihm erpresst worden zu sein. Die Erpressung soll Gates' Affäre mit der russischen Bridgespielerin Mila Antonova betroffen haben, von der Epstein erfuhr und versuchte, diese Informationen zu nutzen, um Spenden für wohltätige Zwecke zu erpressen. Gates bestätigte auch eine zweite Affäre, diesmal mit einer russischen Kernphysikerin, was ein neues Licht auf die Hintergründe seines Privatlebens während seiner Ehe mit Melinda French Gates wirft. Gleichzeitig traf die Affäre die prestigeträchtige Harvard-Universität. Larry Summers, ehemaliger Präsident dieser Universität und US-Finanzminister, kündigte seinen Rücktritt von der Professorentätigkeit nach der Enthüllung des Ausmaßes seiner Kontakte zum Finanzier an. Auch der Geschäftsführende Direktor des Weltwirtschaftsforums in Davos reichte seinen Rücktritt ein. Von der Universität wurde zudem der österreichische Professor Martin Nowak ausgeschlossen, der ein Schlüsselvermittler bei der Übertragung von Mitteln Epsteins für wissenschaftliche Zwecke gewesen sein soll. Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Straftäter sein Vermögen nutzte, um systematisch in die wichtigsten akademischen Institutionen einzudringen und so einen Schutzschirm für seine Aktivitäten aufzubauen. Jeffrey Epstein starb 2019 in Haft, während er auf seinen Prozess wegen Menschenhandels wartete. Seitdem werden systematisch gerichtliche Dokumente freigegeben, die das umfangreiche Netzwerk von Kontakten offenlegen, das er über Jahrzehnte mit den mächtigsten Menschen der Welt aufgebaut hatte.Die Dokumente trafen auch europäische Führungspersönlichkeiten. Es wurden Aussagen einer ehemaligen Assistentin Epsteins über enge Beziehungen bekannt, die Jack Lang, der ehemalige französische Kulturminister, zu ihm unterhalten haben soll. Obwohl das Medieninteresse auf Bill Gates konzentriert ist, weisen Analysten darauf hin, dass die Affäre systemischen Charakter hat und Mechanismen der Korruption der Eliten betrifft. Bill Gates betonte vor seiner Stiftung, dass er die volle Verantwortung für seine Entscheidungen übernehme, und versicherte gleichzeitig, während der Treffen mit Epstein keine illegalen Aktivitäten gesehen zu haben.

Mentioned People

  • Bill Gates — Microsoft-Mitgründer, der sich für Kontakte zu Epstein entschuldigte.
  • Larry Summers — Ehemaliger Präsident von Harvard und US-Finanzminister, der seinen Rücktritt einreichte.
  • Jack Lang — Ehemaliger französischer Kulturminister, der im Zusammenhang mit Kontakten zu Epstein genannt wird.
  • Mila Antonowa — Russische Bridgespielerin, mit der Bill Gates eine Affäre gehabt haben soll.
  • Martin Nowak — Österreichischer Professor für Mathematik und evolutionäre Biologie an der Harvard University.